Messe: Die HMT 2020!

Statt mit dem Auto bin ich in diesem Jahr mit dem Zug zur HMT 2020 rüber gefahren. Auf den Stress auf der A1 und die Verkehrsprobleme aufgrund der Freitagsdemo Friday for Future hatte ich so gar keinen Bock. Diese Anreiseform kann ich an sich allen aus meinem Kiez empfehlen. 24 Euro für ein Niedersachsenticket,  Fahrtzeit knapp 1,5 Stunden inkl. Busfahrt direkt vom ZOB zur Messe CCH. Perfekt!

Blick vom Obergeschoss auf die untere Halle. Das ist schon imposant und logistisch sicher nicht ganz so easy, auch wenn viele Aussteller jedes Jahr am gewohnten Platz aufbauen.

Eindrücke von den HMT 2020!

Die HMT sind jährlich die größte Messe in Norddeutschland. Dort erwarten einen jedes Jahr Impressionen ohne Ende. Hinzu gesellen sich in meinem Fall etliche Talks mit anderen Szenegängern. Ich war Freitag bereits mit Öffnung der Türen am Start. Mir den ersten Messetag auszusuchen entpuppte sich als goldrichtig. Die Hallen sind längst nicht so voll. Fotos können schnell abgeschossen werden, zudem sind die Aussteller noch nicht so reizüberflutet und geben bereitwillig Auskunft. Das mache ich nur noch so.

Guter Anbieter für Bikeradressen und mit reichlich Tourenkarten ausgestattet.

Da die HMT ein so umfangreiches Paket sind, in diesem Jahr gesellte sich ja noch die Hamburger Tattoo Convention hinzu, teile ich meinen Eindrücke in zwei Teile auf. Heute startet ich quasi mit dem allgemeinen Teil, morgen gehe ich etwas konkreter auf einige Anbieter und Points ein, die mir aufgefallen sind oder die ich gezielt angesteuert habe. Steigen wir ein.

Am Eingang Ost drängten sich bereits die Besucher und begehrten Einlass. Pünktlich um 12.00 Uhr öffneten sich die Türen, die Masse strömte ein. Mit meiner Akkreditierungskontrolle ging es schnell, ruckzuck war ich im Hallenbereich. Zunächst flamierte ich durch die Gänge, ließ erst einmal alles auf mich wirken. Ich versuche mich immer in die Position des normalen Besuchers hinein zu versetzen. Wenn mich da ein Stand anfixt, ist er meistens auch als Thema für mein Magazin geeignet.

Imposante Akrobatik-Show der Lady!

So wie im Falle von www.Biker-Cennection.de, einem Zusammenschluss von 7 Hotels im Sauerland, den ich separat kontakten werde. Am Stand der Motorradzeitschrift Kradblatt legte ich meinen zweiten Stopp ein. Dessen Herausgeber Marcus und ich chatten öfters mal zu bestimmten Themen. Das etablierte Kradblatt und ich sind völlig unterschiedlich aufgestellt. Er glaubt an Jesus, ich nicht, er hat gegenüber der Clubszene eine skeptische Haltung, ich nicht, er fokussiert sich eher auf technische Apekte, ich setze auf die Vibrations untereinander, weshalb insbesondere die Biker-Partys eine große Rolle bei mir spielen. Trotzdem kommen wir recht gut miteinander klar und Freitag führten wir unseren ersten längeren Messetalk auf den HMT.

Danach erblickte ich am Stand von Harley Davidson Hamburg Nord „Harley Toddy“, Member im Steelworks Chapters der Harley Owners Group, den ich vor einigen Wochen in der Rubrik Biker & Business vorstellte und mit dem ich ohenhin noch etwas zu klären hatte. Hauptanziehungspunkt auf dem großen Stand des Vertragshändlers war die Live Wire, die man Probe sitzen und imaginär fahren konnte. An sich war das Teil regelmäßig umlagert, die Neugierde der Fangemeinde ist durchaus groß, aber nach dem Eigencheck waren die skeptischen Blicke halt dann doch mehrheitlich festzustellen. Trotz Klimadiskussion und dem Bestreben Verbrennungsmotoren gänzlich zu verbieten wird Harley Davidson noch lange brauchen, um dafür eine echte Akzeptanz zu erzeugen, dessen man sich m. E. aber auch bewusst ist.

Die Live Wire wird kontrovers diskutiert. No Sound, keine echte HD-Optik sind die Schlagwörter!

Im Foodbereich hat mich nichts überrascht. Das Angebot ist vielfältig, aber recht teuer. Messepreise halt. Allerdings muss man fair bleiben, denn die HMT sind keinen Bikerparty des lokalen MC, sondern eine hoch kommerzielle Messe mit odentlichen Standgebühren. Den Kaffee für 1 Euro herauszgeben funktioniert da wirtschaftlich nicht. Trotzdem, 3 Euro sind mir für einen kleinen Pappbecher zuviel. Aber, es sit an sich für jeden Geschmack was dabei.

Trotz nicht gerade moderater Preise war der Foodbereich gut belegt.

Nach zirka zwei Stunden Hallenrundgang hatte ich subjektiv das Gefühl, dass in diesem Jahr weniger sogenannte „Ramschanbieter“ mit Produkten made in Pakistan oder Indien am Start waren und die Standbetreiber sich zudem mehrheitlich mehr Mühe mit der Standausgestaltung gegeben haben. Einen echten Kandidaten für die No-Go-Liste konnte ich jedenfalls nicht ausmachen. Insgesamt präsentierte man sich optisch auf einem soliden bis sehr hohen Niveau. Es ist aber nicht selten so, dass die Stände mit höheren Flächen, somit auch deutlich mehr Standmiete, besser wirken, als kleinere Stände. Das Investment selbst scheint durchaus den eigenen Anspruch zu steigern.

Pretty in Pink. Da braucht es keine aufwendigen Standaufbauten.

Fazit Teil 1!

Ich habe nicht alle Bereich durchlaufen können. Es ergaben sich halt doch einige längere Talks, u. a. mit Bassmann Volker von der Band Brenner, die aktuell recht gut angesagt ist, sich aber in der Bikerszene erst noch nachhaltig behaupten muss. Auch mit Anke Boll von www.wildwest-motorradreisen.de konnte ich einen Plausch halten, natürlich mit Wolle, dem Organisator der Clubmeile auf den HMT.

Warum ich der Meinung bin, dass die Club Meile konzeptionell überdacht werden sollte und sich einige Aussteller dort im völligen Schlafmodus befinden, was meine Talks hervorgebracht haben, und wir mein Gesamtfazit ausfällt, dass erfahrt ihr morgen in Teil 2. Ab in die Impressionen!

Impressionen!

Kontakt: https://www.facebook.com/HamburgerMotorradTage/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.