Wako rockt 4.0! Was ging ab?

Meine persönliche Einschätzung!

„Letztes Jahr war aber weitaus mehr los!“. Diesen Satz habe ich sinngemäß am letzten Sonntag häufiger gehört. Nachvollziehbar, denn beim Wako rockt 3.0 waren in 6 Stunden nach Veranstalterangaben rund 2.500 Besucher auf dem Gelände und die zieht man nur, wenn alles andere auch passt. Einen solchen Run als Maßstab zu nehmen, würde aber dem Konzept Wako rockt generell nicht gerecht werden.

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Daher spielt für mich 2017 keine Rolle, zumal die bisherigen Events immer im Mai stattfanden, einer Zeit, in der die Menschen erst wieder so richt flügge werden und sich nach dem Winter aktiver zeigen. Da ich die ganze Zeit über vor Ort war, arbeite ich meine Eindrücke mal Step by Step ab.

Das Team vom Autohaus Wako war omni-präsent und stets ansprechbar!

Was ging ab?

Pünktlich um 11 Uhr startete das Event mit der Anmoderation durch die beiden Moderatoren von Radio Plan B, der Vorstellung des Veranstalters und dem obligatorischen Danke an die Sponsoren und beteiligten Firmen. Das Autohaus Wako konnte erneut eine ganze Reihe von Förderern für das Konzept begeistern. Direkt danach legte das Wild Rock Project als erster Live-Act mit etwas Verspätung los. Mit einer Stagetime von 11.30 Uhr waren wir natürlich recht früh dran, insofern ging keiner von uns von einem rappel vollen Platz aus. So war es dann auch.

Das Wild Rock Project steigt ein. Da war der Platz noch recht leer!

Mit der Zeit gesellten sich aber immer mehr Besucher hinzu und so langsam geriet die Band in Wallung und der Applaus für unsere eigenen Songs nahm spürbar zu. An die Bühnenkante trauten sich die Gäste aber noch nicht. Das passierte erst, nachdem ich dem Publikum mitgeteilt hatte, dass die Band vor Wochen beschlossen hat, sich aufzulösen. Jedenfalls machte die erste Reihe bei dem Song Rockers & Partys richtig gut mit. Und das war hoffentlich kein Mitleid! Zwei weitere Songs mussten wir uns klemmen, da wir ja eine kleine Zeitverschiebung hatten und dieses auch mit dem Moderatorenteam unmittelbar vor dem Gig so abgestimmt wurde, um den Time Table einzuhalten. Das klappte zu 100%! Meinen kleinen Texthänger möge man mir verzeihen! Unsere musikalische Leistung sollen bitte schön die Besucher beurteilen!

Na, geht doch. Die Stimmung passte letztlich!

Der zweite Live-Act!

Nach einer Zwischenmoderation stieg Stefan Meyer mit seiner Tochter Kayleigh als nächster Live-Act in das Geschehen ein. Ein Tribute an Freddy Mercury bzw. die Kultband Queen stand auf der Agenda und erzeugte in mir im Vorfeld durchaus höhere Erwartungen. Denn wer sich einen der wohl besten Entertainer & Sänger der Rockgeschichte vor die Brust nimmt, liefert entweder musikalisch und stimmlich gnadenlos gut ab oder er macht es auf eine völlig abgedrehte Art, mit der man so nicht rechnet und verblüfft damit das Publikum.

Nun, es war weder das eine noch das andere. Aber irgendwie schaffte es das Duo dann doch, der ganzen Nummer einen persönlichen Stempel aufzudrücken. Der spontane Einsatz von Manuel (Ex-WRP) als Drummer bei dem Song „We will Rock you“ konnte jedenfalls Sympathiepunkte einheimsen. Das Publikum hielt sich aber leider mit Applaus recht bedeckt. Schade, die beiden kamen im persönlichen Kontakt sehr sympatisch rüber und hätten sicherlich mehr Zuspruch verdient gehabt.

Zur Unterstützung von Stefan und Kayleigh setze sich Manuel an die Drums!

Der Headliner!

