Nachdem ich im letzten Jahr aus bekannten Gründen erstmals seit 2005 nicht am Motorcycle Jamboree teilnehmen konnte, freute ich mich in diesem Jahr ganz besonders auf das Spektakel in Altes Lager bei Jüterbog, wohlwissend, dass ich sicherlich längst nicht so mobil agieren könnte, wie noch vor meiner Krebserkrankung. So kam es dann auch. Dennoch habe ich coole Impressionen eingefangen und hatte zum Teil sehr gute Gespräche.
Ich beschreibe in meiner Berichterstattung nur das, was ich selbst miterlebt habe, und splitte das Erlebte auf, denn niemand liest sich 10.000 Zeichen im Netz bis zum Ende in einem Beitrag durch. Wundert euch daher nicht, wenn einige Bands von mir nicht erwähnt werden. Heute gehe ich auf den Donnerstag und Freitag ein.
Atmosphäre pur!
Ich bin wieder hier, in meinem Revier!
Wir sind mit unserem Pack bereits gegen 16.00 Uhr auf dem Eventgelände für den First Call aufgeschlagen. An diesem Ritual wird sich nie etwas ändern. Danach ging es für einige rüber zum Rasthof Zum Tiefen Brunnen, der Rest nahm seinen Platz auf dem Borns-Camp ein. Gegen Abend fand dann unser Chapter-Meeting statt. Auch das ist ein Ritual und wird stets so beibehalten.
Nach dem leckeren Essen und gut gekühlten Drinks, ich gönnte mir tatsächlich einige Mixgetränke, ging es rüber zur Zeltfete, wo ich den Satz „Du siehst gut aus“ so oft hörte, dass ich schon scherzhaft anmerkte, ich könnte ja am Freitag auf der Mainstreet noch einen speziellen Stand aufbauen und meine Dienste anbieten. Leider waren es aber überwiegend Männer, die mich ansprachen, und auf den Spuren von Jens Spahn wollte ich nun nicht gerade wandeln. Zudem war ja klar, was gemeint war, nämlich die positive Entwicklung gegenüber dem letzten Jahr. Die Resonanz vieler Besucher hat mich extrem gefreut.
Im Zelt rockten Dollhouse die Bühne. Die Kombo lieferte mehr als amtlich ab und sorgte für eine total ausgelassene Stimmung. Man merkte den Leuten spürbar an, dass sie sich immens auf das Motorcycle Jamboree gefreut hatten. Entsprechend wurde getanzt, und gelacht, aber auch ordentlich Szene gequatscht. Für mich war der Donnerstagabend jedenfalls ein nahezu perfekter Start und ich war tatsächlich erst nach 02.00 Uhr in der Koje.
Die Bike-Show!
Der Samstag begann für mich mit dem Besuch der Bike-Show. Diese ist markenoffen angelegt und wird maßgeblich von Motorradenthusiast Allner gemanagt. Alle Bikes werden in einem sehr schönen Ambiente präsentiert. Lichteffekte sorgen dafür, dass die Schätzchen der Besucher optisch wirkungsvoll rüberkommen, geile Rocksongs dröhnen aus den Lautsprechern und die Crew sorgt 24/7 dafür, dass die Bike-Show absolut safe abläuft. Das hatte echt Stil!
Nach meinem Kassendienst besuchte ich Bernd Bartels aka Der Nordländer aus meiner Region, den ich vor einigen Jahren an das Event vermittelt hatte. Bei seiner Premiere hatte er einen so guten Umsatz generiert, dass ich ihn schon etwas bremsen musste, damit er sich klar darüber ist, dass auch auf dem Jamboree keine Luftschlösser gebaut werden und sich die Umsätze nicht jedes Jahr noch weiter nach oben entwickeln können. Was zählt, ist Konstanz und natürlich eine stets optimale Standpräsentation, die sich bei Bernd durch die Anschaffung eines stylischen Verkaufsanhängers erheblich verbessert hat. Bernd hatte mit dem Samstag den stärksten Umsatz eingefahren.
Den Rest des Nachmittages schlenderte ich gemächlich über den Platz und hielt erst wieder im großen Partyzelt inne, wo die Band Hot Cantina eine sowas von geile Performance ablieferte, dass die Besucher sie mächtig abfeierten. Der Rockabilly-Sound, teilweise gepaart mit Hardrock-Klassikern, kam sehr gut an. Man darf es als Auszeichnung ansehen, wenn es einer Band gelingt, bereits am späten Nachmittag die Leute so in Wallung zu bringen.
Das Highlight am Freitag!
Das war ganz sicher Unantastbar. Die Band aus Südtirol erlebte ich live 2022 erstmals auf dem Motorcycle Jamboree und war völlig begeistert. Die Gig war seinerzeit derart phänomenal, das ich echt gespannt darauf war, ob man die Premiere überhaupt noch würde toppen können. Nee, kann man nicht, aber man kann schlussendlich erneut alles geben, um das Publikum wieder vollends abzuholen. Und was da optisch mit der Pyro im letzten Teil des Konzertes im Publikum an Atmosphäre erzeugt wurde, erinnerte mich ganz stark an 2022. Das war fucking Punkrock in Reinkultur.
Den Abschluss bildete für mich das Konzert von Rossi aus Bremen. Rossi waren in 2025 erstmals auf dem Jamboree und bekamen so viele postive Kritiken, dass der Veranstalter die Band als einen der ersten Liveacts für 2026 erneut buchte. Von daher war ich gespannt, wie Rossi dieses Mal abliefern würden. Ja, es war geil. Rossi sind weit mehr als eine Coverband. Diese Truppe agiert an allen Instrumenten hochmobil und liefert immer eine Volldampf-Performance ab. Kick-Ass-Rock ‚N‘ Roll @ his Best!
Warum das Konzert von Ski’s Country Trash für mich am Samstag das Highlight war, lest ihr in Kürze in Part 2! Ebesno mein Gesamtfazit.
Impressionen! (Zum Vergrößern anklicken)
Fotos: © Lars Petersen
Hier findet ihr ohne Ende Fotos und Videos: https://www.facebook.com/groups/362115501575
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