Mit der Drucksache 125/20 stieg der Bundesrat vor einigen Jahren ganz groß in das Thema ein. 125/20 fordert ein temporäres Fahrverbot für alle Motorradfahrer von April bis Oktober auf bestimmten Strecken. Kann man dann noch um den Edersee cruisen oder sich in der Eifel in landschaftlich idyllischer Lage die Hügel anschauen? Wenn es nach dem Willen des Bundesrates geht, nicht.
Ganz erhrlich, ich habe mich gewundert, dass die Nummer noch nicht verabschiedet wurde, denn seinerzeit war die Politik ja noch getrieben von der Verkehrswende und dem Klimawandel. Wer saß da noch u. a. in der Regierung? Ach ja! Aktuell haben sich die politischen Schwerpunkte ja nun etwas verschoben. Die E-Mobilität hinkt in Summe weit hinter den Erwartungen zurück, auch wenn im letzten Monat gute Zulassungszahlen erreicht wurden, aber die außen- und wirtschaftsrelevanten Inhalte stehen weitaus mehr im Fokus. Nur muss jetzt niemand denken, dass die Politik die temporären Fahrverbote in der Grube versenkt hat. Das kann sich ganz schnell ändern.
Zudem gibt es ja die Möglichkeit, diese Agenda lokal zu regeln, indem man halt über die kommunale Politik geht, wie aktuell im Suderfeld, wogegen der BVDM zu einer Demo für den 20. September aufruft. Denn das läuft schön unbemerkt neben der großen Bundespolitik her und kaum jemand merkt es. Daher sollte man froh sein, dass gewisse Vereine oder Initiativen auf so etwas achten und sich kümmern. Nicht, dass sich die Drucksache 125/20 dadurch erledigt, dass auf diese Art ein umfängliches Netz gesponnen wird. Dauert länger, erzielt aber ggf. dasselbe Ergebnis
Insofern braucht es die Demos, um Öffentlichkeit zu generieren, was übrigens auch für Freedom is our Religion gilt, auch wenn die Macher dort mit allgemeinen Platzhaltern agieren. Dennoch haben sie das Thema ebenfalls im Auge. Nur verbinden sie es halt elementar mit dem Freiheitsbegriff und setzen konsequent auf die individuelle Entscheidung, wann ich wo fahre und mit wem ich fahre.
Fazit Fahrverbote!
Noch ist Zeit, sich genau zu überlegen, ob ihr am 13. September bei Freedom is our Religion und/oder am 20. September auf der Demo des BVDM e.V. dabei seid. Wichtig aber ist es, klare Zeichen zu setzen. Insofern kommt es auf alle Unentschlossenen und vor allem auf diejenigen an, die immer noch nach dem Motto agieren, dass es sie schon nicht treffen wird. Doch, es wird euch treffen. und ohne Einsatz für die Sache vermutlich schneller, als ihr denkt.
Aus dem Netz:
BVDM e.V mit Sortener: https://shorturl.at/2m0A7