Motorraddemo Köln: Die Schlussrede!

Die Abschlussrede der Motorraddemo in Köln wurde von Anika Schmidt vom MOTO e.V. gehalten. Damit beende ich die vierteilige Serie über die Substanzbeiträge dieser Demo.

Die Rede!

“Hi zusammen, ich bin Anika, die 2. Vorsitzende von Moto e. V. Warum ich heute auf der Bühne stehe? Ganz einfach: Weil, entgegen dem öffentlich geschaffenen Bild, Motorradfahren keine reine Männersache ist, sondern auch Frauen Motorräder lieben! Genau diese gemeinsame Liebe und Leidenschaft hat zu dem geführt was wir heute sind: MOTO e.V.

Alles begann im letzten Jahr mit dem Entsetzen über die Drucksache 125/20. Klar war: Wir müssen etwas tun! Aber was? Gestartet sind wir mit einer Petition. 205.165 Unterschriften machten es mehr als deutlich: Wir sind mit unseren Gedanken nicht allein!

Während der Planung der Demos im letzten Jahr am 04.07. in Berlin, Düsseldorf, Dresden und Oldenburg wurde schnell deutlich: Nur Demos alleine reichen nicht aus, um etwas zu bewegen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Moto e.V. bereits in der Gründung. Heute, ein Jahr später, um eine Menge Gesetze, Paragraphen, technisches Wissen, Gespräche, Arbeit und schlaflose Nächte reicher, stehen wir erneut hier. Geschlossen!

Vielen Dank an die Biker Union, den BVDM, Ride Free und die Initiative Schräglagenfreiheit, die dies zusammen möglich gemacht haben. Unser Lärmdisplay-Test in Simmerath vor einigen Wochen löste eine Welle der Entrüstung aus, nicht nur bei den Motorradfahrern, sondern auch bei den Gemeinden. Bis heute ist nicht eindeutig klar,
wer letztlich der Betreiber des Lärmdisplays ist.

Zirka 1.500 Biker versammelten sich am Rheinufer. Ich habe sehr viel Postives aus Köln gehört.

Versprochen ist aber, wir bleiben dran, denn Lärmdisplays sind und bleiben, richtig kalibriert, eine hervorragende Sensibilisierungsmaßnahme für alle Verkehrsteilnehmer! Für die Anwohner an vielbefahrenen und tatsächlich lärmgeplagten Strecken wächst unser Mitgefühl, denn die Kommunal- und Landespolitik rührt sich seit Jahren nicht.

Man debattiert medienwirksam in der Presse über Streckensperrungen oder einseitige Geschwindigkeitsbegrenzungen, entwickelt hilflos eine Plakatkampagne nach der anderen und ist sich nicht bewusst, welche Möglichkeiten bereits heute existieren. Nach fast einem Jahr intensiver Arbeit müssen wir feststellen:
Fast alle unsere Angebote zum Dialog sowie praktikable Lösungsvorschläge ohne Verbote und einseitige Freiheitsbeschränkungen wurden bisher von der Kommunal- und Landespolitik kaum angenommen!
Daher fordern wir heute nochmals: Dialog statt Verbot! Mit uns und nicht gegen uns.