BTBW MC Wolfsburg: So lief das 1.Dannenbütteler Rock Open Air!

Nach dem Kopfkino kam die große Party!

Die Vorfreude der Wolfsburger Borns erhielt noch am Veranstaltunstag selber einen derben Dämpfer. Die mit großer Spannung erwarteten Blind Bankers aus Berlin mussten ihren Gig absagen. Das Kind eines Bandmitgliedes wurde überaschend in die Klinik eingliefert. No Way, das Konzert trotzdessen stattfinden zu lassen.

Als Veranstalter macht man in derartigen Situation an sich nur noch dicke Backen, denn so kurzfristig kann man i.d. R. keine neue Band verpflichten. Nicht so an diesem Tag. Aufgrund der guten Kontakte in die regionale Musikszene hinein, gelang es dem Chapter tatsächlich noch die bekannte Band Rockin‘ Horse für den Abend zu gewinnen. Puh, Glück gehabt. Das hätte in die Hose gehen können.

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Was ging ab?

Mit einem italienischen Club-Bruder im Schlepptau schlugen wir bereits kurz nach 20 Uhr am Veranstaltungsgelände auf. Bereits weit vor dem Eingangsportal parkten die Autos dicht an dicht entlang der Zufahrt zum Clubhaus. Zwar begrüßen die Borns auf ihren Partys häufig eine hohe Anzahl an zivilen Gästen, doch an diesem Tag schienen es noch deutlich mehr gewesen zu sein. Bei gutem Wetter erwartete uns ein bunt gemischtes Völkchen, wobei die Kuttenträger letztlich doch die Minderheit bildeten. Die Stimmung war vom Start weg ultra-relaxt.

Na, das ist doch mal ein Anblick!

Na, das ist doch mal ein Anblick!

Zu meiner Überraschung hatten die Borns nicht nur die Toiletten komplett neu gestaltet, ganz ehrlich, das war auch lange fällig, nein, sie präsentierten uns auch einen nagelneuen Western-Salon, der auf einer Anhöhe den neuen Eye-Catcher markieren sollte. Und was soll ich sagen; diese Rechnung ging mal so komplett auf. Denn das Teil ist nicht nur richtig schick geworden, es gibt dem Außengelände weitaus mehr Atmosphäre und ist das optimale Bindeglied zu dem hinteren Gelände mit der Außenbühne.

Auf dieser spulten die Rockin‘ Horse einen souveränen und von Spielfreude markierten Gig ab. Persönlich war ich zwar etwas von der Konzert-Absage der Banknoten enttäuscht, ich bin halt ein Fan von den Blind Bankers und freute mich zudem auf einen Talk mit Teufels-Drummer Danny, aber unter dem Strich waren Rockin Horse weitaus mehr als nur ein Lückenfüller. Wer eine dufte Cover-Band braucht, sollte sich mal mit der Kombo unterhalten.

Rockin' Horse machten einen sehr guten Job und überzeugten mich durchaus.

Rockin‘ Horse machten einen sehr guten Job und überzeugten mich durchaus.

Was ich zunächst kritisierte, erweis sich als vermutlich genau so angedachter Coup. Denn noch während die Rockin‘ Horses ihre Schlussakkorde spielten, begann Jimmy Cornett im Clubhaus mit seiner muskalischen Stampede und feuerte seinen Südstaaten-Blues ab. Es ist schon erstaunlich, wie ein Solist nur mit einem Drumcomputer und seiner Gitarre eine derartige Dichte erzeugen kann. Man merkt ihm in jeder Pore an, dass er ein Vollblutmusiker ist.

Jimmy Cornett steigt ins ein erstes Set ein. Great Musician!

Jimmy Cornett steigt in sein erstes Set ein. Great Musician!

Lange vor dem Gig mischte sich Jimmy unter das Volk, unter denen sich auch der MV Lehrte, der Satansadler MC und der Boundless MC befand. Alle drei Clubs sind ausgewiesene und langjährige Fans von Jimmy und haben ihn auf ihren Partys bereits mehrfach präsentiert. Mit letzterem habe ich in den letzten Jahren selber eine richtig gute Connection aufgebaut.

Impressionen!

Was über den Job begann, mündete in eine Freundschaft, die ich nicht missen möchte. Die Männer passen einfach. Zudem sind sie absolute Musik-Freaks. Das gilt auch für den MV Lehrte, der im September sein 40th Anninversary feiern wird. Von Präsi Achim erhielt ich dazu vor Ort eine Einladung, die ich nur allzu gerne annahm. Natürlich werde ich dieses Jubiläum respektvoll begleiten, bestenfalls, sofern keine Clubverpflichtungen dem entgegenstehen, zwei Tage lang vor Ort sein.

Jimmy im Talk mit dem Boundless MC!

Jimmy im Talk mit dem Boundless MC!

So gegen 02.00 Uhr war dann bei mir die Luft raus. Leicht beschwipst enterte ich die Außenbühne und schlug dort mein Nachtlager auf. Denn der Geräuschpegel aus dem Clubhaus, in dem Jimmy Cornett immer noch für mega-geile Stimmung sorgte, ließ kaum vermuten, dass man im Einklang mit dem Gesäge anderer Schlafgäste in der Member-Area auch nur ein Auge würde zumachen können.

Beim Pinkeln entdeckte ich dann jedoch einen ausrangierten Autositz mit Rädern, den ich dem harten Bühnenpodest vorzug, bis die Prospects mir beim Abbau des Außenzeltes einen Strich durch die Rechnung machten. Schon witzig, wenn der eine versucht leise zu sein, während der andere die Metallstäbe in die Holzkiste wirft. Innerlich habe ich mir einen gegrinst. Fakt ist, die Männer waren auf Zack und selbst früh am morgen noch richtig gut bei der Sache. So muss das sein!

Letzter Kaff vor der Heimreise. Trotz Schlafdefizit war ich gut fit!

Letzter Kaffee vor der Heimreise. Trotz Schlafdefizit war ich gut fit!

Nach dem Breakfast für lau, ging es zurück auf die Straße. Statt über die Autobahn, cruiste ich über die 188er in Richtung Hannover. Genau die richtige Entscheidung, denn dieser Ritt nach Hause bei geilstem Wetter, machte den Turn nach Wolsburg zu einem kompletten Highlight. Männer, ihr habt richtig geil abgeliefert und von daher fällt mein Fazit dieses Mal auch ganz simpel aus:

„This was a great fucking Rock ‚N‘ Roll Party!“

Ab in meine Impressionen und die von Fotograf Torben Niehs.

Hier der Link zu Torbens Impressionen: tniehs.com/kunden/T8HGqPp1g7

Kontakt: www.facebook.com/Born-to-be-Wild-MC-Wolfsburg-279788335442431/

 

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.