Die Harley Davidson Fat Bob
Seit jeher nimmt die Fat Bob in der Harley-Familie eine besondere Rolle ein. Schon der Name verspricht pure Kraft. Mit Doppelscheinwerfer und Drag-Bar-Lenker kommt sie wuchtig und pompös daher. Dezent ist nun wirklich was Anderes.
Die dicken Schlappen unter dem Minifender vorne machen auf Bad Boy und das Bürzelheck erinnert an die späten 80er. Die Sitzposition und der nahezu gerade Lenker zwingen den Body reichlich nach vorne, die Haksen liegen auch etwas höher als gewohnt und somit stellt sich die Frage, ob die Fat Boy an sich eine verkappte Sporty ist. Nee, ist sie nicht.
Mit dem 103er Twin Cam mit 1690 Kubik bei 79 Ps und 126 NM drückt die Fat Boy gewaltig auf die Straße. Hier kommt der Druck des Motors von unten, und zwar heftig. Doch auch der agile kurze Anzug kommt nicht zu kurz. So macht Karre fahren einfach nur Fun. Über die Position der Fußrasten kann man geteilter Meinung sein, denn manch einer muss sich da schon gewaltig strecken und darunter leidet der Wohlfühlfaktor, bedeutet aber in Kurvelage mehr Spiel als bei vielen anderen Harleys. Wie immer gilt: Auf jeden Pott passt ein Deckel. Das Baby hat in jedem Fall Stil und Performance und mit einigen kleinen persönlichen Modifikationen kann man der Fat Bob ein brachiales Outfit verpassen. Von vorne hat sie in jedem Fall eine hohe Wiedererkennung. Oder war es gar keine Fat Bob mit der Onkel Arnold in Terminator 2 durch die Kanalgräben von L.A. geballert ist?
Ob die Fat Bob zu dir passt, musst du schon selbst checken.
Einschätzung: kultig
Foto: www.harley-davidson.com
