Mit Überschriften wie zum Beispiel „Bürgerwehr in Wien-Donaustadt“ (Quelle: RTV), „Nach Gewaltorgie – Biker schützen ganzes Gräzl“ (Quelle: Krone.AT) oder „Biker patrouillieren im Gräzl – Polizei zieht Nutzen“ (Quelle: Express AT) reagierte aktuell die Presse in Östereich auf eine Situation in dem Wiener Bezirk Donaustadt. Dort kam es in den letzten Monaten zu heftigen Übergriffen einer Jugendbande, die in einer massiven Prügelattacke seinen bisherigen Höhepunkt fand, und durch die mehrere Anwohner erheblich verletzt wurden.
Duch einen Kontakt zu einem Biker in Süddeutschland, kam es nachfolgend zu einem ausführlichen Gespräch mit einem österreichischen Biker, der mir aus erster Hand berichten konnte, was sich dort alles zugetragen hat und welche Intention die Biker mit ihrer Präsenz in dem Bezirk verfolgen. Nach Sichtung der Presseberichte sowie einiger Videos in den Socials habe ich mich entschlossen, erstmals meine Quelle selbst nicht namentlich zu benennen. Die Situation in Wien ist komplex und sie wird jetzt bereits politisch genutzt, so mein Eindruck. Da ich mit dem Hinweisgeber allerdings ein Mailinterview geführt habe, könnte ihr euch darauf verlassen, dass die Infos authentisch sind. Steigen wir ein.
Das Mailinterview!
Natürlich war die Polizeipräsenz am Anfang sehr groß, d.h. Busse voll Polizisten standen bereit, auch die Bereitschaftspolizei (WEGA) war da, um gegebenenfalls einzugreifen. Nach meiner Aussprache mit dem Grätzelpolizisten und die Darstellung, was wir denn tun und unterlassen, konnte eine „Abmachung“ getroffen werden, die der Polizei unser Ansinnen näherbrachte. Da unser Verhalten rechtstaatlich ist, und wir uns auch daran halten, kann dem nichts entgegengebracht werden. Falls unsere Präsenz zu einem Angriff oder Attacke durch diese Migrantenbande führt, werden wir dies dokumentieren, die bürgerlichen Rechte in Anspruch nehmen und Meldung erstatten. Die Polizei entsendet jetzt regelmäßig Streifen, welche nach dem Rechten schaut.
6. Habt ihr das Gefühl, dass es durch eure Präsenz im Bezirk bereits ruhiger geworden ist?
Auf jeden Fall ist es zunächst ruhiger, die Bewohner und die Leute, welche vorbeikommen berichten uns, dass es nicht vergleichbar zu damals ist. Die Lebensqualität ist für alle Anwohner merklich gestiegen durch unsere Präsenz und diese erfahren wir immer wieder durch Zuwendungen und Kommentare.
7. Was ist euer Ziel? Wann endet die Aktion?
(Ende Mailinterview)
Anmerkungen!
Da mein Hinweisgeber im Mailinterview nun selbst einen Clubnamen preisgab, kann ich daran anknüpfen. Okay, ein MC reagiert auf die zum Teil heftigen Vorfälle in dem Bezirk. Wer jetzt dennoch die Verlautbarungen in der Presse in puncto Bürgerwehr oder Patrouille übernimmt, liegt meines Erachtens völlig falsch. Die Männer besuchen lediglich ihre Clubbrüder, die in dem Bezirk leben und denselben Gefahren ausgesetzt sind, wie alle anderen Anwohner auch. Sie zeigen Präsenz und der Aufenthalt an öffentlichen Plätzen ist ja nun beileibe keine Patrouille. Öffentliche Plätze sind ein Ort der Begegnung. Das der Grund dafür ein mehr als unschöner ist, kann den Bikern ja nun wahrlich nicht angelastet werden.
Der Wiener Bezirk Donaustadt ist ein Kriminalitätsschwerpunkt, steht im Ranking stets recht weit oben. Immer wieder kommt es zu heftigen Übergriffen. Offensichtlich scheint die Polizei nicht in der Lage zu sein, ausreichend auf die Gefahren zu reagieren. Seitdem die Biker allerdings Präsenz zeigen, hat sich die Streifentätigkeit deutlich erhöht. Dabei geht es aber ganz sicher nicht darum, die Biker zu kontrollieren, nein, es ist meines Erachtens die Reaktion auf das mediale Bild der Polizei in der Öffentichkeit, die endlich ihrem Präventionsauftrag versucht gerecht zu werden.
Fakt ist: Seitdem die Biker Präsenz zeigen, ist es in dem Bezirk merklich ruhiger geworden. Das Sicherheitsgefühl der Anwohner wurde gestärkt. Offensichtlich muss die Bande nun erst einmal damit klar kommen, dass es Biker gibt, die nicht wegschauen, sondern den Menschen im Bezirk zur Seite stehen. Und das hat absolut nichts mit Selbstjustiz zu tun.
Ich bleibe mit meinem Infogeber in Kontakt und werde erneut über die Situation berichten, sofern es zu Veränderungen im Bezirk kommt. In jedem Fall bin ich an einer Berichterstattung über den Kindergeburtstag interessiert. Bis dahin sage ich nur: „Respekt Männer und passt auf euch auf!“
Hier findet ihr etliche Presseberichte zur Situation in dem Bezirk:
https://exxpress.at/news/nach-brutaler-pruegelattacke-biker-schuetzen-jetzt-ganzes-wiener-graetzel/