Doppelte Ladung!
Am Donnerstag vor den beiden Veranstaltungen konnte ich mit der Wetterprognose gut leben. 17 Grad, 0% Regenwahrscheinlichkeit und 6 Stunden Sonne. Am Freitag sah das dann völlig anders aus. Petrus war der Meinung, dem Dicken spucke ich mal so richtig in die Suppe und beschere ihm 90% Regenwahrscheinlichkeit. Damit war klar, die Resonanz auf die Season-End-Magazinausfahrt sowie den 1st Bike ‚N‘ Rock Day wird aller Voraussicht nach sehr dünn ausfallen. Schauen wir uns das konkret an.
Die Season-End-Magazinausfahrt!
Diesen Aspekt können wir schnell abhaken, denn sie fiel quasi ins Wasser. Es regnete am Vormittag nahezu dauerhaft und letztlich fuhren wir mit einem Dutzend Bikes die von Harley Thoddy geplante und von ihm angeführte Tour. Ich überließ es ihm, ob er die gesamte Strecke abspult. Das tat er.
Beim Route 51 Meeting von Harley Bremen parkten wir auf dem hinteren großen Parkplatz und waren mit unseren 12 Bikes dort tatsächlich in der Überzahl. Damit war klar, dass die von mir angestrebte Synergie, nämlich Besucher von dort noch für den Bike ‚N‘ Rock Day zu gewinnen, nicht greifen würde. Meine Laune war völlig im Arsch, was aber keiner bemerkt hat. Ich habe das komplett überspielt. Niemand kommt gegen schlechtes Wetter an, ich bin aber so gepolt, das mich das keinesfalls tröstet. Wenn etwas nicht funktioniert, dann bekomme ich Pusteln. Insofern schwarmte mir Böses, was mich bei meinem Ankommen in Bremen beim Frankys Diner erwarten würde.

Das war das Bild auf dem großen Parkplatz bei Harley Bremen. Das wir dort sogar dominierten, fand dich denn doch echt erschreckend. Später war aber noch mehr los.
Der 1st Bike ‚N‘ Rock Day!
Der erste Blick wirkte auf mich nicht gerade verheißungsvoll. Es waren zwar mehr Leute vor Ort, wie bei dem samstäglichen Stammtisch, aber für ein derartiges Event war das eine viel zu schwache Resonanz. Und das, obwohl es mittlerweile aufgehört hatte zu regnen. Fuck!
Es kam nun also vollkommen auf die von mir empfohlenen Musikacts an. Bei der vorherigen Auswertung der sozialen Kanäle war bereits erkennbar, dass sich für diese völlig andere Gäste interessierten, außer den sonst üblichen Verdächtigen. Viele Kontakte aus der Musikszene erweckten die Hoffung, dass die Indoor-Nummer in jedem Fall gut angenommen wird. Und was soll ich sagen, ab zirka 13.30 Uhr war das Diner für mehrere Stunden quasi dauerhaft rappelvoll und brachte das Gastroteam aber mal so richtig ins Schwitzen. Es wurde Geld verdient, nicht zu knapp.
Thommy mit Springsteen-Cover sowie Jammin Sam featuring Steven MIguel zündeten voll. Der Gästemix entpuppte sich als ideal, vor allem konnte das Event einen ganzen Haufen neue Besucher auf das Diner aufmerksam machen. Von da an änderte sich meine Laune rapide und ich mimte gerne den Entertainer.
Thommy, Sam sowie Miguel live!
Drei Stunden netto beackerten die Musiker das Diner. Das war so gar nicht verabredet, aber die Männer hatten richtig Bock, wurden von der durchweg guten Stimmung getragen. Selbst Outdoor wurde gesungen und ohenhin viel gelacht. Der Clou? Die Musiker entschieden in Absprache mit mir, dass sie nicht hintereinander, sondern abwechselnd jeweils 5 Songs performanen. Das brachte eine beachtliche Frische auf die Bühne. Sehr geil auch, dass die drei gleichberechtigt den gut gefüllten Hut teilten.
Nach dem Gig waren Thommy und Sam jedenfalls sehr zufrieden, ich glaube, Thommy war sogar glücklich, denn ich verspürte bei ihm im Vorfeld durchaus eine gewisse Nervosität. Am Ende war das kein Thema mehr und die drei Mukker gaben sich als Finale noch einen Klassiker von The Boss und bekamen den mehr als verdienten Applaus. Der 1st Bike ‚N‘ Rock Day hatte gerockt. Das war eine sehr gute Nummer.
Für die Stände im Outdoorbereich lief es leider nicht so gut. Sie standen infolge der kühlen Temperaturen etwas verwaist im seitllichen Bereich. Zu meiner Überraschung sprach Anke Boll von Wild West Motorradreisen dennoch von teilweise guten Gesprächen. Na, das wäre ja cool, wenn sich für sie daraus etwas ergibt.
Die Stände!
Jeannie vom Aera 37 Shop konnte auch noch etwas Umsatz generieren. Selbst ich musste aus dem Beutel, da ich Blödmann eine Bikefigur abräumte und diese zerbrach. Gut, das die keine 100 Euro kosten sollte. Natürlich bezahlte ich das Teil und schaue mal, ob ich sie wieder ansehbar zusammen bekomme.
Fazit!
Der Bike ‚ N ‚ Rock Day hat unter dem Strich absolut funktioniert, denn der Kern der Veranstaltung hat voll gezündet. Frank und Leni vom Diner haben ganz sicher einen mehr als zufriedenstellenden Gewinn generiert. Wenn nicht, haben sie etwas falsch gemacht.
Meine Aufgabe war die Orga und damit bin ich vollends zufrieden. Insofern fuhr ich mit deutlich besserer Laune zum Backbone MC Germany, der seine Klubhauseröffnung feierte und wo ich mir den einen oder anderen Drink gönnte. Dort hatte ich dann noch sehr gute Gespräche mit etlichen Kuttenträgern.
Kaum auszumalen, was im Frankys Diner bei sonnigem Wetter losgewesen wäre. Ich vermute, die hätten dort einen Herzkapser bekommen. Die Nummer sollte rocken und das tat sie. Klar gab es auch Mankos, aber darüber kann man in einem Nachgespräch diskutieren, sofern ich dazu eingeladen werde.
Danke allen Beteiligten für den Einsatz. Ich versuche denn mal meine Erkältung loszuwerden und dann muss ich auch wieder das Geld verdienen, welches ich durch die Orga des 1st Bike ‚N‘ Rock Days nicht verdient habe. Ohne Kohle ist nämlich bekanntlich nix los. Meinungen & Kritik zum Event sind explizit erbeten.
Galerie!
Harley Bremen!
Frankys Diner:
Kontakt: https://www.facebook.com/frankysdiner
Fotos/Video: Copyright by bikemsusicandmore.com























