BTBW MC Italy: Der Wild Life Run 2018!

Was für die deutschen Borns das Motorcycle Jamboree ist, dürfte für die italienischen Chapter des BTBW MC Italy der Wild Life Run sein. Auch wenn das Jamboree um einiges größer ist, so sind die Zutaten für ein attraktives Bikerevent durchaus vergleichbar. Ich war nach einigen Jahren der Abwesenheit mal wieder vor Ort und habe euch reichlich Impressionen mitgebracht.

Die Zutatenliste!

Gehen wir die einzelnen Aspekte doch mal peu a peu durch.

Gegen Abend versprüht der Wild Life Run seinen eigentlichen Charme!

Die Bands:

Schon bei meinen vorherigen Besuchen auf dem Wild Life Run fiel mir auf, dass die italienische Musikszene so einiges zu bieten hat. Das war in diesem Jahr nicht anders. Der Querschnitt im Line Up war absolut ausgewogen und es war für jeden Geschmack an sich etwas dabei. Die Band Opera hat mich allerdings völlig aus den Socken gehauen. Insbesondere der Sänger glänzte mit einem stimmlichen Repertoire, welches ich so seit langer Zeit nicht mehr live gehört hatte. Seine Phrasierungen waren der Burner.

Die Band Opera hat mich mit ihrem Power Metal & Alternative Rock definitiv abgeholt.

Die anderen Bandmitglieder standen ihm allerdings in nichts nach. Kraftvoll und dynamisch gingen sie zu Werke. Leute, wer auf Power & Alternative Metal im Stile von Judas Priest oder Alter Bridge steht, sollte die Truppe echt über die Grenze holen, sofern deren Paket bezahlbar ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Combo an Gigs in Deutschland Interesse hat. Der BTBW MC Italy kann da bestimmt vermitteln.

Die Dixieland Connection. An den Drums Sacco, italienischer Member bei den Borns!

Alle anderen Musikacts standen Opera an sich in nichts nach. Es lag im wesentlichen nur an der Stagetime, ob die Bands das Publikum ziehen konnten oder nicht. Gegen 16.00 Uhr ist das halt doppelt so schwer, denn da wollen die Biker ihre Benzingespräche führen und zudem gehen die Italiener mehrheitlich erst gegen späteren Abend aus dem Haus. In diesem Punkt unterscheidet sich das Jamboree doch sehr stark vom Wild Life Run. Sie haben halt eine andere Mentalität.

Die UB Dools konnten mit gefälligem Rock N Roll überzeugen!

Die Händler-Area!

Die Anzahl der Stände war völlig ok. Am Samstag und Sonntag lief zudem ein Swap Meet. Es wurde viel Gebrauchtes und Nützliches für den Biker angeboten. Schmuck, Lederparts, Tücher, so richtigen Schrott fand ich nicht vor. Neu war für mich, dass am Sonntag der Wild Life Run noch das Thema US-Cars präsentierte. Das allerdings musste ich mir wegen der Rückreise klemmen. Ich denke, bei dem Top-Wetter, es war teilweise schon zu heiß, haben die Chapter nochmals richtig Zulauf auf dem Platz gehabt.

Das Foodangebot!

Absolut ok und für jeden Geschmack etwas dabei. Verhungern muss man dort nicht. Positiv, mit den gekauften Bons konnte man auch an den Imbisswagen bezahlen. Der Renner waren die Haxen.

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MMA!

Auf dem Jamboree sind es die K-1-Fights, hier waren es MMA-Fighter, die sich in einem Ring mitten auf dem Platz absolut ambitioniert ein Battle lieferten. Und mit dem Charakter von Rummel-Boxen hatte das wahrlich nichts zu tun. Die Kollegen haben echt Gas gegeben. Der Lohn waren unzählige Zuschauer. Kleine Kritik! Die Fights liefen während auf der Bühne im großen Zelt eine Band spielte, so dass zwei Acts sich Konkurrenz machten, und das ganze fand ebenerdig ab. Schwierig, da noch etwas aus der fünften Reihe zu sehen, wenn die Kollegen sich am Boden beackern. Wie wäre es in 2019 mit einem kleinen Podestbau?

Die Besucher!

Wie oben bereits angedeutet, sind die italienischen Biker ganz anders unterwegs. Zudem scheint es aktuell in der Szene einen Umbruch zu geben. Deutsche Clubs waren in diesem Jahr eher spärlich vertreten, das war schon ganz anders, denn gerade für Clubs aus dem Süden Deutschlands ist der Wild Life Run ob seiner Lage im Nahbereich von Venedig an sich immer ein lohnendes Ziel. Nun, ggf. war es einfach nur Zufall, dass heuer weniger Germans am Start waren.

Am Nachmittag gab es noch einige Lücken. Die Italiener zeiht es zum Abend raus.

Dafür habe ich dort Hobbit, Member des Last Liberty MC aus Konstanz, getroffen. Er war Teilnehmer in der Runde vom ersten Rocker Talk und ich habe mich echt gefreut, ihn wieder zu sehen. Seit dem Talk sind wir immer mal wieder in Kontakt. Wir haben für uns beide festgestellt, dass es eine gute Sache war und das wir mit dem ersten Rocker Talk einen Impuls gesetzt haben,. der als absolut positiv zu bewerten ist. Hobbit ist ein Irrwisch und ein echter Spaßvogel.

Hobbit (rechts) war Teilnehmer im ersten Rocker Talk!

Spezial!

Am Samstag nachmittag war denn noch eine Stippvisite zum Clubhouse des BTBW MC North Italy angesagt. Oldschool!

Fazit!

Der Wild Life Run bot ein erneut breites Spektrum. Wer mit der richtigen Stimmung dort aufschlägt, dürfte keinesfalls Langeweile verspüren. Klar, es gibt immer je nach Tageszeit Ups & Downs, was die Besucherresonanz anbelangt, aber letztlich haben sich die italienischen Borns voll reingehängt und sollten mit dem Gesamtverlauf zufrieden sein, auch wenn sie schon mehr Besucher auf dem Platz hatten. Ab in die Impressionen und den Videomitschnitt von Opera!! Ich habe fertig!

Kontakt: https://www.facebook.com/events/599932690360257/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.