Motorcycle Jamboree – Der Samstag!
Donnerstag und Freitag war ich ordentlich auf den Beinen. Von daher wunderte es mich nicht, dass meine Fitness am Samstag nachließ. Deswegen verbrachte ich nach meinem Kassendienst noch etwas Zeit im Rasthof Zum Tiefen Brunnen, um dann pünktlich zum Konzert von Ski’s Country Trash wieder auf dem Gelände zu sein.
Mein Highlight des Tages!
Dieses Konzert war der Hammer, denn Andrew bewies einmal mehr, dass er ein absolut genialer Performer ist. Nachdem anfänglich vielleicht einige Dutzend Besucher hinter der Absperrung am Start waren, zog die Band fortlaufend immer mehr Gäste an die Mainstage. Schlussendlich war der Vorplatz gut gefüllt und vorne wurde mächtig Stimmung gemacht.
Die gesamte Formation war hoch agil, Andrew powerte sich völlig aus, und hätte der Time Table nicht den Cut vorgegeben, hätte er auf sicher locker über zwei Stunden in der sengenden Hitze die Fans unterhalten. Das er und seine Band sehr gut ankamen, zeigte sich nach dem Konzert, denn Andrew musste ohne Ende signieren und sich mit Fans ablichten lassen. Dass tat er bereitwillig. Wer das alles zu dieser Bühnenzeit hinbekommt und die Besucher trotz der Hitze derart anfixt und zum Abfeiern animiert, ist für mich mein persönliches Highlight.
Während und nach dem Gig!
Und sonst?
Die Partyband Roof Garden hatte es direkt nach Ski’s Country Trash natürlich schwer. Da ich ohnehin mehr auf die härteren Klänge stehe, konnte mich die Kombo auch nicht zu 100 % überzeugen, sodass ich letztlich den Schatten im großen Zelt suchte und dort mit einigen Besuchern quatschte. Hier wurde bereits klar, dass die meisten Gäste genau wissen, warum das Motorcycle Jamboree so beliebt ist und sie immer wieder am Start sind. Wo sonst bekommt man zu einem VVK-Preis von nur 50 Euro für alle drei Tage so ein Paket geboten? Und selbst für nur zwei Tage ist das heutzutage m. E. in der Bikerszene einmalig. Wer nur am Samstag kam, konnte sich fünf Bands plus ein geniales Feuerwerk reinziehen. Das sind umgerechnet 9,16 Euro pro Act, wer Freitag anrückte, der lag bei 13 Live-Acts bei nur 3,84 Euro. Und das Rahmenprogramm ist hier gar nicht mitgerechnet.
Foodpreise!
Gastronomisch gab es für nahezu jeden Geschmack etwas und ich empfand die Preise an den meisten Ständen als absolut fair. Dennoch gibt es in diesem Bereich immer Leute, die etwas zu mäkeln haben. Daher möchte ich euch mal auf Folgendes hinweisen: Die Foodpreise basieren auf einer Mischkalkulation. Anreise- und Übernachtungskosten, Sprit, die Standmiete, der Strom, Gehälter für die Crew, usw., das alles führt zu einem Kostenfaktor. Und da Gastronomen das gewerblich machen, müssen sie natürlich den üblichen Gastrofaktor 3.0 mit in den Preis einbauen. Schließlich reden wir vor Ort von Umsatz, nicht von Gewinn. Und bei etlichen Angeboten haben die Anbieter sicherlich nicht den üblichen Kalkulationsfaktor gesetzt, sondern lagen darunter. Fangt also mal bitte nicht damit an, Eventpreise mit eurer Küchenkalkulation zu vergleichen.
Backstage!
Mein Gesamtfazit!
Das Motorcycle Jamboree 2026 bot den Besuchern alles, was im Vorfeld versprochen worden war: Top-Live-Acts, eine Vielzahl von Händlern mit günstigen Preisen, ein umfangreiches Rahmenprogramm und eine Atmosphäre, die einmalig ist. Patchholder und Freebiker sowie etliche Familien feierten ausgelassen ein großes Fest. Das Jamboree ist mittlerweile viel mehr als ein reines Motorradtreffen, es ist ein Festival für alle Interessierten. Die bisherigen Kommentare im Netz zeigen ganz klar auf, dass bis auf wenige Ausnahmen das Gesamtfazit nur positiv ausfallen kann. Wir sehen uns in 2027 zum 35. Motorcycle Jamboree!








