Die Einladung von Fähnrich, prägendes Gesicht der Demo Freedom is our Religion, habe ich nach kurzer Bedenkzeit angenommen und so werde ich am 09. September erneut vor dem Brandenburger Tor eine Rede halten. Erwartet von mir aber keine flammende Ansprache über die Freiheit, gespickt mit Zitaten berühmter Philosophen. Das können andere besser.
Durch meine Arbeit für das Onlinemagzin habe ich in etlichen Gesprächen wie aber auch in Formaten wie der Norddeutschen Präsidentenversammlung festgestellt, dass viele Szenegänger das Insignienverbot zwar ablehnen, aber inhaltlich kaum informiert sind. Viele kratzen nur an der Oberfläche.
Da Freedom is our Religion eine Gegenreaktion auf das Insignienverbot aus 2017 ist, möchte ich zurück zu dessen Wurzeln und daran erinnern, wie seinerzeit die Einschränkung der Vereinsfreiheit in m. E. völlig unzureichender Form begründet wurde. Insofern wird meine Rede einen eher aufklärenden Charakter haben.
Da ich selbst nicht von dem Insignienverbot betroffen bin, dürfte mein Standpunkt diesbezüglich eventuell für den einen oder anderen interessant sein, denn auch ich durchlief eine Phase, in der ich zunächst einen reinweg emotionalen Blick auf das Thema hatte und eine gewisse Zeit brauchte, um die verschiedenen Aspekte miteinander abzuwägen. Letztlich habe ich eine klare Haltung für mich gefunden.
Diese Demo wird zwar keinen Einfluss auf poltische Kräfte ausüben, aufgrund der allgemeinen Passivität in der Szene ist es aber ein wichtiges Format, um klare Signale zu setzen und alternative Standpunkte darzulegen. Ich hoffe, dass die Demo am 09. September gut besucht wird und wünsche allen eine sichere An- und Abreise.

