Die Magazin-Südtour ist beendet, der Alltag hat mich wieder. Für eine Bilanz ist es natürlich noch viel zu früh, aber ein erstes Fazit ist möglich. In jedem Fall kann ich schon jetzt feststellen, dass die gesamte Aktion aus meiner Sicht absolut erfolgreich verlief.
Ich hatte die Tour im wesentlichen an zwei Erwartungen geknüpft: 1. Ich wollte die Szene im Süden näher kennen lernen und Kilometer machen. 2. Ich wollte den Bekanntheitsgrad des Magazins erhöhen.
Das Fazit!
3700 KM in 10 Tagen ist natürlich keine Hausnummer, mit der man jetzt angeben kann. Aber es ist eben auch kein normaler Ritt. Fakt ist, ich bin täglich Karre gefahren, oftmals alleine, ich habe eine wunderschöne Landschaft entdeckt, die ich so auf der Autobahn nie kennen gelernt hätte, und ich habe sogar aufgrund des sehr guten Wetters im Süden ein wenig Urlaubsfeeling verspürt.

Auf der Hintour verreckte das Schaltgestänge. Sonst verlief alles glatt. Keine weiteren Probleme! Nicht meine, aber coole Lösung. Na, was ist das für ein Teil?
Bei meinen beiden Gastgebern Chris1%er sowie Klaus 1%er habe ich mich sauwohl gefühlt. Alles völlig unkompliziert und unaufdringlich, eben auf Rocker-Art. Und ich bin mit beiden zusammen Karre gefahren, Rad an Rad, Seite an Seite. Es sind halt diese an sich normalen Klamotten, die aber halt in unserer Szene zu selten vorkommen, und wieder mehr in den Fokus gelangen müssen. Das Rockerleben kann extram geil sein, wenn man sich nicht permantent durch die Ressentiments vereinnahmen lässt.
Zwichenmenschlich war das schon echt geil. Ich liebe meine Bande, aber ich bin vom Typ halt so gestrickt, dass ich mich gerne auf neue Leute einlasse. Das erweitert mein Spektrum, gibt einem Impulse, die Dinge auch mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. Es ist doch nur geil, wenn man in der gesamten Republik Leute kennen lernt, die zwar unter anderen Farben laufen, aber aus derselben Ecke stinken wie man selber. So entstehen Freundschaften.
- Nach drei Tagen Regen, endlich trocken!
- Der Black Forrest!
- Ankunft zum 40th Anninversary der Borns.
Mutmaßung!
„Der Süden ist anders!“. Das hört man oft. Meistens von Leuten, die den Süden nicht wirklich kennen. Ich denke im wesentlichen basiert dieser Eindruck auf dem Umstand, dass es im Süden weniger knallt, als in anderen Regionen. Jedenfalls aus medialer Sicht. Machen wir uns nichts vor. Die Clubs haben dort die gleichen Probleme, wie alle anderen auch. Aber, und da bin ich mir relativ sicher, sie reden mehr miteinander.
Alte Seilschaften werden stärker und direkter gepflegt. Die kennen sich einfach besser. Während im Nordern viele Rocker nicht über die eigene Clubgrenze hinaus denken, erst dann ein Gespräch suchen, wenn das Kind quasi schon in den Brunnen gefallen ist, scheint man im Süden eine Gesprächskultur entwickelt zu haben, die es viel früher möglich macht, bereits aufkeimende Probleme untereinander frühzeitig zu lösen. Das gelingt sicherlich nicht immer, aber die Quote macht den Unterschied.
- House of Flames Zabel!
- Der Chiemsee!
- Wasserburg/Inn
Dazu passte die Aussage eines Bandidos-Members auf dem 50th Anniversary des Iron Horses MC International, der mir auf meinen Hinweis, das ein derartiges Aufkommen von Membern der Big Four im Norden gelinde gesagt für reichlich Wirbel und Spannung sorgen würde, nur entgegnete:„Hier nicht. Wir kennen uns ja alle!“
Ich bin nicht naiv. Unter anderen Umständen als auf diesem großen Anniversary wäre das evtl. so nicht oder anders gelaufen. Aber die Aussage passt nun einmal in das Bild, welches ich vor Ort gewonnen habe. Diese Wir-sind-die-Geilsten-Menthalität habe ich jedoch dort nicht so massiv festgestellt.
- Der Tegernsee!
- Entlang der Tour!
- Mega Panorama!
Business-Faktoren!
Die MC’s haben meine Besuche angenommen. Das mache ich u.a. daran fest, dass jeglicher Bedarf meinerseits direkt am nächsten Tag erfüllt wurde. Das gilt für alle Clubs. Ob Fotos, Videos oder ein Statement, das ging ratzfatz. Wenn das man immer so wäre. Alle haben die zugesagten Korrekturen erhalten, großartige Änderungswünsche gab es nicht. Top! Nur Herzl verzichtete darauf und sagte.“ I hob Vertrauen in deine Schreibe!“. Wow!
Ob sich nun der Bekanntheitsgrad des Magazins deutlich erweitert hat, kann ich erst in einigen Wochen beurteilen, wenn ich auf Google Analytics mir die aktuellen Zugriffszahlen in den Bundesländern, speziell im Süden, reinziehe und mit dem Ausgangswert vergleiche. Schon jezt ist aber klar, dass diese nicht explodieren werden. Doch vielleicht konnten wir andere Clubs soweit sensibilisieren, dass sie mir ihre Partyflyer zusenden oder pro aktiv den Kontakt für eine Berichterstattung aufnehmen. Das wäre natürlich am geilsten.
Das gilt natürlich auch für das Biker-Business. Es ist schon sehr merkwürdig. Wenn ich mich bei denen für ein Firmenprofil melde, haben sie fast alle Interesse. Klar, Redaktionen kosten ja auch kein Geld und haben einen Empfehlungs-Effekt, aber selber kommen die meisten nicht aus dem Quark und gehen mal in die Offensive.
Dieses Magazin lebt von dem, was die Szene an Futter hergibt. Bad News aus dem Mainstream finden an sich nicht statt, es sind die positiven Aspekte, die wir herausarbeiten wollen. Sendet mir einfach eine Mail mit eurem Anliegen. Reden kann man über alles. Und Werbeaufträge werden mittlerweile auch nicht mehr mit der Waffe erzwungen! Grins….
Schlusswort!
Ich bedanke mich respektvoll bei dem: Iron Horses MC München, dem Wheels of Steel MC Bavaria, dem Road Eagle MC Munich, dem Crazy Devils MC Weilheim, dem Sons of Silence MC Freising, dem Iron Horses MC International für die große Gastfreundschaft und bei www.chopper-brillen.de für die Präsentation und Untersützung der Magazin-Südtour.. Cu on the Road.
Besonderer Dank an meine beiden Gastgeber. Das ging genau dahin, wo es hingehört. Ins Herz! Wir sehen uns wieder. Garantiert.
Wild Greetz Obelix 1%er










