Reisebericht von WildWest Motorradreisen!

Mitte Dezember hatte ich euch WildWest Motorradreisen ausführlicher vorgestellt. Meinem Angebot unseren Lesern einmal eine Tour konkret selber vorzustellen, ist Inhaberin Anke Boll nunmehr nachgekommen. Da Tour- und Reiseberichte stets recht ausführlich sind, steigen wir doch am besten direkt ein. Die Fotos habe ich frei nach Schnauze eingepflegt!

Anzeige: WildWest Motorradreisen!

Reisebericht Wild West 2018 Anke Boll!

Ende Mai 2019 ging es mit 16 Freunden und 11 Motorrädern durch Amerikas „Wilden Westen“. Nach der Ankunft in Los Angeles wurden wir von unserem Tourguide in Empfang genommen und nach einer kurzen Begrüßung genehmigten wir uns das erste von noch vielen Steaks.

Am nächsten Morgen durften wir unsere Bikes abholen. Ich nahm freudig meine schwarze Street Glide in Empfang. Der Verkehr aus Los Angeles ist nicht ohne, die erste dreiviertel Stunde muss gleich auf dem Highway abgespult werden, da heißt es Konzentration. Die 5 bis 7 Fahrspuren werden von den Einheimischen kreuz und quer befahren.

Auf den Weg nach Palms Springs merkt man noch nicht viel von den Weiten, denn kurvenreiche Bergstraßen über Lake Elsinore und in den San Bernardino National Forrest führen uns zum ersten Ziel. Nach 304 km haben wir Palms Springs erreicht.

Anke Boll, Betreiberin von WildWest Motorradreisen, hier im Grand Caynon!

Da die Temperaturen im ersten Abschnitt der Reise oft um und über die 48 Grad gehen, brechen wir nach einem typischen amerikanischen Frühstück in Ruby`s Diner früh auf. Auf den 372 km bis nach Laughlin gibt es Landschaft soweit das Auge reicht. Witzige Felsformationen und Kakteen können wir im Yoshua Tree National Park bewundern. Nun kommt der Abschnitt von dem jeder Biker träumt. Am berühmten Roy`s Cafe in Amboy beginnt die Fahrt auf der „Historic Route 66“ durch die Wüste über die Staatsgrenze nach Nevada. Einer der heißesten Tage endet in Laughlin.

Bock auf die Golden Gate Bridge?

Heute fahren wir in den dritten Bundesstaat. In Arizona besuchen wir die alte Goldgräberstadt Oatman mit seinen vielen wilden Eseln. Über den verschlungenen Sitgreaves-Pass fahren wir aus den Black Mountains direkt nach Kingman. Auf der Weiterfahrt nach Seligmann passieren wir das Indianer Reservat „Hualapai“ und kilometerlange Züge.

Das Städtchen Flagstaff passieren wir auf der letzten Etappe zum Grand Canyon. Nach 392 km kommen wir im Hotel an. Diesmal gibt es kein Tour-End Bier. Wir fahren direkt zum Canyon und lassen uns von dem gigantischen Panorama beim Sonnenuntergang überwältigen.

Am nächsten Morgen starten wir früh. Als erste Gruppe melden wir uns zum Helikopterflug über den Grand Canyon an. Der Flug dauert mit Start und Landung ca. 45 Min und ist einfach grandios. Unsere Route führt uns weiter am Südrand des Grand Canyons entlang zum Land der Navajos. In lebensecht fahren wir an den „Bildern“, die den Wilden Westen in unserer Vorstellung geprägt haben vorbei, zum Monument Valley.

Das Pack bei der Einfahrt in das Monument Valley!

Mit 544 km vom Monument Valley zum Bryce Canyon haben wir heute die längste, aber auch landschaftlich die schönste und abwechslungsreichste Strecke vor uns. Nach dem Verlassen des Monument Valley kommen wir zum „Forrest Gump Point“ ein beliebter Stopp für eines der schönsten Bilder. Wir überqueren den Colorado River, fahren durch den Glen Canyon, der uns mit seinen Formationen und Farben beeindruckt. Für Fahrer mit Höhenangst ist das „Rückgrat des Teufels“ – Devil`s Backbone, eine interessante Herausforderung. Die Straße führt direkt über Berggrate ohne große Begrenzung zu den Hängen links und rechts der Straße.

