Wild Rock Project: Die Release-Party ist gelaufen!

Mehr geht immer, weniger aber auch!

Das Wild Rock Project hat abgeliefert. Und so ganz einfach ist es gar nicht, ein möglichst objektives Fazit über den Verlauf der eigenen Release-Party am letzten Samstag zu ziehen. Immerhin ist man selber involviert und muss versuchen, die verschiedenen Aspekte sachlich abzuarbeiten. Gehen wir es trotzdem an und arbeiten die Punkte peu a peu ab. Ob ich dabei den Nerv realistisch getroffen habe, kann jeder der Besucher gerne kommentieren.

Das Wild rock Project live on Stage im Schützenhof Ganderkesee!

Das Wild Rock Project live on Stage im Schützenhof Ganderkesee!

Der Vorlauf!

Wenn man kein üppiges Marketing-Budget zur Verfügung hat, muss man eben das Fratzenbuch quälen. Das haben wir konsequent getan. Zudem wurden Flyer am Point of Sale für Biker ausgelegt. Zusagen auf Facebook sind zwar selten wirklich zutreffend, aber insgesamt sah das so schlecht nicht aus, zumal es etliche direkte Vorkontakte gab. Wir waren daher erwartungsfroh. Die 200er-Marke wurde aber leider nicht geknackt.

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Die Resonanz!

Mehr geht immer, weniger aber auch. Gezählt hat das keiner, aber ich schätze, dass wir im Durchlauf um die 150 Besucher begrüßen konnten. Das entsprach meiner Erwartung, denn letztlich fanden am letzten Samstag auch einige Biker-Partys in der Region statt, darunter das 35th Anninversary von Luzifer’s Motorradkult. Sehr geil ist es natürlich, wenn sich Leute aus Berlin, Hamburg oder Hessen extra für diese Nummer auf den Weg gemacht haben. Das kommt schon echt gut, ging ins Herz.

Der Sound!

Die Schützenhalle ist für derlei Partys als eher suboptimal zu bezeichnen. Es kommt ganz stark auf die Ausrichtung der Band und deren Genre an. Und da hatten Rockenbolle aus Hamburg mit ihrem ultra schnellen Punkrock einen echt schweren Stand. Auf der Bühne sehr agil und rotzig mit starker Präsenz agierend, konnte man den Gesang von Sänger und Basser Olli oftmals kaum verstehen. Das nervte etliche Besucher und muss defintiv als Manko angemerkt werden.

Für das Wild Rock Project war es nachfolgend dann jedoch eher ein Vorteil, da wir etliche Beats langsamer agieren und laut der Zuhörer der Gesang absolut klar und durchgehend sauber rüber kam. Trotzdem, die Schützenhalle ist schwiertig zu beschallen. Als VA-Technker musste da schon beinahe magische Hände haben, um das durchgehend auspegeln zu können. Kein Geschenk!

Die Besucher!

Da war alles vertreten; Kuttenträger, Freebiker und zivile Gäste aus der Region. Letztere hatte ich aber in deutlich höherer Anzahl erwartet, zumal die Vorinfos von Veranstalter Markus vom Schützenhof dieses erwarten ließen. Tja, waren wohl doch reichlich Schnacker dabei. Zwei Bands bei freiem Eintritt sollten an sich Lockmittel genug sein, doch Ganderkesee selber zeigte kein dominantes Gesicht. Ob die Zielgruppe Biker und Rocker da eher abgeschreckt hat, mag ich bezweifeln, da im Schützenhof  schon mehrere Rocknächte, allerdings mit jeweils 5 Bands, ordentlich gezogen haben.
Impressionen ab 20 Uhr!

Das Ambiente!

Das wir einige Leute aus der Szene eingeladen hatten, sich auf der Release mit einem Stand zu präsentieren hat sich als absolut richtig erwiesen. Optisch sehr stark kam der Stand von Area 37 aus Rodenkirchen rüber. Das hatte Gesicht. Bodensatz, die Merch-Stände sowie Tattoo & Piercing Hautnah sorgten dafür, dass die nackte Wand gegenüber dem Eingang gut verdeckt wurde. In diesem Bereich ging es mir eindeutig um PR, einfach nur mal Gesicht zeigen. Denn während eines laufenden Gigs kannste jegliche Beratung vergessen. Das war vorher klar und daher wurde kein Standgeld erhoben.

Fazit!

Wenn ich nur unseren Gig als solches bewerte, können wir absolut zufrieden sein. Die Reaktionen sind bisher insgesamt sehr positiv. Am Merch-Stand ging schließlich nach dem Konzert dann auch einiges im Verkauf. Doch bei einer Release-Party hängt die Messlatte eben doch ein wenig höher. So gesehen war da sicherlich Luft nach oben. Das werten wir aus und betreiben das Feintuning.

Der Schützenhof will sich weiter der Zielgruppe annehmen. So findet am 15. April zum Beispiel eine kleine Season-Open-Biker-Tour mit anschließendem Grillen statt. Ich werde dabei sein und habe mir bereits eine relaxte Strecke ausgedacht. Für den Juni ist laut Markus eine weitere Rocknacht geplant. Zwei Bands hat er bereits im Visier.

Das Wild Rock Project!

Da der Schüzenhof über ein großes Areal verfügt, sollte mal darüber nachgedacht werden, ob man die Nummer nicht Open Air laufen lässt. Das hätte durchaus Charme. Parkplätze und Freiflächen sind reichlich vorhanden. Wie das Umfeld darauf reagiert kann ich nicht beurteilen, muss gecheckt werden. Fakt ist, wenn man es richtig macht und nicht einfach nur aus der Hüfte einen raushaut, kann man damit echt Punkte machen. Ich beobachte das weiter.

Nun sind wir gespannt auf den angekündigten Bericht in der Bikers News. Dessen Vertreter Wolfgang Stach war live vor Ort und ich hoffe, dass er genügend Inspiration für seinen Artikel mitgenomen hat. Das Wild Rock Project bedankt sich herzlich bei allen Besuchern und Unterstützern sowie dem Schützenhof für die Zusammenarbeit. Ach ja, die Berliner Luft kommt gut. Ich sage nur „Leckeres Zeug!“

Kontakt: www.facebook.com/wildrockproject/?fref=ts

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entscheiden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autorühlings.