Biker & Business: About Ralf Dufner….

…. and d.vision jewelry!

Titan ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ti und der Ordnungszahl 22. Es gehört zu den Übergangsmetallen. Leicht, fest, dehnbar, weiß-metallisch glänzend und korrosionsbeständig ist es besonders für Anwendungen geeignet, bei denen es auf hohe Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und geringes Gewicht ankommt.

Ja o. k, ich höre ja schon mit der Klugscheißerei auf. Kommen wir daher mal direkt zu den angenehmen Dingen des Lebens. Zum Beispiel Schmuck, undzwar aus Titan, entdeckt bei d.vision jewelry aus dem schwarzen Wald. Cheffe Ralf Dufner stand mit seinem Stand dieses Jahr auf der Mainstreet des Motorcycle Jamboree und war dort sehr zufrieden. Die Borns sind ihm nicht fremd, aber in meinen Fokus kam er über das Fratzenbuch. Da sich in letzter Zeit ausschließlich 1%er in dieser Rubrik vorgestellt haben, kam mir Ralf wie gerufen, um sich als Freebiker vorzustellen. Und seinen Titanschmuck für Männer und Frauen beackern wir denn auch mal gleich mit.

Auf dem Motorcycle Jamboree 2017 war d.vision jewelry erstmalig präsent. Betreiber Ralf Dufner war von dem Flair begeistert und möchte unbedingt wiederkommen. Gebongt!

About Ralf Dufner!

Erzähl mal, wie kam es zur Betriebsgründung von d.vision jewelry?

Nachdem ich im Rahmen meiner vorherigen Tätigkeit so viele Teile für mein eigenes Bike gebaut habe, kamen natürlich immer auch mal wieder Spezialaufträge von Freunden und Bekannten für Ihre Mopedverschönerungen. Im Jahr 1998 gründete ich eine Firma, welche hauptsächlich Spezialbauteile für Werkzeugbau, Medizintechnik, Automobile und Formenbau anfertigte. In der Hochzeit arbeiteten 10 Mann in dieser Firma und es war auch fast ausschließlich sehr stressig.

Der Club musste weichen und ans Biken war kaum mehr zu denken. Doch geschäftlich ging es aufwärts, bis es dann im Jahr 2009 als Folge der großen Wirtschaftskrise zum Ende kam. Auf einen Schlag war keine Arbeit mehr da. Die Lücken gaben mir dann die Zeit, mich wieder auf die Herstellung und Entwicklung von Motorradteilen zu konzentrieren. Aber erst im Januar 2012 wurde dann die Firma D.Vision Customparts UG gegründet. Produktion und Vertrieb von Zubehörteilen für Harley Davidson.

Auch auf der Tattoo Expo in Tiengen an der Schweizer Grenze war d.vision jewelry dabei!

Mein Aushängeschild war ein Gabelkomplettsystem mit brachialer und nie da gewesener 3D-Optik. Diese Gabel ziert auch heute noch mein Bike und bringt mich sicher wie an einer Schnur auch mal nach Spanien, wenn es sein muss. Auch andere Bauteile, hauptsächlich im 3D-Bereich wurden angeboten. Der Absatz dieser Teile stellte sich aber trotz vieler Fans als nicht einfach heraus. Der Preis für eine solche umfangreiche Bearbeitung ist einfach vielen zu hoch. Wie auch das Design zugegebenermaßen nur an ganz spezielle Mopeds passt. Scherereien mit TÜV etc. machten das Ganze dann auch nicht spaßiger.

Diese Produktschiene wurde somit abgelöst und eingestellt oder die Rechte an einzelnen Bauteilen an größere und schon erfolgreichere Customizer vergeben. Einzig unser seitlicher Kennzeichenhalter ist noch im Programm und erfreut sich immer noch einer eher anwachsenden Kundschaft. Höre ich doch immer wieder, dass dies ein tolles Qualitätsteil zum vernünftigen Preis ist. Im Jahre 2013 sollte sich ein Ereignis zutragen, welches dann auch zu diesem Produktwechsel führte und nun auch endlich Anlass für diese Vorstellung ist. Denn ich wollte mir einfach mal mit einer eigenen Idee ein Schmuckstück kreieren.

Dieser Kennzeichenhalter war ein Top Seller in Ralfs vorherigem Unternehmen! Einige Produktschienen sind zwar veräußert, aber der Halter wird noch immer von ihm angeboten!

Wie kamst du dann auf Männerschmuck?

