Störte 1%er: Seine Karpaten-Tour – Teil 3!

Hinweis: Wer Teil 1 und 2 nicht gelesen hat, findet ganz unten die Links dazu!

50 Jahre on the Road!

Ich kenne Störte 1%er persönlich. Er war unter anderem Gast auf dem Podium im zweiten Rocker Talk, der vom damaligen Rocker Portal in Königswusterhausen initiiert wurde. Zudem war er langjähriger Clubmember und hat mit einer Sporty in der Kategorie Original Custom Painting in Sturgis in den USA den zweiten Platz belegt. Das alles ist schon eine Weile her. Aber ausgedehnte Touren sind noch immer sein Ding, Touren, die er oftmals ganz alleine absolviert.

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Störte 1%er ist bereits 50 Jahre on the Road, und so dachte er sich wohl, dieser Umstand braucht eine ganz besondere Tour. Tja, und diese führte ihn in die Karpaten. Mit seinem Tourbericht lässt er euch nun daran teilhaben. Das hatten wir bereits vor dem Trip abgesprochen. Und wie immer, liefert Störte ab. Da er sich umfänglich einlässt, splitte ich das von ihm Erlebte in drei Teile auf. Ich habe seinen Tourbericht nicht redigiert, weil ich den Tourbericht keinesfalls verändern will. Was zählt ist die Message!

Störte

Die Karpaten-Tour – Teil 3!

„Montags in der Frühe ging es dann wieder Richtung Norden. Ich hatte für Nachmittags noch eine Verabredung bei Szeged im Süden Ungarns. Das sollte die Etappe für diesen Tag sein. Immer wieder hatte ich in früheren Zeiten vorgehabt (ja sogar versprochen?!) den „Ungar“, Presi des Plettenberger Toros MC zu besuchen.
Der macht regelmäßig da unten auf seinem Anwesen Urlaub, doch irgenwie hat das nie geklappt. Nun passte alles und gegen fünf Uhr am Nachmittag tuckerte ich mit dem wirklich letzten Schluck Benzin auf seinen Hof.
Die sehr versteckt liegende, einzige Tanke in der unendlich weiten Steppen- und Buschlandschaft hätte ich ohne seine Hilfe nicht finden können. Riesengroße Freude, Stefan und seine Old Lady Nicole umarmten mich so herzlich. Yep, wer kennt das nicht, wenn alles zusammen kommt und man als brother Abends sitzen, entspannen und reden kann? Ohne zu erklären was man gerade an Strecke mit allen seinen Wäg- und Unwägbarkeiten hinter sich gebracht hat; ist dein Gegenüber ja ebenfalls altgefahrener Rocker und Einprozenter mit hundertausenden Kilometern im Gepäck.
Wir sinnierten über Bikes, Scene, Touren  und momentane Attitüden so mancher Protagonisten. Dabei war die souveräne Sicht des „Ungar 1%er“ und seine Position auf die aktuellen Dinge eine erfrischende Perspektive. Wir hätten tagelang quatschen können…aber das holen wir nach, versprochen. Stefans vorzüglicher ungarischer Geflügelgulasch mit Nudeln war wie ein Turbocharger für meine Körperbatterie…absolut lecker!!! love you brother(;-)
Super geschlafen und nach üppigem Rühreifrühstück ging es weiter Richtung Norden. Ziel war ein Campingplatz am Neusiedler See in Östereich.
Den erreichte ich zum Nachmittag und so langsam kam ich runter, sprach man ja hier auch wieder meine Muttersprache und übermorgen wollte ich schon zu Hause sein. Ach ja, Peter und seine Lady „Socke“ lagen ja bei Nürnberg auf der Strecke. Die vorsichtige Anfrage per WhatsApp ob einer Etappe bei ihnen beantwortete der alte Grantler wie folgt: was fragst denn, komm einfach vorbei…ach und was willste essen? und natürlich schmiss er den Grill an. So sind die beiden, und so liebe ich sie. Wie wir uns kennenlernten damals ( auf der ersten Demo in Berlin) hatte ich ja bereits in einem früheren Bericht beschrieben, und die letzten Partys auf dem Jamboree der Borns hatten wir gemeinsam gefeiert. Auch die letzte Rutsche zurück nach Gevelsberg machte ich trocken und ohne Unterbrechung und meine liebe Chrissy wartete schon wie immer auf mich an der offenen Garage. Lol.
Fazit: 5000km in acht Tagen. Die Rocker der GenZ Generation würden schon nach der ersten Etappe heulen. Die meisten anderen Rocker mit weißer Kutte und Lackschuhen wissen nicht einmal wie man Serpentine schreibt geschweige denn fährt. Nur E10 Super Benzin in Ungarn und Östereich, da fängt die alte Guzzi Einspritzer irgendwann an zu scheppern und zu klingeln. Da meinst du der Motor fliegt auseinander. Das Absteigen von einer GS BMW heißt Ständer runter und über die Fußrasten auf die Erde. Oder ist das eine neue Aufnahmebedingung im Turnerbund?  Die Handgelenke schmerzen. Bären bitte nicht füttern. Für den, der mal die ausgetretenen Pfade verlassen will, sind diese beiden Straßen ein MUSS!!!
Keinen Kilometer will ich jemals missen und die beiden Pässe da unten waren athemberaubend. Nichts was ich bisher gefahren habe war schöner.
Für mich ganz persönlich eine würdige Tour zum meinem 50 Jahre on the road Jubiläum!!!
Hunter S. Thompson würde sagen: What a ride !!!
In diesem Sinne keep on rocking, keep on rolling
yo Störte1%er“ (Ende Tourbericht)

