Aufgrund des wirklich erfolgreichen Rock Open Airs in 2025 mit der Band Hells Balls lag die Messlatte für das diesjährige Spektakel beim Schützenhof in Ganderkesee schon gewaltig hoch. Und da die Wetterlage in den letzten Tagen echt durchwachsen war, konnte man im Vorfeld nicht zwingend davon ausgehen, dass erneut um die 600 Besucher den Platz füllen würden.
Was ging ab?
Vor Ort erfuhr ich, dass der diesjährige Vorverkauf eher schleppend verlief. 2025 waren bereits vor dem Rock Open Air sämtliche Karten verkauft. Dieses Mal sollen um die 120 Karten weggegangen sein. Damit war an sich klar, dass man an den kommerziellen Erfolg im letzten Jahr besuchertechnisch würde nicht anknüpfen können. Ich schätze, dass letztlich um die 200 Besucher den Weg zum Schützenhof fanden.
Erfreulicherweise waren darunter etliche bekannte Gesichter, die ich lange nicht mehr gesehen hatte. So zum Beispiel Fred von Hells Balls sowie Gerry von der ehemaligen Delmenhorster Kultband Ratpack. Beide freuten sich auf einen geselligen Abend mit guter Rockmusik beim Schützenhof.
Für das Line-pp hatte Ganter Events Eloi Dias, Red Light District sowie Rusty 66 gebucht. Den Einstieg machte Eloi Dias, der mir letzten Samstag echt gut gefiel, wobei es für einen Solokünstler immer schwer ist, als Opener und in der Umbauphase zu agieren. Wenn Eloi noch etwas mehr mit dem Publikum agiert, dann wird er sich auch für größere Events empfehlen. Good Job!
Red Light District hatte ich schon einmal live erlebt. Die Cover-Band spulte ein Set ab, in dem sich zum Beispiel Songs von Journey, Thin Lizzy, den Foo Fighters, Rage Ageinst the Machine, Lenny Kravitz oder Metallica befanden, also viele Hochkaräter der Rockmusik. Während des Gigs merkten einige Besucher an, dass der Sound im hinteren Bereich des Platzes etwas breiig herüberkam. Tatsächlich war der Sound vorne spürbar besser. Die Band hat in Summe solide abgeliefert, hatte es aber schwer, Open-Air-Stimmung aufzubauen.
Ende gut, alles gut?
Das änderte sich mit dem Headliner Rusty 66. Die seit Dekaden aktive Band spulte eine gefälliges Konzert ab und schaffte es in der Tat, einen Großteil der Besucher an die Bühnenkante zu locken. Und siehe da, die Stimmung wurde merklich besser. Es wurde mitgeklatscht und gesungen. Auch der Sound war gut, was das unten eingestellte Video m. E. belegt.
Fazit!
Unter dem Strich war sicher noch Luft nach oben. Das Wetter war nicht prickelnd, zeitweise regnete es sogar, in Delmenhorst fand ein CSD statt, und der Sieg des SV Werder Bremen wurde sicherlich andernorts heftig gefeiert. Dennoch hat Ganter Events erneut bewiesen, dass sie Veranstaltungen dieser Art organisatorisch können. Und mit der Bekanntgabe, dass Hells Balls 2027 erneut auf der Bühne stehen, darf man sich auf das Rock Open Air 2027 durchaus freuen. Dann hoffentlich bei gutem Wetter!
Impressionen!
Videos!
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