Männerschmuck gibt es nicht viel Qualitatives und ich fand auch nichts Ansprechendes. Ein Quader, Zylinder oder sonst irgendeine Form waren mir einfach zu banal und ich konnte somit auch keinen Bezug aufbauen. Und schon hatte ich diese Vision. Ich bräuchte einen Schmuck, welcher eine gewisse Aussagekraft ausstrahlt, mit der ich mich auch über einen längeren Zeitraum identifizieren könnte und somit eine Message nach außen vermittelt.

Somit kreierte ich mein erstes Schmuckstück nur für mich. Der Faustkeil. Ein Amulett in Anlehnung an den prähistorischen Faustkeil unserer Urahnen. Erstes Werkzeug, erste Waffe und eines der ersten Puzzlestücke in der Entwicklung des Menschen. Findet man heute so ein Teil, funktioniert es heute noch genau wie damals. Ein unbeugsamer Wille, Beständigkeit, Loyalität, sowie einen festen und sicheren Charakter all das sind Eigenschaftenn welche dieses Amulett zum Ausdruck bringt. Seine schroffen Kanten und absichtlichen Frässpuren, welche der Struktur des handgehauenen Steines gleichkommen, signalisieren aber gleichermaßen eine wilde Renitenz und werden so zum starken und markanten Eyecatcher. Na, wenn das keine Attribute sein sollen, welche sich nicht jeder Mann gerne auf seine Haut zuschreiben ließe.

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Warum der Rohstoff Titan?

Das Material Titan passt zu dieser ganzen Thematik wie die Faust aufs Auge. Ist es doch mysteriös in seiner ganzen Beschaffenheit. Es ist sehr hart und kratzerresistent. Und doch federleicht und somit trotz der eher wuchtigen Amulettgröße sehr wohlfühlend und anschmiegsam zu tragen. Es ist nicht nur antiallergen, sondern auch antikorrosiv. Das heißt genauer, dass es auch gegen schwache Säuren gar resistent ist. Dies sind wohl alles Gründe, warum der Entdecker dieses Materials diesem Element auch den Namen Titan gegeben hat.

Von dem uralten und mächtigem Göttergeschlecht aus der legendären goldenen Ära der griechischen Mythologie, den Titanen. Titan ist zwar ein reines Element, kommt aber in der Natur nicht in reiner Form vor und obliegt einer aufwendigen und somit auch kostspieligen Prozedur der Gewinnung. Ebenso schwierig gestaltet sich die Verarbeitung dieses Materials.

Seit 2013 beschäftigt sich Ralf mit dem Rohstoff Titan.

Hast Du eine Philosophie?

Ja, markanter Schmuck mit Aussagekraft in einer hohen Qualität in deutschem Standard und in Deutschland auch zu fertigen. Somit muss man sicher bei uns auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen als bei Wettbewerber, welche fast ausschließlich in Südostasien fertigen lassen. Doch wie schon beschrieben ist das den teuren Rohstoffpreisen sowie der schwierigen Fertigung geschuldet. Dafür bekommt man aber auch einen absoluten Eyecatcher mit hohem Wiedererkennungswert um sich wirklich zu „schmücken“, den man dann auch noch weitervererben kann. Nicht umsonst gebe ich auf das Material der Amulette eine lebenslange Garantie.

Was gibt es über dich als Biker zu sagen?

Im Privatleben habe ich mir im Jahr 1991 meine erste Shovel geholt, nachdem ich zuvor noch mit einer Yamaha unterwegs gewesen bin. Und wie auch der Japaner schon einen höheren Lenker und zusätzliche Erhöhungen hatte, so musste das natürlich an der Harley genauso sein. Also wurde viel umgebaut und einen 50er Ape kam auch zum Einsatz.

Diese Shovel bescherte mir auch dann meine Sternstunde in meiner Tourkarriere. Denn mit 5 Freunden allesamt auf Harleys tourten wir in unserem Sommerurlaub 1994 nach Griechenland bis auf eine Insel. Diesen vierwöchigen Urlaub so erleben zu dürfen, schätze ich bis heute noch als Privileg und eines meiner schönsten Erinnerungen überhaupt. Im Jahre 2000 baute ich dann mein Moped, welches ich auch heute noch fahre.

Ralf auf seinem Dragster mit SCS Spezialrahmen und 230er-Schlappen.

