Der Wild Life Run: Viva Italia!

Bei der WM sind sie bereits in der Vorrunde gescheitert. Nun, die Performance der Italiener war ja auch beileibe nicht berauschend. War dies ein schlechtes Omen für den Wild Life Run der italienischen Borns? Nee, im Gegenteil!

Bei allerbestem Wetter schlugen wir auf dem Airport Venedig auf. Drei Tage inklusive An- und Abfahrt lässt dir einfach keinen Raum für eine ausgedehnte Tour mit dem Bock, daher wählten wir die schmachvolle Light-Variante. Man mag es uns vergeben!

Nicht nur der vordere Parkplatz war rappelvoll!

Nicht nur der vordere Parkplatz war rappelvoll!

Das Hotel Pigalle erwies sich als absoluter Glücksgriff. In Punkto Ambiente, Sauberkeit und Nähe zum Event gab es nichts zu meckern. Bei 35 Grad im Schatten lockte das kühle Nass im Pool. Doch für den Freitag war klar, dass wir direkt rüber auf das Event-Gelände fahren, um unseren italienischen Brüdern unseren Respekt zu erweisen und uns mit den anderen aus Deutschland angereisten Borns zu treffen. Etliche von Ihnen waren mit dem Bock aufgeschlagen. Die Berliner spulten teilweise in drei Tagen mal eben lockere 2400 KM ab. In Anbetracht der heißen Orga-Phase für das bevorstehende Motorcycle Jamboree keineswegs selbstverständlich! Respekt!

Am Freitag war das ausrangierte Zirkus-Zelt schon gut voll!

Am Freitag war das ausrangierte Zirkus-Zelt schon gut voll!

Der Wild Life Run ist quasi das italienische Pendant zum Motorcycle Jamboree. Nicht ganz so groß und spektakulär, aber nicht minder attraktiv. Das Party-Verhalten der italienischen Biker ist allerdings ein völlig Anderes. Andere Länder, andere Sitten!

Nur die absoluten Hardcore-Biker rücken bereits früh am Tage an, bauen ihre Zelte auf, und mischen sich unter das Volk. Die Mehrzahl lässt sich erst spät am Abend blicken, dann jedoch reisst die Kette der Scheinwerfer nicht ab. Vorne an der Kasse bekommen die Kollegen dann für einige Stunden keine Luft mehr.

Bock an Bock reihte sich auf den vielen Parkplätzen ein. In Italien ist die kunterbunte Jeans-Juppe noch völlig normal. Wo man in Deutschland schon einmal die Nase rümpft, wird der Wild Life Run gerade durch diese Fraktion intensiv geprägt, wobei das Verhalten der Free-Biker gegenüber den MC’s teilweise schon als beinahe ehrfürchtig zu bezeichnen ist. So war jedenfalls mein Eindruck!

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Schaulaufen in uns bekannter Form findet dort nicht statt. Die gesamte Event-Gemeinde feierte relaxt und ungezwungen miteinander. Die Bands haben es aufgrund des heißen Wetters und der guten Stimmung an den unzähligen Bierzelt-Garnituren echt schwer, dass Publikum an die große Bühne zu locken. Nur  vereinzelt gelingt es ihnen, obwohl die Qualität durch die Bank gut war.

Ich habe an vorderster Front gekämpft!

Ich habe an vorderster Front gekämpft! He He…….

Das Highlight am Freitag hatte jedoch mit dem Event selber so gar nichts zu tun. Es bildete eigentlich nur den würdigen Rahmen. Der Wild Vikings MC begrüßte ein neues Hangeround-Chapter, das Probe-Chapter „Wild Border“ wurde von den Borns voll gemacht und in Triest gibt es nur auch ein Voll-Chapter!

Die italienischen Borns erfreuen sich in Nord-Italien großer Beliebtheit. Trotzdem werden die Aktivitäten sehr bewusst und maßvoll betrieben. Auf Masse zu setzen, ist nicht das Ziel des BTBW MC North Italy. Da ist man sich mit den deutschen Brüdern einig.

Ab 00.00 Uhr ging es dann an den Schnaps-Ständen rund. Aus Bayern war u.a. der MC Wheels of Steel mit einer beachtlichen Fraktion angereist. Die Männer kamen gut rüber, sind defintiv oldschool unterwegs, durchweg trinkfest und aufgeschlossen in den Talks. Ich unterhielt mich eine Weile mit dem Präsidenten vom Chapter Schwaben und hoffe auf eine Intensivierung des Kontaktes. Würde mich jedenfalls freuen, euch den MC in Bälde etwas konkreter vorstellen zu können. Gute Truppe jedenfalls!

Der Wheels of Steel MC rockte die Bude fast alleine!

Der Wheels of Steel MC rockte die Bude fast alleine!

Um 03.00 Uhr ging es für einige von uns zurück in das Hotel. Dort ging es dann mit Volldampf direkt weiter. Am Pool fand eine American-Pool-Party statt. Na, da haben wir uns aber nicht lange bitten lassen und sind dort auch noch aufgeschlagen. Und die drei Kutten fielen mächtig auf, insbesondere weil wir bester Laune waren und die Club-House-Mucke uns sogar auf die Tanzfläche trieb. Eine der beiden Go-Go-Tänzerinnen hatte es uns mächtig angetan. Leider konnte ich keinen Länderpunkt machen, in Italien ticken die einfach anders. Ich glaube, Kerle ab 100 KG schrecken die Mädels da eher ab. Schade eigentlich! Grins….

Kein Länderpunkt, aber fett Spaß!

Kein Länderpunkt, aber wir hatten fett Spaß! Ist sie nicht süß?

Ok, so lief also der Freitag. Das Geschehen am Samstag präsentiere ich euch morgen. Jetzt kümmere ich mich erst einmal um meinen Sonnenbrand. Alter Schwede, was habe ich mir den Pelz verbrannt!

Kontakt: www.facebook.com/events/249100558629255/?fref=ts

 

 

Autor: Lars Petersen

Mitglied im DPV Deutscher Presseverband - Verband für Journalisten e.V. Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann, davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Steckenpferd? Texten. Zur Person? Vater und MC-Mitglied (1%er). Karre? 99er Harley Davidson Road King. KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden werden, sofern es sich nicht um bezahlte Aufträge handelt. Besonderes: U. a. Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst, Organisator der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings sowie Produzent vom Motorcycle Jamboree Journal. Ausrichter vom Rocker Talk 1 und 3.