Der Fall des Tim K.!

In einem außerdordentlich umfangreichen Statement hat der Brothers MC Word Wide den Ausschluss seines medialen Vorzeige-Buddys Tim K. bekannt gegeben und sich damit nicht nur aufgrund der Art und Weise selber diskreditiert, sondern erneut unter Beweis gestellt, dass es den führenden Mitgliedern an substantiellen Kenntnissen über die ungeschriebenen Szene-Rules fehlt. In dieser Art würde sich kein Club positionieren. Dazu später mehr. Hier vorab das Statement:

Stellungnahme : Tim K.

Der Brothers MC Germany hat offiziell Tim K. seines Amtes enthoben. Und das ist somit der sofortige Ausschluss aus der Bruderschaft. Tim K. der sich öffentlich gerne von Drogen und sogenannten „Geschäften“, wie er sie nennt, offiziell distanziert und Frauen angeblich vor widerwärtigen „Ausländern“ beschützen möchte, rettet gerne arme Prostituierte aus den Fängen der skrupellosen Bordelle, um sie dann wiederum für sich selbst arbeiten zu lassen auf privater Ebene mit gemütlichem Ambiente. Er selbst bezeichnet sich als sugar daddy.

Dazu wird natürlich nicht mit Whisky gegeizt, Kokain für davor und dann einen Marihuana Joint zum entspannten runterkommen. Aber das alles war nicht der Grund, wieso wir uns jetzt von ihm in jeglicher Form distanzieren. Dass er ein Spiel in der Öffentlichkeit treibt, wussten wir alle und solange er einen Vorteil aus seinen Machenschaften ziehen konnte, war es uns gleich, denn er war schließlich unser Bruder in den Farben. Wir standen ihm loyal zur Seite.

Dass er rechtspopulistisches Gedankengut verbreitet hat, hat der Brothers MC intern immer angeprangert. Nichtsdestotrotz war er ein Bruder und einem Bruder wird Respekt gezollt.
Allein die Werte, an die wir glauben, ließen uns diese Schmach ertragen, die wir durch Tim in der Öffentlichkeit ausgesetzt wurden. Als Dank für unsere Treue hat uns Tim K. belogen und betrogen, wo er nur konnte.

Tim K. hat mit dem sogenanntem Ponzi-Schema versucht seine Brüder über den Tisch zuziehen, indem er ihnen sogenannte Geschäftsmodelle vorgestellt und sie zur Investition motiviert hat,
in denen er allein der Profitträger ist. Ich spreche hier explizit von den „seriösen“ S-Coins. Bis heute warten einige Brüder auf ihr Geld. Das ist zwar moralisch verwerflich und so etwas macht man nicht, aber auch das ist kein Grund ihn der Bruderschaft zu verweisen. Weil niemand zu etwas gezwungen wurde.

Jetzt kommen wir aber zu dem Teil, in dem Tim jeden seiner Brüder verraten und vorallem Dingen beklaut hat. Tim K., der sich auf dem Rücken der gesamten Nation bereichern wollte und die ganze Zeit in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Hierzu kommt, dass er diese Tat vertuschen wollte und einige Brüder untereinander ausgespielt hat. Um so einen internen Zerfall der Bruderschaft anzustreben und seine Gräuel, in dem Tumult untergehen zu lassen. Auf das sie unbemerkt blieben.

Außerdem können wir belegen, dass er Spendengelder unterschlagen und diese die Bedürftigen nie in dem Maße erreicht hat wie es von uns vorgesehen war. Nur durch Glück sind einigen Brüdern die Ungereimtheiten aufgefallen, die wir durch Tim K. perfides Spiel erleiden mussten. Dieses jedoch konnten wir aber noch im letzten Moment verhindern. Als das Kartenhaus langsam zu zerfallen begann bekamen wir Informationen aus sicheren Quellen, dass Tim K. nach wie vor für die Polizei als V-Mann agierte. Spätestens jetzt wussten wir, wer der Maulwurf war.

Als wir Tim K. mit all dem konfrontieren wollten, hat er sich in sein Clubhaus eingesperrt und die Polizei gerufen. Allein diese Haltung war ein komplettes Schuld Eingeständnis. Nicht nur, dass er jegliche Regeln der Bruderschaft gebrochen hat, sondern jede Regel, für die ein Rocker steht. Tim K. ist weder ein Rocker noch ein Bruder, er ist ein Dieb und ein feiger Heuchler. Auch uns wurden die Augen geöffnet, nach der Kirche ist man immer schlauer. Einmal Bulle immer Bulle.

Brothers MC World Wide

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Tacheles!

Das Tim K. vornehmlich persönliche Interessen verfolgt und den Rockerstatus als Geschäftsmodell für sich entdeckt hatte, war mir bereits nach kürzester Zeit klar. Jegliche Versuche, mit ihm in Kontakt zu treten, um ein kritisches Interview zu führen, liefen ins Leere. Stattdessen setzte er seinen Fokus auf medial wirksame Auftritte und Videos, vornehmlich in den Social Networks, und diesbezüglich muss man ihm leider attestieren, dass er das mit einer durchaus geschickten Strategie tat.