Einen Dragster mit SCS Spezialrahmen und mit dem 230er-Schlappen den fettesten Ballonreifen, den es damals zu kaufen gab. An diesem Moped kamen fast ausschließlich nur eigens gefertigte Teile dran. Was ich nicht fräsen konnte, machte ein damaliger Clubkollege, welcher nicht nur im Blechbereich ein Zauberhändchen hatte. Somit wurden also nicht nur alle Blechteile, sondern auch Tank, Gabel, und eigentlich alle Kleinteile komplett selber gemacht. Durch diese Individualisierung ist dieses Bike auch unter meinem Namen eingetragen. Meine schönste Tour mit diesem Bike war ein Urlaub mit einem sehr guten Freund in Spanien.

Zurück zum Titanschmuck. Wie seiht es mit individuellen Lösungen aus?

Um den Bezug zum Träger enger zu gestalten gibt es eine gute Möglichkeit der Personifizierung. Auf das kleine ebene Plateau des Faustkeils lassen sich außerdem hervorragend Lasergravuren anbringen. Bis jetzt haben es schon einige Ideen hierzu zur Kleinserienreife geschafft. Genauso gut eignet es sich aber auch zum anbringen eigener Ideen. Angefangen vom markanten Einzelbuchstaben über Initialen, Credo bis hin zum eigenen Logo oder Vereinsemblem. Vieles Ist umsetzbar. Mit unserem eigenen Laser sind wir in der Lage sehr feine und sogar leicht farbige Gravuren haltbar einzubrennen, was wir mit alten und historischen Wappen eindrucksvoll beweisen können.

Individualisierungen sind möglich!

Wer noch ein wenig mehr an Kontrast und auch Farbe wünscht, wählt unsere Individualisierung mittels Keramikeinlage. Hierbei wird die Form ca. 0,4 mm tief ein gelasert und mittels einem keramischen Verbundwerkstoff ganz fein und flüssig mit der Spritze manuell eingelegt und anschließend unter UV-Licht ausgehärtet wird. Hierbei handelt es sich um eine Technik aus der Dentalmedizin, welche die Techniker und Zahnärzte beim Anbringen von Keramikfüllungen etc. anwenden. Jeder Zahn hat eine andere Farbe und somit gibt es diese Keramik in allen Farben und ist auch noch mischbar. Zudem sehr verschleißfest, weil man ja darauf auch beißen können muss. Und weil im Mund einsetzbar auch biologisch körperverträglich. Also absolut stimmig mit dem Trägermaterial Titan.

Wo trifft man dich mit deinem Stand in der Szene an?

Auf Festen alteingesessener MC,s, hauptsächlich in der Region bin ich somit auch öfters gesehen. Meine neue Tätigkeit als Schmuckhersteller eröffnet mir aber auch neue Horizonte. So war ich doch 2017 zum ersten Mal auf dem Jamboree in Berlin und war auch gleich überwältigt. Ich sage es mal so. Trotz höchst professioneller Durchführung und gigantischem Rahmenprogramm ein Fest, welches den wilden Touch der alten Scene nicht verloren hat. Also hoffe ich schwer, noch mehrmals dabei sein zu können. (Ende Interview)

Aus der Heimatkollektion Schwabenland.

Ralf hatte mir sehr ausführliche Infos über sich und seinen Titanschmuck zukommen lassen. Ich musste da reichlich kürzen, aber es zeigte mir klar auf, dass er dieses Business keineswegs nur als Geldquelle ansieht, sondern das sich d.vision jewelry zu einer wahren Passion entwickelt hat, die vermutlich schon vorher in ihm schlummerte. Jedenfalls nahm er seine Vorstellung äußerst ernst.

Komisch, in den Social Medias monieren viele den Verlust an Werten und das sich keiner mehr für den Lifestyle als Biker ernsthaft interessiert. Ich erlebe das nicht. Vielleicht bekomme ich ja noch raus, warum das so ist. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur das Glück, bisher mit den richtigen Leuten gesprochen zu haben.

Ralf ist ein Feebiker mit einer Affinität zur Clubszene.

Einstweilen bin ich jedenfalls froh, dass es für diese Rubrik immer mehr Szenengänger gibt, die etwas zu erzählen haben. Und ob einer ein Poser ist oder nicht, merkt man bei diesen Aktionen sehr schnell. Die kriegen nämlich nichts Gescheites aufs Papier. Danke an Ralf, dass er mitgemacht hat. Ach so, über das Jamboree 2018 können wir gerne reden! Grins……

Ralf würde sich über Einladungen zu Eurem Event durchaus freuen. Sprecht ihn einfach an, ihr seht ja dann, ob es eine Schnittmenge gibt.  im Wer sich für den Schmuck interessiert, darf bitte hier einsteigen: www.d-vision-jewelry.com/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.