Erik Peters – Ein Mann, der seine Träume lebt

Wie alles begann…

Erik Peters sagt von sich: „Ich habe zwei Leidenschaften: Motorradfahren und Reisen.“ Es war allerdings ein weiter Weg, bis er seine Leidenschaften zum Beruf machte. Der gelernte Schlosser absolvierte nach seiner handwerklichen Ausbildung ein Studium der Informations- und Kommunikationswissenschaften. Das Reisen in unbekannte Länder konnte Peters als Student in sein Leben integrieren, indem er Auslandsaufenthalte in sein Studium einbaute. Die zweite seiner Leidenschaften – das Motorradfahren – thematisierte er in seiner Diplomarbeit. Doch nach dem Studium arbeitete der heute 42jährige vorerst im Marketing, seine Motorrad- und Reisepassion blieb vorerst reine Freizeitbeschäftigung. Als aber sein Chef ihm verkündete, dass er nicht mehr als zwei Wochen Urlaub am Stück nehmen könne, hatte Erik Peters „die Schnauze voll“.

Altaigebirge in der Mongolei

Altaigebirge in der Mongolei

Peters geht es bei seinen Reisen darum das Land und seine Leute kennenzulernen und Abenteuer zu erleben, was innerhalb von zwei Wochen kaum machbar ist…
Kurzerhand hängt er seinen Marketing-Job an den Nagel und beginnt seine Träume zu leben, indem er eine Rundreise von Köln nach Shanghai in Angriff nimmt. Zu dem Zeitpunkt, als er sich auf der Durchreise in Südamerika befindet, „gefangen“ in einem Bus, kommt ihm der Gedanke seine beiden Leidenschaften zu verbinden. Er erlebte diesen Moment im Jahre 2006 als Initialzündung und beschreibt ihn folgendermaßen:

„Schon seit Stunden sitze ich in diesem verdammten Bus. In der Abgas geschwängerten Luft, die mich umgibt, hängt zusätzlich ein penetranter Geruch von getrocknetem Schweiß. Die Klimaanlage ist so hoch gedreht, dass ich fröstelnd den Fleecepulli überziehen musste. Mein Nachbar, dem die Fahrt nichts auszumachen scheint, nickt alle paar Minuten ein, wobei sein Kopf in regelmäßigen Abständen auf meine Schulter sackt. So sitze ich nun auf diesem unbequemen, durchgesessenen Kunstledersitz und beobachte, wie draußen die Welt an mir vorbeirast. (…) Es ist eine Qual, vorwärtszukommen, und ich fühle mich in dieser unerträglichen Enge um jede einzelne Stunde meiner Reise betrogen. Wie in Trance habe ich den Blick stur auf die lang gezogene Gerade vor uns gerichtet, als plötzlich wie aus dem Nichts zwei schwer bepackte Motorräder den Bus überholen. (…) Der Anblick ist für mich der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Noch nie zuvor, so stelle ich fest, habe ich jemanden so sehr beneidet wie diese beiden Kradfahrer, in genau diesem Augenblick. Was den Neid noch verstärkt – sie kommen aus Deutschland. Aus Köln. Genau wie ich. (…) Ich stelle mir vor, wie es wohl sein würde, nicht in dieser alten Rostlaube gefangen zu sein, sondern überall an dieser traumhaften Küstenstraße anhalten zu können.“

Noch an jenem Tag leistet sich Peters selbst einen Schwur: „die nächste große Reise wird mit dem Motorrad sein…“

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Reisen mit dem Mopped wird zur Berufung

Und er bleibt sich treu: Seine nächste große Tour „Oman – Island“ bestreitet Peters auf dem Rücken seiner Maschine. Seine Erlebnisse „Mit dem Motorrad aus 1001 Nacht zur Mitternachtssonne“ verarbeitet er in dem gleichnamigen Buch, das 2011 erscheint. Wie auch das erste Buch über die Reise „Cologne – Shanghai“ ist auch das zweite Werk erfolgreich und wird gut angenommen.
Die Motivation seine Abenteuer festzuhalten und anschließend zu präsentieren nimmt mit dem positiven Feedback seiner Leser zu, daraufhin entwickelt der Reisejournalist die Idee seine Touren zu filmen und auf DVD zu veröffentlichen. Und so entstehen die beiden DVDs mit dem Titel „Abenteuer Nordamerika“.

Erik Peters auf dem legendären Dalton Highway (nördlichste Straßenverbindung Alaskas)

Erik Peters auf dem legendären Dalton Highway (nördlichste Straßenverbindung Alaskas)

„Das “Abenteuer Nordamerika” hat mich 2011 und 2012 insgesamt kanpp 9 Monate und auf 52.000 Kilometern duch diesen wundervollen Teil dieses Doppelkontinentes geführt. Ich habe an den Karibikstränden Mexikos geschwitzt, am Polarmeer in Alaska gefroren, habe viele neue Freundschaften geschlossen, bin durch atemberaubend schöne Landschaften gefahren und habe jede Menge Abenteuer erlebt“, fasst Peters zusammen.

Erik Peters hat es geschafft: Er lebt seinen Traum – Das wird deutlich, wenn man mit ihm über seine Reisen spricht. Er erzählt, dass er nicht nur die Foto- und  Filmaufnahmen selber macht, auch das Schneiden des Filmmaterials erfolgt in Eigenregie. Zudem bietet er im deutschsprachigen Raum Multivisionsshows an, bei denen er Musik, Film, Bilder und Live-Erzählung verbindet, um seinem Publikum seine Abenteuer näher zu bringen.
Von seiner Reiseberichterstattung kann der heute 42jährige seinen Lebensunterhalt bestreiten, wobei er keinen großen Wert darauf legt ein Vermögen mit seinen Veröffentlichungen und seinen Shows zu verdienen, vielmehr sei es ihm wichtig weiterhin seine Reisen finanzieren zu können und genügend Geld für gelegentliche Restaurant- oder Kneipenbesuche zu haben. Damit ist er rundum zufrieden…

Weitere Infos zu Erik Peters‘ Reisen, seinen Büchern, DVDs und Multivisionsshows gibt’s unter: www.motorradreisender.de

Autor: Lars Petersen

Mitglied im DPV Deutscher Presseverband - Verband für Journalisten e.V. Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann, davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Steckenpferd? Texten. Zur Person? Vater und MC-Mitglied (1%er). Karre? 99er Harley Davidson Road King. KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden werden, sofern es sich nicht um bezahlte Aufträge handelt. Besonderes: U. a. Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst, Organisator der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings sowie Produzent vom Motorcycle Jamboree Journal. Ausrichter vom Rocker Talk 1 und 3.