Neujahrsgrüße!

Das Jahr 2014 haken wir denn mal ab, 2015 hat begonnen. Wird sich etwas ändern? Vermutlich nicht. Wir werden uns auch in Zukunft über uns selbst, die anderen, die Rennleitung, den Staat, Clubs, Möchtegern-Rocker, und was weiß ich das Maul zerreissen. Was werden wir dadurch gewinnen? Gar nichts! Es gibt uns lediglich das Gefühl schlauer als andere gewesen zu sein, immer um den Fortbestand der Rocker- und Biker-Kultur, wenigstens verbal, gekämpft zu haben. So haben wir das?

Pegida zeigt uns aktuell, dass es möglich ist, seine Unzufriendenheit auch außerhalb von Foren und Portalen zum Ausdruck zu bringen. Da gehen über 15.000 Menschen in Dresden auf die Straße und mucken auf. Alles Nazis? Wohl kaum!

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Darum geht es auch nicht. Wir sind so sehr damit beschäftigt den Untergang der eigenen Kultur zu prophezeien, dass es uns nicht einmal gelingt, wenigstens den Ansatz eines gemeinsamen Zeichens zu setzen. Die Gründe für das Nichtstun sind vielfältig: Angst vor den großen Clubs, fehlende Courage vor Migranten, die eigene Club-Philosophie, kein Interesse, usw.! Klar, wenn mir ein großer MC auf die Füße getreten ist, bin ich nicht gerade extrem motiviert, mit diesem Seite an Seite zu fahren. Und wenn ich selber noch nicht mit der Acht auf dem Rücken an der Wand stand, bin ich nicht betroffen. Kann ich alles nachvollziehen.

Müsste jedoch im Umkehrschluss bedeuten, dass alle anderen davon nicht betroffenen Clubs und Rocker sich einem gemeinsamen Ansinnen anschließen. Mitnichten! Man könnte ja in das Visier geraten. Also, lassen wir das besser. Aber, wer sagt uns denn überhaupt, dass die ganz großen Clubs da überhaupt mitmachen. So viele Fragezeichen.

Allen Lesern ein geundes und erfolgreiches neues Jahr!

Allen Lesern ein geundes und erfolgreiches neues Jahr! Rücken wir in 2015 näher zusammen?

Die Reaktionen auf unseren Artikel bezüglich der Stigmatisierung von Rockern waren bis dato fast durchweg positiv. Wird nun etwas in Gang kommen? Vermutlich nicht. Schade, denn ich habe ein Bild vor Augen: Tausende Rocker fahren für ein klares Statement mit ihren Böcken in dem jeweiligen Bundesland zum Versammlungsort. Das Motto.“ Ihr könnt uns alles nehmen, aber niemals den Lifesyle in unserem Herzen!“. Mehr braucht es nicht. Dabei stelle ich mir die Aufregung in den Behörden vor, die Vorberichte der Presse, politische Grundatz-Diskussionen in den TV-Formaten. Ein schöner Gedanke. Es wäre im Grunde nichts anderes als PEGIDA, nur geht es nicht um den Salafismus oder die Islamisierung der Republik, sondern um die Stigmatisierung und Diskriminierung von Rockern im Allgmeinen. Damit wären einige Lobbyisten garantiert echt überfordert.

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Doch letzlich werden sie völlig frustiert feststellen, dass sie trotz aller Verbote, sowie der Politik der kleinen Nadelstiche, die gesamte Rocker- und Biker-Kultur nicht ad absurdum führen können, wenn es uns gelingt ohne Gewalt ein „Wir-Gefühl“ zu transportieren. Was braucht es dazu? Eine Karre! Einen Tag! Sprit im Tank! Den Willen! Schon zu viel verlangt? Alles nur Gedanken eines Träumers?

Ich bin gespannt, ob sich in dieser Richtung etwas tut und lade insbesondere die Szene-Medien dazu ein, dass wir gemeinsam diesen Gedanken transportieren und eine Kommunikations-Strategie entwickeln, um möglichst viele Rocker und Biker zu erreichen. Dies wäre auch ein klares Zeichen, da es soweit ich mich erinnern kann, eine solche Kooperation von Medien wie Biker-News, Ride Free, dem Rocker-Portal, usw., noch nie gegeben hat. Denn auch hier gibt es inhaltliche Vorbehalte.

Na und? Diese Vorbehalte stellen wir denn mal vor der Tür ab, tüfteln etwas Tragbares und Durchführbares aus, kommunizieren das auf den Punkt. Wenn dann immer noch nichts passiert, haben wir es wenigstens versucht. Dann bin ich vermutlich auch so weit, dass ich jegliche Aktivitäten als vergebene Liebesmühe ansehe. Doch davon bin ich noch recht weit entfernt.

Act local, think global!

Autor: Lars Petersen

Mitglied im DPV Deutscher Presseverband - Verband für Journalisten e.V. Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann, davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Steckenpferd? Texten. Zur Person? Vater und MC-Mitglied (1%er). Karre? 99er Harley Davidson Road King. KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden werden, sofern es sich nicht um bezahlte Aufträge handelt. Besonderes: U. a. Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst, Organisator der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings sowie Produzent vom Motorcycle Jamboree Journal. Ausrichter vom Rocker Talk 1 und 3.