Biker-Literatur: Death Game!

About Yvonne Asmussen!

Die beinahe schon inflationäre Zeit der Biker-Romane scheint vorbei zu sein. Das war ja teilweise auch nicht mehr feierlich, was uns vor einigen Jahren um die Ohren gehauen wurde. Kaum hat oder musste ein Member den MC verlassen, fühlte er sich dazu berufen ein Buch zu schreiben. Literarisch wertvoll war das indessen nicht zwingend.

Trotzdem, in genau dieser Zeit weckte Yvonne Asmussen mit ihrem zweiten Biker-Krimi Fördewölfe meine Neugier. Letztlich führte der Kontakt zu einer Lesung in der Biker Meile 2015. Ein recht untauglicher Versuch, den ich auf meine Kappe nehme, denn für eine Lesung bedarf es einer ruhigen Lokation, keine hektische Bewegungs-Meile.

Wie dem auch sei, der Kontakt blieb bestehen und vor einigen Monaten erhielt ich die Information, dass Yvonne den dritten Teil über das Leben und Agieren des fiktiven Clubs Wizard of Doom fertig gestellt hat und diesen nunmehr ohne einen Verlag im Rücken in eigener Verantwortung heraus gibt. Wow, da will es aber jemand wissen. Fragen wir also mal direkt nach, wo ihre Motive hinsichtlich der Rocker-Literatur liegen.

Die Rockerszene hat es der Autorin Yvonne Asmussen angetan. Ihr dritter Krimi erschien nun in Eigenverantwortung!

Die Rockerszene hat es Yvonne Asmussen angetan. Death Game erschien in Eigenverantwortung!

Yvonne, warum bist du Autorin geworden?

Es war schon immer mein Traum, Schriftstellerin zu werden. Andere Kinder haben gemalt, gebastelt oder Kunststücke eingeübt – ich habe mir Geschichten ausgedacht. Das Leben hat mich dann zwar zunächst in eine ganz andere Richtung getrieben, aber mit dem Schreiben habe ich nie aufgehört. Bis mein Mann mir endlich einen Schubs gab und meinte, wenn ich schon so viele Stunden am Computer verbringe, solle ich doch wenigstens mal einen Verlag kontaktieren. Das habe ich gemacht. Ich hatte gleich beim ersten Mal Glück, und habe 1998 den ersten Buchvertrag unterschrieben.

Worum geht es in Deinem neuen Krimi »Death Game«?

Das »Death Game« ist der dritte Teil einer Krimi-Reihe um Neil »Duke« McKinnley, einem Member der »Wizards of Doom«, und seine Lebensgefährtin Christina Martens. Die beiden lösen als Ermittlerduo mit Unterstützung vom Club Kriminalfälle. Für das Death Game lautet der Klappentext so:

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Yvonne Asmussen

Der neue Krimi von Yvonne Asmussen!

»Hoka hey, Duke.«

Kein guter Tag zum Sterben. Als ein Mitglied des Motorradclubs Wild Rascals erschossen wird, gerät Neil »Duke« McKinnley unter Verdacht. Das bringt nicht nur ihn, sondern auch seinen eigenen Club, die Wizards of Doom, in Schwierigkeiten. Duke glaubt, den Täter zu kennen. Plötzlich befindet er sich selbst im Fadenkreuz des Snipers. Und der hat Christina in seiner Gewalt – Dukes Lady. Das tödliche Spiel nimmt seinen Lauf.

Darüber hinaus geht es um Intrigen, dubiose Geschäfte, persönliche Rache und den Zusammenhalt unter Club-Brüdern.

Yvonne geht voll in das Risiko. Wenn es klappt, hören wir sicherlich noch meghr von ihr!

Yvonne geht voll in das Risiko. Wenn es klappt, hören wir sicherlich noch mehr von ihr!

Was inspirierte Dich für die Story?

Die Story war bereits in meinem Kopf, als ich den Vorgänger »Fördewölfe« beendet hatte. Pressemeldungen zur MC-Szene, Aussagen von Politikern – es gibt Dinge, die kann man sich gar nicht ausdenken. Das nahm ich als Ausgangslage für eine rein fiktive Story. So sind auch die Wizards und die Rascals rein fiktiv, es gibt weder die Clubs noch die Personen, die ich schildere. Trotzdem wurde ich schon darauf angesprochen, dass man ja schon den einen oder anderen wieder erkennt. Ich nehme das als Kompliment. Offenbar sind die Figuren lebendig und recht realistisch.

Warum gibst Du das Buch selber heraus?

