Ich habe zwar keine Glaskugel auf dem Tisch zu stehen, mit der ich in die Zukunft schauen kann, dennoch wage ich mal einen Blick auf das, was m. E. in 2026 auf uns zukommt.
1. Die Spritpreise!
Bedingt durch den Konflikt im nahen Osten hat der Börsenpreis reagiert und ist immens gestiegen. Das war zu erwarten, da der Börsenfachhandel eine Situation annimmt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt, auch wenn die Marktsituation selbst noch gar nicht gegeben ist. Man geht pauschal von einer großen Verknappung des Angebotes aus. Preistreibend wirken sich zudem ganz sicher die Spekulationen aus, die an der New Yorker Börse derzeit massiv den Markt beeinflussen.
Die meisten Marktteilnehmer haben in der Vergangenheit versucht, sich mit langfristigen Verträgen gute Preise zu sichern. Daher darf man sich fragen, warum die Spritpreise an den Tankstellen sofort in die Höhe schnellen. Ich schreibe das der Psychologie des Marktes zu. Für den jetzigen Anstieg gibt es jedenfalls keinen Grund, da die Marktverknappung noch gar nicht eingetreten ist. Die Tankstellenbetreiber nutzen aber das Momentum konsequent. Das war noch nie anders.
Prognose?
Der Rohölpreis wird noch weiter steigen, somit auch die Preise an der Tankselle. Das Cruisen wird 2026 deutlich teurer werden. Produzenten werden durch hohe Rohölpeise weiteren Preisdruck verspüren.
Das Marktangebot an Bikes!
Auf den Messen sehen wir immer mehr Anbieter aus Fernost, insbesondere Produzenten aus China drängen auf den Markt. Während vor 10 Jahren diese Angebote noch als Schrott abgetan wurden, interessieren sich aktuell immer mehr Kunden für die Angebot aus Fernost, nicht zuletzt aufgrund der deutlich günstigeren Preise. Auch hat sich die Marktakzeptanz verändert. Das wird andere Herseller massiv unter Druck setzen. Die Verkaufszahlen werden bei einigen Marken deutlich sinken.
Prognose?
Ich rechne in 2026 mit dem Anstieg von Insolvenzverfahren. Der Markt wird sich weiter massiv verändern. Auch erhachte ich es für möglich, dass bisher etablierte Hersteller die Sparte Motorrad komplett einstellen.
Motorradmessen!
Da ist richtig Bewegung drin. Die Intermot Köln pausiert, versucht im Februar 2027 den Neustart. Das ist aber m. E. nichts anderes als eine Nebelkerze, denn tatsächlich geht es nur darum Zeit zu gewinnen, um als Leitmesse überhaupt noch eine Angebot darstellen zu können, welches konkurrenzfähig ist. Das man mit dem Schritt der Motorräder Dortmund auf die Pelle rückt, zwichen beiden Messen liegen in 2027 nur knapp drei Wochen, ist m. E. ein Indiz dafür, dass der Intermot das Wasser bis zum Hals steht.
Prognose?
Beide Großmessen werden unter dem Strich verlieren. Es wird lediglich zu Marktverschiebungen kommen. Da Motorradmessen weit im voraus aquiriert werden, ist es keinesfalls ausgeschlossen, dass Messeanbieter das Handtuch werfen. Regionale Motorradmessen können davon in 2026 in der Aquise profitieren und mit einem guten Angebot Neukunden gewinnen.
Die Motorradszene!
Hier sehe ich für 2026 keine nachhaltigen Veänderungen. Wir werden wie gewohnt die Bikertreffen und Clubparties anfahren. Ich rechne sogar mit neuen Bikertreffen.
Prognose?
Es bleibt im Kern wie es ist.
Fazit!
Logen habe ich nur mal einige Aspekte herausgesucht und habe ganz bewusst auf politische Einschätzungen verzichtet. Ich bin gespannt daruf, wie ihr das Jahr 2026 seht. Meinungen sind exüplizit erbeten.

