Szenemedien: TopRocker!

Mit der ersten Ausgabe von TopRocker hat der Warrior Verlag m. E. eine mittlerweile beachtliche Aufmerksamkeit erzielt. Und ja, das Teil ist durchaus gut gemacht. Ich habe mir den Opener als E-Paper angeschaut und für mich festgestellt, dass die Macher eine wenigstens solide Premiere hingelegt haben, auf der man aufbauen kann. Ok, die Aussage „Wir sind die Stimme der Szene rund um das Clubleben“ kann man so nicht stehen lassen, denn TopRocker ist nur eine Stimme der Szene und nicht die Stimme!

(Screenshot von www.warrior-verlag.de). TopRocker ist da!

Einschätzung!

Ich sehe TopRocker jedenfalls als eine willkommende Ergänzung zu den bisherigen Szenemedien, zu denen ja auch mein Baby gehört. Grafisch ansprechend produziert, mit einem gefälligen Themenmix im Opener, markiert der Warrior Verlag jedenfalls Ambitionen. Hier wurde nachgedacht, bevor man in die Produktion einstieg. Nun wird es u. a. darauf ankommen, das man keinen Höhenflug bekommt, sondern solide die Feedbacks auswertet und die weiteren Ausgaben das eigene Credo erfüllen, sprich der Szene eine Tiefe geben.

Screenshot Facebookseite TopRocker: Jipp, ein sehr gelungenes Cover. Nur woran erinnert mich das Illustrationskonzept?

Der Warrior Verlag hat sich für In Print entschieden, nimmt damit erhöhte Produktionskosten in Kauf. Eine kluge Entscheidung, denn so ist das neue Magazin in den Clubhäusern präsent. Die Startauflage von 5.000 Exemplaren wird zwar nicht ausreichen, um in der Republik eine schnelle Verbreitung zu generieren, aber mit Unterstützung der Onlinemedien und einer zu erwartenden Auflagenerhöhung kann ich mir durchaus vorstellen, dass TopRocker sich am Ende des Jahres 2020 bereits etabliert hat, sofern man die Qualität ausbaut und die Themenauswahl ein breites Spektrum bietet.

Wichtig wird dabei sein, dass TopRocker mittelfristig nicht zu einem Werbeblättchen verkommt, welches am Ende primär dazu dient, bestimmte Leute und Interessen darzustellen und erst gar nicht damit anfängt die Inhalte den kommerziellen Interessen voran zu stellen.

Fakt ist, hier haben Szenegänger entschieden, dass sie etwas für die Szene machen, eine Plattform bieten, wo es jetzt im Kern darauf ankommt, dass insbesondere die Clubs das neue Medium annehmen und unterstützen. Das wird nicht so einfach sein!

Top-Anzeige

Fazit!

Ich sehe TopRocker nicht als Konkurrenz, sondern als Produkt einer generellen Entwicklung, die es einfach notwendig macht, dass unsere Szene so dargestellt wird, wie sie ist; bunt, vielschichtig und anders. Insofern erwarte ich mit Spannung die weiteren Ausgaben. Bis dahin: Guter Anfang!

Was die Facebook-Gruppe anbelangt muss man aufpassen, dass sich diese nicht so entwickelt, dass sie am Ende Tausende Mitglieder hat, aber keiner was wirklich Substantielles zu berichten hat. Diese Bildchen mit dem üblichen Spruch „Ich bin X und komme aus“  langweilen nur.

Hinsichtlich des Aspekts Old School sei erwähnt, dass beim Biker Talk am 25. April im Rahmen der Friendship Party des Roamers MC Germany in NRW  aktuell noch ein Platz in der Talkrunde zum Thema „Old School vs New School“ zu vergeben ist. Das ist m. E. eine gute Möglichkeit, live im Gespräch mit anderen Szenegängern sein Standing klar zu machen. Oder der Verlag hat Bock auf ein Interview mit mir, um sein Standing darzulegen. Irgendwie kommen wir schon zusammen.

Link EPaper: http://warriorflipbook.xara.hosting/

Kontakt: http://www.warrior-verlag.de/

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.