Das 25th Jam: Fazit Teil 2!

Für die läppischen 25 Euro Eintrittspreis im VVK ohne Ticketgebühr hätte an sich jeder Besucher nach Tag eins und zwei die Nummer jetzt schon als Top-Erlebnis abhaken können. Aber da hätten wir ja noch den Samstag, den man für 30 Euro auch als Einzelticket mitnehmen konnte.

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Dieser Tag war für mich sehr wichtig. Mit 5th Avenue und Daalschlag hatte ich zwei Eisen aus unserer Band-Datenbank im Feuer und auch der Headliner UFO war mein Tipp. Logen drückte ich mir selber die Daumen, dass die beiden vorgenannten Kombos richtig zünden. Und das taten sie ohne Wenn und Aber. Anders kann man den Zuspruch der Fans nicht werten.

Daalschlag mussten als erstes ran. Mit dem offiziellen Jamboree-Song im Gepäck verpassten sie den Zuhörern auf dem gut besuchten Platz vor der Mainstage eine fette Ladung Moped-Metal. Moderator Knick Knacki überschlug sich denn auch fast in seinem Lob, vor allem für die geilen Texte.

Daalschlag lieferten top ab. Der offizielle Jamboree-Song kam toll an.

Daalschlag lieferten top ab. Der offizielle Jamboree-Song kam toll an. Folge-Gigs sind bereits anvisiert!

5th Avenue standen der geilen Performance von Daalschlag in nichts nach. Im Gegenteil, ich habe sie persönlich live noch nie so gut erlebt. Ihrem melidiösen Hardrock kam der Top-Job von Black Box an den Reglern im FOH-Turm zugute. Der Sound war clear und druckvoll. Sänger Oliver Peters sprühte vor Energie, war omni-präsent und überzeugte mit einer großartigen stimmlichen Leistung. Die ganze Band konnte voll überzeugen.

Dieses Pic sagt alles. 5th Avenue nach einem großartigen Gig vor den Fans.

Dieses Pic sagt alles. 5th Avenue nach einem großartigen Gig vor den Fans. Freude pur!

Die Limited Booze Boys hatten quasi ein Heimspiel. Mittlerweile bin ich ein Fan ihres Viking-Rocks geworden. Die Männer sind raw und authentisch und äußerst sympathisch. Nach dem Gig nahmen sie sich extrem viel Zeit für die Fan-Pflege. Natürlich immer eine Buddel Bier in der Hand. Schön, dass sie mittlerweile wieder an ihrer Musik gemessen werden. Übrigens: Ohne Label! Grins….

Die Limited Booze Boys genießen das Bad der menge!

Die Limited Booze Boys pflegen eine intensive Fan-Arbeit wie es sich gehört!

Nun zu UFO. Wenn eine so legendäre Band die Bühne betritt, ist die Erwartungshaltung natürlich sehr hoch. Songs wie „Doctor Doctor“, „Too hot to handle“ oder „Rock Buttom“ kennen fast alle Rock-Fans. Auch wenn die Profis aus England handwerklich alles richtig gemacht haben, es überkommt mich schon so ein merkwürdiges Gefühl, wenn Fromtmann Phil Mogg im gesetzten Alter immer noch versucht mehr oder weniger unglücklich die Rampensau raushängen zu lassen. Zu präsent sind die Kollegen aus ihrer besten Zeit.

In den sozialen Medien kommen sie jedenfalls nicht gut weg. Insofern müssen wir wohl feststellen, dass man in der Wahl der Headliner in den letzten Jahren schon ein besseres Händchen hatte. Bekanntlich ist man im Nachhinein aber ja immer schlauer. In Sachen Kevin Russel und UFO könnte das Fazit daher lauten: „Wir haben zwei Porsche bestellt und zwei Enten bekommen!“

UFO boten eine solide und professionelle Leistung. Nicht mehr, nicht weniger!