Die beiden Vorgänger »Fördehaie« und »Fördewölfe« sind in einem Verlag erschienen, der sich auf sogenannte Regional-Krimis spezialisiert hat. Von Beginn an habe ich mich mit der Einordnung meiner Romane als »Küsten-Krimi« unwohl gefühlt. Um Titel und Cover habe ich – vergeblich – gekämpft und konnte nur das Schlimmste verhindern, wie zum Beispiel den Hinweis auf die angebliche »Rocker-Romantik« im Klappentext. Da hat sich mir wirklich alles umgedreht. Bei der Vorlage der Idee zum »Death Game« wollten sie mir sogar in die Story reinreden. Als mir dann der Verlag sagte, dass sie sehr gern weitere Krimis mit mir machen wollen, aber nicht diese Reihe, war es für mich das willkommene Signal zum Abschied.

Death Game kommt keinesfalls bieder daher!

Death Game kommt keinesfalls bieder daher. Geschmeidiges Cover!

Ab diesem Augenblick stand für mich fest, dass ich das Buch selbst herausbringe. Das bedeutete zwar die Beschäftigung mit Dingen, um die ich mich nie zuvor gekümmert habe – wie zum Beispiel den Drucksatz, wo und wie bringe ich das Buch heraus, wie organisiere ich Lektorat und Korrektorat, wo bekomme ich ein anständiges Cover her, das nicht nach Fotoshop aussieht etc. Dafür musste ich Geld investieren, ich musste rechnen, wo ich mir einen externen Dienstleister leisten kann, und was ich selber machen muss. Werbung planen. Das alles habe ich nie zuvor gemacht. Aber es hat sich für mich gelohnt: Inhalt, Titel, Cover, Stil sind wirklich meins. Ein sehr befreiendes Gefühl.

Wie stehen Verlage dem Aspekt Rocker gegenüber?

Ganz einfach: Rocker sind willkommene Bösewichte, Kriminelle oder Witzfiguren, alles andere ist ein Nogo. Als es z.B. um Rezensionsexemplare meiner Krimis für die BN ging, kam vom Verlag die Antwort »Mit den schweren Jungs werden wir schon noch fertig.« Ha ha ha.

Bei eingereichten Romanideen wurde mir schon oft gesagt »Das ist eine interessante Story. Aber müssen die Protagonisten ausgerechnet Rocker sein?«. Früher, in meiner Anfangszeit als Autorin, wäre ich vermutlich eingeknickt und hätte viel mit mir machen lassen, nur damit ich in einem sogenannten Publikumsverlag lande (das sind die Verlage, die so ziemlich jeder kennt wie Knaur, Heyne, Lübbe etc). Mittlerweile sage ich mir: Egal, wenn die es nicht wollen, mache ich es eben selber. Hauptsache, ich kann mir nach dem Schreiben noch im Spiegel entgegen lächeln.

Und wenn ganz nebenbei ein Leser meiner Romane seine Einstellung zur Szene zumindest überdenkt und die PresseNews filtert, freue ich mich wie Bolle.

Gibt es eine Forstetzung?

Ja. In meinem Kopf sind noch zahlreiche Fälle, die Duke, Christina und die Wizards lösen können. Und ich brauche mir nur die Nachrichten anzuhören, dann kommen neue Ideen dazu. (Ende Interview)

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Auch Yvonne bedient die üblichen Klischees. Allerdings tut sich das in einer Art und Weise, die ich als recht fluffig bezeichne, soll heißen, die Romane lassen sich angenehm lesen und haben einen durchgehenden Spannungsbogen. Das sie ihrem Credo folgt und sich ausgerechnet in Sachen Rocker-Literatur nicht den Einschränkungen der etablierten Verlage beugen will, dadurch sogar in das persönliche Risiko geht, sollte von euch durchaus honoriert werden.

Wer sich für Yvonnes ambitionierte Biker-Literatur interessiert, kann über den unteren Link das Buch bestellen und sich vorher eine Leseprobe ziehen. Falls ihr nach dem Schmökern Lust dazu habt, könnt ihr mir gerne eure Meinung über das Death Game zukommen lassen. Die ersten beiden Einsendungen gewinnen je einen Gutschein in Höhe von 20 Euro für einen Biker-Treff eurer Wahl.

Hier die Leseprobe: www.amazon.de/gp/product/B071GBZRYK/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B071GBZRYK&linkCode=as2&tag=yve-21&linkId=ad7f1a6bf8ec6db4061d04501cafd44e

Kontakt der Autorin: www.yvonnes-romanwelten.de/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.