Dark Knights MC Lüneburg: Das Summer Open Air!

Volume 2!

Nachdem ich in der Nacht von Freitag auf Samstag keine Minute Schlaf hatte, hoffte ich auf einen gut besuchten Samstag, damit ich durch Gespräche am Stand und auf dem Platz beschäftigt sein würde. Diese Hoffnung erfüllte sich wenigstens zum Teil. Wichtiger war es jedoch, dass der Dark Knights MC Lüneburg am Samstag gut besucht wird.

Los ging es zunächst mit einem endgeilen Breakfast, welches von einem Caterer geliefert wurde. Für den schmalen Kurs von € 3,50 konnte man schlemmen ohne Ende, Kaffee und Säfte inklusive. Das war schon mal ein guter Start in den Tag.

Ganz klar das Bildmotiv des Tages am Samstag. Platz und Zelt voll besetzt!

Mit Fossy und seinen Brüdern vom Roadbreaker MC Nord-Ost sowie Enrico vom Boundless MC Nomads ergab sich danach ein lässiger und auch vorwitziger Talk. Das war eine Runde, wie ich sie einfach mag. Dumme Sprüche gepaart mit Szenekenntnissen. Herrlich! In Sachen Vereinsrecht konnte ich hier auch eine Info weiter geben, die einigen am Tisch so nicht bekant war. Runde Sache!

Das Breakfast für € 3,50 war sehr gut und zum Sattessen. Die Roadbreaker langen zu.

Später am Stand gesellte sich dann ein Kollege zu mir und Sec Björn von der Salt City Crew, den ich so gar nicht einordnen konnte, da er irgendwie völlig unmotiviert wirkte und immer für sich alleine war. Klar sprach ich ihn an. Es stellte sich heraus, dass er seit 20 Jahren auf der Walz ist. Da er sich für die Arbeit von Der Bodensatz – Biker & Friends helfen Obdachlosen interessierte, ergab sich eine geiler Talk. Ich ließ ihn einfach quatschen und über die Walz berichten. Da gibt es nämlich durchaus einige Parallelen zu dem Leben der Berber auf der Straße, so wie ich es kenne.

Ich dachte zuerst, die Ansage ist ein Scherz. Nö, nur 1 Euro! Und auf Bon!

Gegen 14.00 Uhr rückte die Band Blackst an. Das Trio markierte am Samstag den Opener im Line Up. Der noch sehr junge Gitarrist wurde mir von den Dark Knights als Wunderkind an der Gitarre angepriesen Gitarre, Bass und Drum, und was ist mit Gesang? Den gab es nicht, das Trio spielte ohne. Hm, so dachte ich. Als es dann aber mit „Strong Arm of the Law“ und zwei weiteren Klassikern von Saxon einstieg, war das Eis gebrochen, denn Saxon gehört zu meinen Lieblingsbands. Später erzählte mir der Jungsche noch am Stand, dass er sogar schon einen Einladung von Graham Oliver, dem EX-Leadgitarristen von Saxon, erhalten habe, um mit ihm auf der Bühne zu performen. Fakt ist, die Truppe hat gut eingeheizt, die Stimmung war prächtig.

Blackst haben als Opener am Samstag gezündet!

Danach sollte die Lüneburger Band What’zz Up den Faden aufnehmen, um mit dem Publikum das nächste Stimmungslevel zu erreichen. Und was soll ich sagen, es gelang. Die Formation schaffte vom Start weg klare Verhältnisse, ihre Coverversionen kamen sofort an, was sicherlich auch an den Pusher-Qualitäten des Sängers und dem dankbarem Publikum lag.

Die Band What’zz Up konnte die ohnehin gute Stimmung noch toppen.

Doch inmitten des bestens laufenden Gigs kam vom VA-Techniker die Ansage „Break – ein Gewitter naht!“. Wie jetzt, es wiird abgebrochen? Jo! Und was dann nur kurze Zeit später vom Himmel kam, war ein echter Wolkenbruch. Alles verpisste sich in das große Zelt. Wer aber dachte, das wäre der absolute Stimmungskiller wurde eines Besseren belehrt, denn im Zelt wurde laut gesungen und weiter Party gemacht. Das habe ich selber so nicht nicht oft erlebt.