Annmerkungen:

Erstmal ein fettes Danke an Störte 1%er dafür, dass er sich unmittelbar nach der Tour diesen Aufriss gegeben hat. Wenn es nach mir geht, könnt ihr mir jeden Tag derartige Tourberichte zusenden. Toros MC? Klar, kenne ich. Allerdings war ich seinerzeit beim Toros MC Iserlohn. Das war meine erste Tour für das Onlinemagazin in zivil und ich werde nicht vergessen, wie ich seinerzeit gemerkt habe, wie man mich seitens der Partygäste argwöhnisch gemustert hat. Ich stelle den damaligen Bericht darüber mal unten ein.

Mit Störte 1%er verbindet mich einiges: Wir telefonieren immer mal wieder, auch er war schwer an Krebs erkrankt, und er ist ein absoluter Oldschooler, vermutlich weitaus mehr, als ich es jemals für mich in Anspruch nehmen kann. Wenn ihr ihm begegnet, redet mal mit ihm über den 1%er-Status. Ihr werdet Dinge hören, die nicht im Ansatz mit dem etwas zu tun haben, was man heutzutage im Allgemeinen darüber denkt.

Er hat schon Touren abgespult, davon könnt ihr nur träumen. Ich sehe in ihm einen ausgewiesenen Globetrotter, der sich streng an den historischen Ursprüngen der Rockerkultur orientiert und diese lebt und bereitswillig seine Ansichten weitergibt, egal, ob er eine Clubjacke trägt oder nicht. Störte, mach einfach nur so weiter. Es ist immer wieder erfrischend, deine Texte zu lesen. Keep on rocking!

Beitragslink Toros MC: https://bikesmusicandmore.com/toros-mc-iserlohn-halloween-party/

Tourbericht 1 + 2:

Störte 1%er: Seine Karpaten-Tour – Teil1!

Störte 1%er: Seine Karpaten-Tour – Teil 2!

 

Autor: Lars Petersen

Mitglied im DPV Deutscher Presseverband - Verband für Journalisten e.V. Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann, davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Steckenpferd? Texten. Zur Person? Vater und MC-Mitglied (1%er). Karre? 99er Harley Davidson Road King. KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden werden, sofern es sich nicht um bezahlte Aufträge handelt. Besonderes: U. a. Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst, Organisator der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings sowie Produzent vom Motorcycle Jamboree Journal. Ausrichter vom Rocker Talk 1 und 3.