Irgendwie spürte ich, das es in diesem Jahr auch für den Headliner Unstraight nicht so ganz einfach werden würde, den dann doch vor ihrer Stagetime gut gefüllten Platz dauerhaft in Stimmung zu bringen. Gezogen hat die Truppe definitiv, denn mit dem Intro der Band zog es Dutzende an die Bühne. Die Band hat viele Fans, diese waren da und machten Stimmung. Umso weniger kann ich mir erklären, warum ausgerechnet zur Prime Time die Reihen hinter den Unstraight-Fans merklich ausgedünnt waren, zumal zum Ende des Konzertes an und auf der Bühne wieder richtig was los war.

Unstraight steigt ein und zieht das Publikum nach vorne!

Lag es an der sehr langen Setliste mit 28 Songs plus Einlagen? Klar, wenn man das auf die Bruttospielzeit umrechnet, muss man die Besucher schon so derbe anfixen, dass sie nichts anderes machen wollen, als hier und jetzt dabei zu bleiben, damit sie ja nichts verpassen. Wer schafft das schon? Möglich ist es aber auch, dass einige noch zum Flohmarkt oder zur Autoschau in einem anderen Delmenhorster Autohaus wollten. Das Publikum aus Ganderkesee und Umgebung lockte zudem der dortige Herbstmarkt und König Fußball, der SV Werder hatte ein Heimspiel, hat sicherlich ebenfalls Besucher gekostet.

Unabhängig davon, hätte ich bei so einem Paket an Songs eine Setpause gleich mit eingebaut. Klar kommen die Einlagen mit steigenden Luftballons und dem Grinsen der Kids auf Fotos positiv rüber, Unstraight sind für derartige Acts ja bekannt, aber letztlich muss man mit der Musik den Spannungsbogen aufrecht erhalten, und zwar bei den neutralen Besuchern, die einen gar nicht kennen. Ob dieses gelungen ist, mögen dann bitte aber auch diese beurteilen und kommentieren. Unstraight hat sich in Sachen Werbung und Bühnenpräsenz jedenfalls voll reingehängt.

Keine Ahnung warum zur Prime Time plötzlich so eine Lücke klaffte!

Biker!

Auch die Biker waren schon stärker vertreten. Das lag mit Sicherheit u. a. an dem Herbsttreff von Börjes in Augustfehn, zumal der Samstag dort völlig verregnet war und daher etliche Mopedfahrer nur kurz auf dem Wako rockt 4.0 erschienen, sich das Wild Rock Project reinzogen, um danach dorthin zu cruisen. Das war auch der Grund, warum ich kurzfristig die angedachte Filmsequenz für unseren Imagefilm auf die Magazinausfahrt am kommenden Samstag umlegte. Da habe ich genug Biker am Start und kann save agieren. Dafür, dass Wako rockt kein ausgewiesenes Bikertreffen ist, war der Besuch aus der Szene aber insgesamt völlig ok!

In den Spitzenzeiten war das Wako rockt 4.0 erneut gut besucht!

Fazit!

Wako rockt ist ein Familienevent mit dem Schwerpunkt Rockmusik. Und wenn man 2017 als bisheriges Highlight in Punkto Besucherzahlen und Stimmung mal beiseite lässt, dann hat Wako rockt 4.0 sicherlich eine insgesamt gute Performance hingelegt. Laut Presse waren rund 1.500 Personen vor Ort. Nun gilt es eine Auswertung vorzunehmen. Ich empfehle jedenfalls, dass Event zeitlich etwas auszuweiten.

In der Summe müssen wir festhalten, dass der Veranstalter ein Autohaus ist, dessen Kernkompetenz bei den Boliden auf vier Rädern liegt. Er muss das nicht machen, hat es aber geschafft, das Wako rockt eine Bereicherung für das Kulturangebot der Stadt Delmenhorst ist. Und das ist absolut positiv! Ich hoffe, es gibt das Wako rockt 5.0 in 2019!

Impressionen!

Kontakt: https://www.facebook.com/events/105950313545782/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.