Wolkenbruch zur Prime Time!

Da mein Tag in Summe gut lief, wir erhielten für unser Projekt kleine Spenden und ich stellte fest, dass die Roll Ups mit den Erläuterungen zu Der Bodensatz gut wahrgenommen wurden, baute ich ab, zumal ich von einem längeren Unwetter ausging. Als ich fertig war, hörte es jedoch direkt auf zu pissen und die Meute kam aus dem Zelt wieder vor die Bühne, wo What’zz Up da anknüpften, wo sie aufgehört hatten. Ihr müsst auch nicht denken, das der Wolkenbruch Gäste gekostet hat, nee, danach kamen immer mehr Besucher auf den Platz.. Klasse und gut für den Veranstalter.

Ich entscheid mich allerdings dazu meine Segel zu streichen, denn völlig übermüdet und dann ggf. noch bei erneutem Mistwetter wollte ich nicht nach Hause fahren. Safety First! Der Tag war rund, die Atmosphäre auf dem Open Air durchweg gut, ich habe alles bekommen, was mir wichtig war. Ok, die beiden letzten Bands nicht. Wie ich hörte kamen diese aber ebenfalls gut an.

Kritisches?

Ich selber kann da nichts Gravierendes anmerken. Musik ist immer vom Geschmack geprägt, Food und Drinks waren sehr günstig, die Atmosphäre gut, Wetter ist nicht beeinflussbar, was soll ich da motzen. Von Außen gab es aber Kritik an dem Umstand, dass der MC den Eintrittspreis von 10 Euro nicht auf dem Flyer deklariert hatte. In einer Facebook-Gruppe wurde sogar deswegen eine Umfrage initiiert.

Nun, der Eintritt stand in der Tat nicht auf dem Flyer. Ob das nun einfach verpennt wurde oder bewusst so geschah, kann ich nicht beurteilen, Fakt ist, fünf Bands, große Bühne, VA-Technik und Sonstiges fallen halt nicht wie der Wolkenbruch einfach vom Himmel. Da kann man schon mal durchaus selber davon ausgehen, dass es eine Torkasse gibt. Entertainment kostet halt und jeder Euro ist wichtig für die weitere Finanzierbarkeit des Events.

Ich selber hatte tagsüber als Aussteller alle Softgetränke frei. Dennoch habe ich für 30 Euro Bons gekauft, um die immensen Bemühungen des MC zu untersützen und auch mal einen Drink ausgeben zu können. Ich denke, da sollte man nicht so ein Fass aufmachen, selbst wenn man faktisch einen Punkt hat. Vor allem nicht als vermeintliche Szenegängerin, die wissen sollte, wie dünn das Eis in Punkto Wirtschaftlichkeit bei derartigen Events ist.

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Fazit!

Der Dark Knights MC Lüneburg ist kein großer Club mit etlichen Supportern. Dennoch hat die Salt City Crew das gesamte Event mit viel Fleiß und hoher Präsenz gemeistert. Der Lohn sind viele positive Resonanzen über das diesjährige Summer Open Air und die Erkennntis, dass dieses Event in 2024 nicht einfach mal so zu toppen sein wird. Das Konzept passt, die Szene nimmt das Event an, es war sogar der Tyrs Warriors MC aus Siesheim-Rohrbach aus dem Süden am Start. Respekt für die Leistung geht daher an den Dark Knights MC Lüneburg!

Impressionen!

Kontakt: https://www.facebook.com/DarkKnightsMCLueneburg

Autor: Lars Petersen

Mitglied im DPV Deutscher Presseverband - Verband für Journalisten e.V. Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann, davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Steckenpferd? Texten. Zur Person? Vater und MC-Mitglied (1%er). Karre? 99er Harley Davidson Road King. KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden werden, sofern es sich nicht um bezahlte Aufträge handelt. Besonderes: U. a. Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst, Organisator der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings sowie Produzent vom Motorcycle Jamboree Journal. Ausrichter vom Rocker Talk 1 und 3.