Auf einem Plateau im Nirgendwo. WildWest Motorradreisen setzt auf das große Abenteuer!

Wir verlassen den 4. Bundesstaat unserer Reise – Utah. Als erstes machen wir einen Abstecher zum Bryce Canyon. Tausende Kleckerburgen in allen Größen schimmern rot und gelblich in der aufgehenden Sonne, aber einer der schönsten Nationalparks steht uns noch bevor. Der Zion Park, mit seiner roten Straße, den fast zwei km langen Tunnel durch die Felsen, den verschiedenen Canyons, Talsohlen und den Serpentinen. Nach diesem Naturspektakel empfängt uns Hitze und Ödnis mit sehr viel Wind auf den Weg nach Las Vegas. Schon von weitem schimmert die Silhouette der Stadt wie eine Fata Morgana in der Wüste und der Verkehr staut sich, unsere Motoren kochen hoch und manch einem tut die Kupplungshand weh.

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Ganz früh am übernächsten Morgen, die aufgehende Sonne im Rücken, verlassen wir Las Vegas und fahren ins Death Valley, der heißeste Platz und tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre knapp 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Von mehr als 30 Meter unter dem Meeresspiegel fahren wir heute noch auf über 2130 Meter zum Mammoth Lakes und auch der Temperaturunterschied ist gewaltig. Von 46 Grad zu nur noch 17 Grad, also unbedingt die Jacke griffbereit haben.

Mit 240 km ist es heute fast eine kurze Strecke, aber wir fahren durch kurvige Granitschluchten und erkunden den Yosemite National Park mit seinen Felsen, Wasserfällen und Bären. Wir fahren durch Kaliforniens „Gold Rush“ Land und passieren kleine Minenstädte, Redwoodwälder und nähern uns der reichen Küstenregion. Nach fast 320 km kommen wir zum berühmten Wahrzeichen der Stadt San Francisco und fahren über die Golden Gate Bridge.

Anke am Ende der Route 66 in Santa Monica!

San Francisco ist definitiv keine Motorradstadt, die Straßen sind so steil und das Einbahnstraßengewirr erfordert höchste Konzentration. Die erste Herausforderung ist die steilste Straße San Franciscos. Mit den Motorrädern schlängeln wir uns unter den Augen vieler Schaulustigen die Lombard Street runter. Gen Süden geht es an der Pazifik-Küste auf den legendären Highway 1, einer der spektakulärsten Motorradstrecken, nach Monterey. An der Küste ist das Wetter unbeständig. Viel Nebel und auch tiefere Temperaturen als wie bisher gewöhnt . Auf dem Highway 1 geht es auf steinigen Klippen und über Flussschluchten nach Pismo Beach.

Mit Wehmut besteigen wir unsere Motorräder. Unsere letzten 360 km liegen vor uns. Auf dem Highway 101 machen wir uns auf den Weg nach Los Angeles. Rechts der Pazifik links das Küstengebirge. Viel zu schnell sind wir in Santa Barbara. Nach einer Kaffeepause geht es durch Malibu der berühmten Strandsiedlung der Stars. In Santa Monica auf dem Pier haben wir unsere letzte Pause. Die Fahrt durch Los Angeles bei Hitze und Dauerstau fordert uns noch einmal richtig. Nach 14 Tagen und etwa 4200 km müssen wir uns von unseren treuen Motorrädern trennen.

Fazit

Für etliche deutsche Biker sind die USA immer noch das Reiseziel Most Wanted schlechthin. Anbieter gibt es daher recht viele. Inwieweit jetzt WildWest Motorradreisen in eure engere Auswahl kommt, weiß ich natürlich nicht, aber allen Guides steht der Weg offen, sich mit einem konkreten Reisebericht bei uns vorzustellen. Motto? Any PR are good PR!

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitlglied. Karre. 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.