Live-Musik: Das OPR-Festival kommt!

Am 18. September startet die Premiere des OPR Rockfestivals in Ostprignitz/Ruppin. Das bisher bereits vorgestellte Line Up hört sich vielversprechend an. Aktuell wurden u.a. die Bands Bierballistik, VIVA 100% Deutschrock, Fräulein Tonspur, Mandados del Cielo, Wiens No.1 sowie Maerzfeld angekündigt. Auf der Basis der derzeit bekannten Informationen des Veranstalters versuche ich mal das Potential des Festivals einzuschätzen.

Das bisherige Line Up!

80 Beat per Minute sind wohl eher nicht zu erwarten sein, denn bei allen bisherigen Fraktionen dominiert ein hämmernder und schlagkräftiger Sound und sie können wohl ausnahmslos dem Genre Deutschrock zugeordnet werden. Gerade im Osten der Republik sollte dieses durchaus auch bei den Bikern ankommen.

Definitv gilt dieses für Mandados del Cielo, die bereits auf etlichen Bikertreffen als Tribute für die Böhsen Onkelz aufgespielt haben und zum Beispiel mehrfach auf dem Motorcycle Jamboree zu Gast waren, einem großen Biker- Event im Osten nahe Berlin, dass ebenfalls sehr erfolgreich regelmäßig Deutschrock präsentiert. Es sollen weitere Bands folgen, insofern darf man gespannt sein, welche Genres noch verpflichtet werden. Ein Zwischenfazit? Es fehlen weitere Genres!.

Kreutz von Mandados del Cielo feuert das Publikum an!

Der Veranstalter!

Da kann ich mich derzeit nur auf einen persönlichen Kontakt beziehen, denn leider gibt es auf der Homepage und der Facebookseite kein Impressum, welches klar aufzeigt, wer für das Festival verantwortlich ist. Meine Infos sowie der Copyrighthinweis auf der Homepage beziehen sich auf den OPR Festival e.V. in Gründung, dessen 1. Vorsitzende Daniela Kaiser nach eigener Aussage ist.

Grundsätzlich ist das so lange egal, wie das Event stattfindet. Im Falle einer Absage, das kommt ja nun auch mal vor, sollte aber der Käufer eines Tickets wissen, an wen er sich wegen der Rückforderung seines Ticketpreises wenden muss. Dazu braucht es auch eine Rückerstattungsrichtlinie. Selbiges gilt natürlich auch für Dienstleister, sofern Verträge die Info nicht hergeben. Zwischenfazit! Unbedingt das Impressum erstellen und weitere Transparenz schaffen!

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Preise!

Folgende Preise gelten: Tagesticket Freitag 18,00 Euro, Tagesticket Samstag 23,00 Euro sowie das Wochenendticket 38,00 Euro (Plus Versandkosten)

Tja, das wird m. E. nicht einfach da eine breite Akzeptanz herzustellen. Wenn ich die Preise mit ähnlich gelagerten Events vergleiche, dann sind sie in jedem Fall ambitioniert. Derzeit fehlt ein echter Headliner, der aber ja noch kommen kann, um zum Beispiel 43,00 Euro inkl. Versand für den Besuch für alle Tage zu rechtfertigen. Immerhin reden wir von einer Premiere, bei der es keine Erfahrungswerte gibt. Ok, wenn man Alk und Food für schmales Geld anbietet, sieht die Bilanz ggf. anders aus, aber dazu gibt es aktuell keine Infos. Zwischenfazit? Wird eng!

(Screenshot Homepage Rheinsberg). Das kostet das Parken aktuell im Eventbereich!

Werbung und Social Medias!

Der Veranstalter hat bereits in 2019 seine Page im Fratzenbuch aufgemacht. Doch diese gibt kaum etwas an Infos her. Klar entwickelt sich eine derartige Seite und bis September ist noch reichlich Zeit, aber wenn ich so früh in das Marketing einsteige, dann sollten die Standards schon kommuniziert werden. Händlermeile ja/nein, Campground ja/nein, Müll, Toiletten, Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe, Lokation, Parkplatzsituation, Texte zu den Bands, Videos der Bands, Zusatzkosten ja/nein, Richtlinien für die Ticketrückgabe.

Laut Daniela Kaiser, sie steht auf dem Motorcycle Jamboree 2020 mit ihren Feuersäulen, sind Biker willkommen und die Zielgruppe ist ja auch hochinteressant, weil sehr mobil. Aber ich würde keine 200 KM One Way für ein Event fahren, wo ich die Gesamtkosten nicht einschätzen kann. Ohne das Campground auf dem Festivalgelände kommen ja bei Übernachtungsgästen noch Hotelkosten hinzu und Campingplätze sind auch keine Schnäppchen mehr. Zwischenfazit? Mir fehlen eindeutig Serviceinformationen!

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Gesamtfazit!

Meine Zeilen mögen sich teilweise nörgelich lesen, aber versteht diese eher als Tipp. Ich bin froh über jedes Biker- und Musikevent, welches neu kommt und jeder Veranstalter hat eine echte Chance verdient. Aber ich habe auch schon selber Fehler bei eigenen Events gemacht sowie neue Festivals verfolgt, die einfach nur schlecht gemacht und kommuniziert wurden und wo ich eher das Gefühl hatte, dass sich die Macher selber ein Festchen hinstellen und sich beweihrauchen wollen.

Ich bleibe am Ball und werde bezeiten alles kommunizieren, was mir bekannt und m. E. wichtig ist. Und wer weiß, eventuell wird das OPR Rockfestival noch mein Monatstipp September für den Osten. Ach ja, mein Interviewangebot an Daniela Kaiser steht natürlich noch. Kontaktaufnahme und das läuft. Nun, auf dem diesjährigen Motorcycle Jamboree besuche ich ihren Stand. Garantiert!

Hörprobe Viva 100% Deutchrock!

Hörprobe Maerzfeld!

Kontakt: https://www.facebook.com/events/2540596299372668/

 

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.