R.I.P: Der Umgang mit Beerdigungen!

Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht!

Ich nehme einen mir bekannten konkreten Fall zum Anlass, um mich mal generell aus meiner Sicht zum Umgang mit dem Thema Beerdigungen insbesondere in den Social Medias zu äußern. Es geht dabei nicht nur um Beerdigungen von Bikern, sondern um meine genrelle Sichtweise.

R.I.P! Beerdigungen sind stets sensibel, Biker-Beerdigungen sogar besonders!

Wie ich das sehe!

Fakt ist doch wohl, wenn ein Mensch stirbt, spielt das eigene Selbstverständis keinerlei Rolle. Aus Pietätsgründen stehen die Bedürfnisse der Angehörgen und/oder im Falle von Clubmembern die des jeweiligen Clubs eindeutig im Vordergrund, selbst wenn man zu dem Verstorbenen eine persönliche Beziehung hatte. Eigene Inhalte und Fotodarstellungen der Trauerfeier, die im Kontext zu der Beerdigung stehen, sind mit der Familie oder dem Club grundsätzlich im Vorfeld abzusprechen. Ohne Wenn und Aber!

Wenn man den Verstorbenen gut kannte, kennt man auch die Familie und den Club, ergo ist der direkte Draht möglich, um erst einmal auszuloten, wie man das eigene Bedürfnis unter den Angehörigen und Brüdern sieht. Die persönliche Motivation ist irrelevant, das entscheidende Wort führt die Familie, es sei denn, der Verstorene hat etwas anderes in seinem Testament verfügt, zum Beispiel das der Club die Geschicke lenkt. Der Tod ist eben kein Thema wie jedes andere und auch im Zeitalter der digitalen Verbalergüsse muss man hier äußerst sensibel agieren.

Nun ist das Netz, besonders das Fratzenbuch, ja ein immenser Tummelplatz von Egomanen geworden, die alle meinen ihren Senf dazugeben zu müssen. Nun, dafür wurde es ja auch erschaffen.  Ich tue das auf meine Art auch. Aber es ersetzt doch wohl im Zusammenhang mit einer Beerdigung keinesfalls die Überlegung, wie könnte das was ich tue draußen ankommen. Hier bedarf es einer Selbstreflexion, die mittlerweile kaum noch gegeben ist. Jeder ballert reflexartig seine Posts heraus. Nur ist gut gut gemeint, nicht gleich gut gemacht.

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In meinem Testament ist festgelegt, das mein Chapter unter Mitwirkung meines Sohnes alles in meinem Sinne regelt. Ansonsten hat niemand etwas zu melden. Tatsächlich sollte man schon zu Lebzeiten daran denken die eigenen Wünsche zu formulieren, um Irritationen im Zusammenhang mit dem Begräbnis zu vermeiden. Was allerdings im Testament steht und wie die Verstorbenen den eigenen Tod noch zu Lebzeiten sehen, welche Gespräche geführt wurden, wissen meistens nur die Angehörigen und Brüder. Daher verstehe ich die zum Teil dämlichen Kommentare in den Sozials nicht, die i. d. R aus Sympathie für den Verfasser sofort das verbale Schwert führen, wenn die Aktion in die Hose zu gehen droht. So geht das nicht!

Wenn ich über den Jordan gehe, würde es mich auch freuen, wenn meiner gedacht wird. Ob durch persönliche Worte oder Fotos. Aber ich gehe generell davon aus, dass sich jeder genau überlegt, ob es bei anderen ggf. nicht so gut ankommt. Und wenn man selber schon das Gefühl hat, dass es von der Familie oder dem Club kritisch gesehen werden könnte, dann lässt man es oder man klärt das eigene Bedürfnis vorher ab. Was spricht auch dagegen? Nichts!

Ich habe in der Vergangenheit nicht immer so agiert, insofern basiert meine heutige Sichtweise auf eigenen negativen Erfahrungen. Ja, auch ich habe meine persönlche Sicht in den Fokus gestellt und bin damit gegen die Wand gelaufen. Merke! Wenn 90% eine Aktion gut finden, gibt es immer noch 10%, die es nicht so sehen. Und wenn sich darunter die Angehörigen und/oder der Club befinden, dann habt ihr ein Problem, denn es gilt stets “Family @ first!”

R.I.P hat eine eindeutige Aussage, nämlich “Ruhe in Frieden”. Ob eine verbale Auseinandersetzung dem nun gerecht wird, nun, sie wird es nicht. Übrigens, der Beitrag ist keine Kritik an bestimmten Personen, deren Agieren hat nur den impuls freigesetzt!

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.