White Buffalo: Aus und vorbei?

Bäumt sich der Büffel noch einmal auf?

Alter Falter, was in den letzten Wochen teilweise auf der Facebok-Seite des White Buffalo in Ganderkesee/Hengsterholz abging, war ja echt nicht mehr feierlich. Der Skepsis über die weitere Zukunft des bisherigen Pächters Remo Waldt, folgten erhebliche Irritationen hinsichtlich der mehrfach verschobenen angekündigten Relounge, bis hin zu verbalen Entgleisungen der Kommentatoren.

In dieser Zeit machte das Kommunikationsteam der Firma Getränke Nordmann keine so ganz glückliche Figur. Anstatt Tacheles zu reden, verstrickte man sich in einer Art Hinhalte-Taktik ohne echte Hinweise auf konkrete Fakten. Schließlich wusste kein Gast mehr, wer denn überhaupt die Infos heraus gibt. Remo Waldt fand nicht mehr statt.

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Status Quo!

Ich habe mich am vorletzten Samstag mit Nordmann-Geschäftsführer Roland Damme sowie den beiden Mitarbeiterinnen Tanja und Kathrin unterhalten. Fakt ist, das White Buffalo wird in der Zukunft von Getränke Nordmann, Eigentümer der Immobilie, selbst betrieben. Es gibt klare strategische Ziele, zu denen ich Roland Damme zu etwas späterer Zeit konkreter befragen werde. Derzeit reicht mir die Substanz noch nicht aus, um hier zu einem Rundumschlag bezüglich der geplanten Mottos und Events auszuholen.

Das White Buffalo hat Vertrauen verloren. Bereits beim Vorgänger Texas River Ranch lief es keinesfalls rund. Seltsamerweise war es nicht das Speisenangebot, dass zur Trennung von Remo Waldt führte. Wenn man sich die Rezessioen anschaut erscheint das insgesamt sehr solide, was die Küche den gästen servierte. Es war schlussendlich ein Mix aus mangelnder Kommunikation und verlorem gegangen Vertrauen zwischen Eigentümer und Pächter.. An einem Strang wurde jedenfalls nicht mehr gezogen.

Im Januar soll es spätestens losgehen. Getränke Nordmann arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung!

Im Januar soll es spätestens losgehen. Getränke Nordmann arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung!

Nordmann zog daher die Reißleine, trennte sich von Remo Waldt, um für Dezember einen neuen Pächter anzukündigen. Am Ende obsiegte jedoch der Gedanke, dass man die Gastronomie in eigener Verantwortung betreiben wird. Im Januar soll es los gehen. Draußen wird bereits gebuddelt. Geplant ist ein großer Biergarten. Scheune und Anbau am hinteren Parkplatz werden in den Event- und Logistik-Sektor integriert.

Das Lokal bedarf an sich keiner Renovierung, das steht sauber da. Allerdings möchte man den vorderen Kneipen-Bereich aktivieren. Dieser war von Remo Waldt in der Vergangeheit nicht genutzt worden. Dazu bedarf es jedoch eines ausgeklügelten Konzeptes, denn ohne Laufkundschaft wird das ohne nichts. Zudem stellt sich dann die Frage, wofür das White Buffalo steht: Restaurant oder Kneipe?

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Die Biker!

Das White Buffalo liegt strategisch günstig an der B 213, einer ausgewiesenen Motorrad-Strecke, das Thema American Food kommt bei dieser Zielgruppe ohnehin gut an. Kein Wunder also, dass die Biker sich oft und reglmäßig dort blicken ließen. Ganze Gruppen kehrte regelmäßig ein, so Mitarbeiterin Tanja.

Die 15th Anninversary-Party des Born to be Wild MC Bremen am und im White Buffalo im letzten Mai erzeugte eine zusätzliche Aufmerksamkeit. Das Ding lief sauber und rund über die Bühne. Das gefiel auch Getränke Nordmann. Insofern möchte man sich stärker auf die Zweirad-Treiber einlassen. An diesem Punkt habe ich Roland Damme meine Ideen präsentiert. Vorschläge, die auch Remo Waldt bereits bekannt waren. Nur leider gab es darauf nie ein echtes Feedback.

Daher warte ich erst einmal ab, was aus dem Hause Nordmann Getränke an konkretem Feedback erfolgt. In jedem Fall braucht das White Buffalo jetzt einen handfesten Plan und eine zeitnahe Umsetzung. Mit Gerede und Absichten holt man sich die Gäste nicht zurück. Das gesamte Areal hat Potential, aber nur dann, wenn sich für den Gast der Ausflug lohnt. Ob ich dabei eine Rolle einnehme, wird man ja sehen. Ich bleibe dran.

Kontakt: www.facebook.com/whitebuffalo.ganderkesee/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.