Die Menschen, die er damit erreichte und anfixte, waren in der Regel keine erfahrenen MC-Member oder Szenegänger, die seit langem ein reales Szene-Leben führen, nein, es waren i.d. R. Leute, die sich über das Netz einen Stallgeruch verpassen wollten, den sie im Real Life niemals erhalten hätten, jedenfalls nicht, ohne sich nachhaltig behaupten zu müssen. Die im Netz dargestellten Fotos zu MC-Partys und vermeintlichen Hilfs-Aktionen waren handverlesen, in der MC-Szene fand das Colour des Brothers MC an sich nicht statt. Man war auf sich selbst fokussiert, und das aus gutem Grund.

Für Tim K. lief das alles sehr erfolgreich. Seine PR fand großen Anklang, da sich die Menschen nach Zusammenhalt und klarer Kante sehnen, er dieses erkannte, und dem Affen einfach nur regelmäßig den Zucker zu fressen gab, den er braucht, um sich in seinem Verdruß ob der politischen Klasse und des Systems nicht mehr alleine zu fühlen. Daher bediente er permanent Mainstream-Themen, wohlwissend, dass er dafür in der echten Club-Szene eher Verachtung ernten würde. In dieser fand er ohnehin nicht statt. Warum auch, da war und ist für ihn nichts zu holen.

Der Brothers MC profitierte allerdings davon, undzwar nicht zu knapp. In Scharen lief man dem Colour hinterher, der Club wuchs. Patches und Mitgliedsbeiträge füllten die Kasse. Und hier war Tim K. sicherlich nicht der einzige, der sich dadurch recht ordentlich die Taschen voll gemacht hat. Mit der obigen Stellungnahme versucht man m. E. nun lediglich, irgendwie einen noch höhreren Schaden von dem MC abzuwenden. Alles, was ich da oben lese, lässt nur den Schluss zu, dass der Club nicht im Ansatz das Ziel verfolgt, eine echte Bruderschaft auf der Basis permanenter persönlicher Kontakte zu etablieren, sich in der Szene als traditioneller MC zu behaupten.

Es geht ausschließlich um das Image. Es funktionierte und der vermeintliche Erfolg machte einige wohl blind. Deshalb ließ man den Mann auch weiter gewähren, obwohl man wusste, dass dieser seine Brüder beschissen hat. Begründung? Sie waren ja freiwillig so blöd, ihm zu folgen. Das nennt man dann auch noch „Seriös“! Nicht nur diese Leute waren so blöd, anscheinend hat die gesamte Führungsebene sehenden Auges dabei zugeschaut, wie Tim K. alles und jeden verarscht, nur um sich ein schönes Leben zu ermöglichen. Sie werden sich etwas dabei gedacht haben. Ich kenne jedenfalls keinen Club, in dem nur ein Mann alleine die gesamte Truppe so zum Narren halten kann und dann nicht im Bad Standing unmittelbar rausgeworfen wird.

Und obwohl der Brothers MC uns mit seiner Stellungnahme das Futter bietet, sodass wir genüsslich darüber schwadronieren können, dass wir es ja schon immer gewusst haben, besteht der eigentliche Faupax darin, dass er sich überhaupt in dieser Form erklärt. Seit jeher wurde die Szene über den Aussschluss eines Mitgliedes kurz und knapp informiert, es wurde der jeweilige Status ( Good- oder Bad Standing ) benannt und vorsorglich die Distanzierung von zukünftigen Aussagen des Ex-Mannes erklärt. Mehr war und ist auch nicht notwendig, weil ohnehin peu a peu die Umstände des Rauswurfes durchsickern. Für die Clubs reicht es völlig aus zu wissen, dass der Mann raus ist.

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Da man aber seine Basis fast ausschließlich über das Netz erreicht, ist diese Option für den MC nicht anwendbar. Also geht man in erster Instanz den Weg über das Fratzenbuch, damit so viele wie möglich bei der Stange bleiben, zumal ohnehin mit einer unmittelbaren Reaktion von Tim K. zu rechnen war und die Lager sich spalten würden, da viele ihre Sympathie an ihm festmachen. Nun, wer sich verteidigt, klagt sich an. Zudem bietet der MC mit einer solchen Erklärung der Rennleitung eine Steilvorlage, um einen Anfangsverdacht zu begründen. Wundert euch nicht, wenn die schon mobil machen.

Macht den Laden einfach dicht, lasst es bleiben, denn ihr könnt es nicht. Es spielt nämlich überhaupt keine Rolle mehr, welche der beiden Lager die Wahrheit für sich reklamieren darf, die Nummer ist voll im Arsch und das Colour nachhaltig der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich fürchte jedoch, dass wir uns das weiter geben müssen, denn dort, wo der König stürzt, will garantiert ein anderer seinen Thron einnehmen oder der König macht an anderer Stelle einfach weiter und lockt dieselben Verblendeten an, die dann wieder fleißig in die Kasse einzahlen und seine Bücher kaufen.

Apropos Bücher. Bald ist doch Xmas. Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entscheiden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autorühlings.