Szene: NRW rüstet mit Kampfpanzer auf!

Auf der Page von NonstopNews habe ich einen Artikel über die neue Allzweckwaffee gegen den Terror und die Rockerkriminalität entdeckt. Ab sofort verfügt die Polizei in NRW über einen Kampfpanzer vom Typ Surviver R. Ob damit in Zukunft die Klubhäuser der MC’s in NRW gestürmt werden, kann ich nicht einschätzen, aber das der Terror in einem Atemzug mit der Rockerkriminalität genannt wird, lässt ja schon einmal persé tief blicken, wohin die Reise hingeht.

Wechselwirkungen!

Wenn man sich die BKA-Statisktik 2017 anschaut, so stellt sich zunächst die Frage, warum der Anteil von lediglich 3,9 % an Verfahren (nicht Urteile) gegen MC-Mitglieder mit einem Bezug zur OK, hier so stark gewichtet wird, dass die Rockerkriminalität, die es definitiv gibt,  mit dem Kampf gegen den internationalen Terror in Einklang gebracht wird. Völlig überzogen und nichts als ein Showeffekt!

Weiterhin ist der Einsatz eines Kampfpanzers in Bezug auf die taktischen Ziele der Polizei im Bereich der Rockerszene mehr als fraglich. Ok, er hat sicherlich eine abschreckende Wirkung, aber seien wir doch mal ganz realisitisch, der Schutz der Beamten durch die Innenkabine des Panzers vor Beschuss, Sprengsätze und Minen, dürfte doch wohl eindeutig dem Bereich Terror zugeschrieben werden, denn meiner Kenntnis nach wurde von Rockern noch nie bewusst und ganz gezielt auf Polizeibeamte geschossen oder ein Sprengstoffanschlag verübt. Jedenfalls nicht in dieser Republik.

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Das Ziel!

Und wieder einmal wird durch die Art der Berichterstattung und die Statements der Politik klar zum Ausdruck gebracht, dass sich der Bürger vor Rockern zu fürchten hat und das der Staat alles tut, um das Sicherheitsbedürfnis der Menschen in diesem Land vor den Horden der gewaltbereiten Rockern zu schützen. Da passt es doch super, dass nur wenige Tage zuvor das neue Polizeiauzfgabengesetz in NRW verabschiedet wurde.

Zudem stelle mir schon die Frage, ob der Einsatz eines solchen Panzers nicht ganz prinzipiell gegen das Gesetz verstößt, wonach die Polizei stets und ständig das geringste Mittel anwenden muss, welches geeignet ist, den polizeilichen Erfolg zu erzielen. Nun, da die Behörde anscheinend völlig unfähig ist dieses mit seiner Manpower und den erheblichen technischen Mitteln zu erreichen, fahren also in Zukunft Panzer vor die Türen der Clubhäuser. OMG!

Und wer glaubt jetzt wirklich daran, dass man damit die einzelnen Kriminellen daran hindert, auch in Zukunft ihren Geschäften nachzugehen. Lächerlich und reine Symbolnummer! Doch sie funktioniert. So hat sich doch tatsächlich ausgerechnet der Herausgeber einer Motorradzeitschrift auf der Page von NonstopNews sich den Spaß erlaubt, mich direkt mit dem Artikel in Verbindung zu bringen, verbunden mit der Frage, ob der Szene, damit auch mir, jetzt die Düse geht.

Tja Kollege, es gibt Dinge, über die kann nicht jeder lachen und das unreflektierte Handeln kann auch mal ganz schnell ins Auge gehen, wenn zum Beispiel jemand durch einen solchen Spaß ggf. Probleme mit dem Arbeitgeber oder Kunden bekommt und dadurch finanzielle Einbußen erlangt. In diesem Fall aber gut zu wissen, wer es war und an wen man sich wegen der Regressforderungen wenden kann. Auch ohne Panzer, aber mit schlagkräftigen Argumenten! Hey, war doch auch nur ein Spaß!

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Ich sehe schon, bis zum 23. Februar wird es noch jede Menge an Futter für den dritten Rocker Talk geben. Lanfgweilig dürfte es uns da sicherlich nicht werden! Hier der Link zum Beitrag von NonstopNews: https://www.nonstopnews.de/meldung/28988?fbclid=IwAR3JDSJqUlK6-3PEao2pTM5GQBlA8Z4urLFZRZhym5hXpvNh3MDpSkn0iP4

Zieht euch abschließend mal dieses Video rein und stellt euch selber die Frage, ob das alles in Punkto Rockerszene noch angemessen ist oder ob wir wieder als Spielball öffentlicher Sicherheitsinteressen herhalten müssen. Übrigens, Rheinmetall ist die die Firma, die das Exportverbot für Rüstungsgüter seitens der Bundesregierung umgangen hat. Lol

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.