UFO boten eine solide und professionelle Leistung. Nicht mehr, nicht weniger! ( Foto: Per Kristoffersen )

Der Wild-Power-Stand musste vorzeitig geschlossen werden. Ausverkauft!

Der Wild-Power-Stand musste vorzeitig geschlossen werden. Komplett ausverkauft!

Unter dem Strich war das Line Up durchaus ausgewogen und etliche Bands konnten die Gunst der Stunde für sich nutzen. Den Eintritt nur an den Headlinern festzumachen ist zudem vermessen, denn das Jamboree ist nicht Wacken, definiert sich immer noch als Bikertreffen mit Festival-Charakter und wo bitte bekomme ich auf einem Festival ein Breakfast für lumpige 3,50 Euro? Ok, was war noch?

Da hätten wir zum Beispiel die Higland-Games, die ich zusammen mit Dennis aus Berlin stemme. Dennis kümmert sich um das Equipment, sein Kumpel Matthias beackert die Ergebnis-Listen und ich wuppe die Moderation. In diesem Jahr holte ich mir Partybiker Frank, genannt „Schwung“, vom FRMC Germany an die Seite.

Blick auf das Publikum aus sicht der Limited Booze Boys! Neidfaktor hoch!

Blick auf das Publikum aus Sicht der Limited Booze Boys! Hoher Neidfaktor!

Schwung ist ein absolutes Pott-Original. Wir spielten uns gegenseitig die Bälle zu. Obwohl völlig freehand aus der Hüfte geschossen, kam gerade dieses verbale Battle bei den Besuchern sehr gut an. Mal sehen, eventuell sehen wir ihn ja wieder. Er hat in jedem Fall die Biker-Spiele und Highland-Games bereichert.

Die vielen Zuschauer haben motiviert. Spike hat endlich Platz 1 belegt. Nun hängt sein eigener Kupferstich in der Bude.

Die vielen Zuschauer haben motiviert. Spike hat endlich Platz 1 belegt. Nun hängt sein eigener Kupferstich in der Bude. Die Teile kamen statt üblicher Pokale super an.

Der stolze Sieger im K1. Allerdings wurde das Urteil mit Pfiffen quittiert.

Der stolze Sieger im K1. Allerdings wurde das Urteil mit Pfiffen quittiert.

Mit Störte 1% schnackte ich dann noch eine Runde über den Rocker-Talk, lernte u.a. Red 1% vom Rocker-Portal endlich mal live kennen, traf viele gute Leute auf ein Schwätzchen und stellte zufrieden fest, dass viele Clubs in diesem Jahr mit weitaus stärkerer Besetzung am Start waren.

Über Musik lässt sich ja bekanntlich immer streiten. Es muss also weitere Gründe als das Line Up geben haben, warum sich so viele Besucher erneut auf das Jamboree einließen. Was kann das wohl sein? Eine schöne Zeit mit guten Freunden vielleicht?

Weniger schön ist das, was man mit mir in Sachen Unterbringung veranstaltet hat. Obwohl bei der Abreise vom Jam 2014 bereits gebucht und zwischenzeitlich erneut bestätigt, hat man mir statt des Apartements ein Bett in ein Büro hineingestellt. Die Message:„Friss oder stirb!“

Leute, so nicht. An dem Thema bin ich dran, da ich beileibe nicht der einzige war, der vor den Kopf gestoßen wurde. So what!

Freuen wir uns auf die nächsten 25 Jahre Jamboree. Wie Wild Events e. V. dann allerdings dieses 25th Anniversary noch steigern will, bleibt abzuwarten. Ob ich dann noch dabei bin, keine Ahnung, aber mit meiner Gesamt-Performance bin ich absolut zufrieden, auch wenn ich heuer nicht einen Tag gesoffen habe. Hab ich wohl vergessen. Grins

So, hier ein Video im Zeiraffer mit einem Song der Limited Booze Boys!

Impressionen!

 

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.