Angeli Negri MC Rhein-Main: 45th Anniversary Party!

Hat sich die Tour gelohnt?

Ich habe bereits etliche Touren abgespult, bei denen ich länger unterwegs war, als zur 45th Anniversary Party des Angeli Negri MC Rhein Main. Trotzdem war die vom letzten Weekend in wenigstens zweifacher Hinsicht etwas Besonderes, denn 1. war es bei der Anfahrt so dermaßen heiß, dass einem gefühlt der Saharawind ins Gesicht wehte und relaxtes Cruisen irgendwie anders geht und 2. hatte das Chapter unser Wild Rock Project gebucht, in dem unser Gitarrist „Hesse“ Member in dem Chapter Rhein Main ist und damit ein echtes Heimspiel hatte.

Auf der Erkundungstour aufgeschnappt. Hier gehts lang zum AN MC!

Das Vorgeplänkel!

Die Erwartungshaltung war durchaus hoch. Immerhin reden wir von 45 Jahre MC-Historie und der in 1973 von einem Italiener gegründete MC hat in seiner Region recht markante Duftmarken gesetzt, so dass ich mit einem volles Platz rechnete, dieses in einer Region, die ich nicht allzu häufig besuche bzw. meistens nur durchfahre. Ich hatte mich entschieden bereits am Freitag zu starten. In Anbetracht der Hitze war das absolut richtig, denn nach der Tour noch einen Gig zu fahren, wäre vermutlich eher in die Hose gegangen.

Zu meiner Überraschung kam ich in Rodau noch recht fit an. Vice President Benny hatte mir Quartiert gewährt. Sehr gut, denn so konnte man noch in aller Ruhe Szene quatschen. Vorher ging es aber auf seine Einladung hin zu einem Griechen im Nachbarort. Wow, das Essen war echt lecker. Danach quatschten wir bei ihm Zuhause über alles Mögliche. Der Wohlfühlfaktor war vom Start weg sehr hoch. Ok, wir hatten uns zwar schon einige Male vorher gesehen, aber ein Besuch in seinem Privathaus ist denn schon eine andere Nummer.

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Am nächsten Morgen traf sich die gesamte Truppe auf einen Kaffee bereits sehr früh bei Benny. Der für die Party gemietete Platz musste hergerichtet werden und es wartete jede Menge Arbeit auf das Chapter. Ich entschied mich dazu direkt mitzufahren, um bereits von den Vorbereitungen einige Impressionen einzufangen. Danach setze ich mich auf mein Bike und erkundete die Region. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde, in dem das Cruisen echt Spaß macht.

Diesen Platz galt es, für die Party fit zu machen!

Was ging ab?

Für 18.00 war der offizielle Start der Party vorgesehen. Logen war ich schon früher auf dem Platz. Dieser präsentierte sich mir als ideale und absolut einladende Partylokation. Nun war auch ich davon überzeugt, das ein Unplugged-Gig genau die richtige Entscheidung des Chapters war. Bedingt durch die hohe Gastfreundschaft des Clubs stellte sich noch nicht einmal das bei mir übliche Lampenfieber ein.

Eine Bühne? Quatsch, on the Floor und mittendrin ist doch viel geiler!

Das Chapter Wunsiedel war bereits eingetroffen, gute Gelegenheit sich vorzustellen. Langsam trudelten die Bandkollegen und die ersten Gäste ein. Der Platz füllte sich zunehmend und ein Ende war nicht in Sicht. Daher verlegten wir unser erstes Set um 45 Minuten nach hinten. Große und kleinere Clubs rollten an und auch der Anteil an zivilen Gästen wuchs beträchtlich. Gegen 20.45 Uhr stiegen wir in das Konzert ein. Die Stimmung auf dem gesamten Platz war sehr locker und nahezu herzlich.

Mit IBC-Tanks haben die Negris im großen Zelt einen Tresen erstellt. Cooe Idee, zumal die Tanks von innen beleuchtet und dadurch effektvolle Lichtreflexe erzeugt wurden!

Ich denke, bereits im ersten Set konnten wir einen Achtungserfolg verbuchen, denn auch wenn Rocker nicht dafür bekannt sind, dass sie frenetisch Applaus spenden, so waren viele Augen auf uns gerichtet. Die Negris waren jedenfalls absolut zufrieden und für unser zweites Set hatten wir ja noch eine Überraschung parat. Denn einer der Prospects wurde an diesem Abend in die Bruderschaft aufgenommen. Spontan hatte ich die Idee, dass wir die Setfolge ändern und den Song „Brothers“ unmittelbar vor der Taufe spielen, um die Prozedur einzuleiten.

Das Spalier der Schande? Ganz im Gegenteil!

Für einen Prospect ist die Taufe das elementare Cluberlebnis schlechthin. Denn mit dieser wird er als vollwertiger Member in die Bruderschaft aufgenommen. Das vergisst man nie. Und durch den Song, der wie die Faust auf das Auge zu diesem Ereignis passte, wurde das Wild Rock Project zu einem Bestandteil seiner Taufe. Member Duke war von der Konstellation so angetan, dass er mit mir gemeinsam den Refrain trällerte. Auch das habe ich so noch nicht erlebt.

Er hat sich bewährt und seine Zeit als Prospect erfolgreich durchlaufen!

Fazit!

Die gesamte Party verlief einfach nur rund. Es ist ohnehin nicht die absolute Anzahl an Gästen, die eine Party zu einem echten Erlebnis werden lässt, nein, es ist der Verlauf. Der Platz war voll, die Stimmung absolut lässig und das ich mir nach dem Gig recht ordentlich einen hinter die Binde kippte, ist ein Zeichen dafür, dass ich mich definitiv wohl fühlte. Immerhin war ich in und nach der Geisterstunde der vermutlich einzige Fischkopf auf der Party und somit für jeden Heißsporn ggf. eine Herausforderung . Doch Böse-Gucker-Fraktionen waren nicht anwesend.

Die Bemühungen der Negris wurden mit einem vollem Platz belohnt!

Presi „Big“ und seine Männer haben auf den Punkt abgeliefert. Vorbereitung, Organisation, Einteilung, Gästebetreuung, was ich sah und mitbekam, lief rund und ohne jede Komplikation ab. Es würde mich absolut wundern, wenn das Chapter zu einem anderen Ergebnis gelangt. Ich bin für die Nummer knapp 1.000 Km gefahren und zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Gedanken, dass ich mir den Weg hätte sparen können. Das war eine Party, die dem Schlachtruf „Negri Power“ organisatorisch absolut gerecht wurde.

Presi „Big“ (rechts) hatte allen Grund zur Freude!

Es wird sicherlich eine Herkulesaufgabe werden, dieses mit der 50th Anniversary Party noch zu toppen. Doch auch das traue ich der Truppe zu. Wer es schafft, unmittelbar nach der Party einen so großen Platz um 10.00 Uhr morgens absolut clean zu übergeben, der wird an dieser Aufgabe nicht scheitern. Ich bedanke mich bei den Negris für die Gastfreundschaft, explizit bei Vice Benny und seiner Lady, die mir den Aufenthalt in ihrem Haus äußerst angenehm gestalteten, ohne auch nur einmal künstlich rüber zu kommen. Ich habe fertig! Ab in die Impressionen!

Die Vorbereitungen!

Das Partygeschehen!

Wild Rock Project live!

Kontakt: https://www.facebook.com/anmc114/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.