Saison 2021: Polizeikontrollen!

Erst kürzlich fand bei einem beliebten Bikertreff (Name ist bekannt) in Essen eine massive Polizeikontrolle statt. Nach Angaben von Zeugen waren rund 40 Beamte aktiv. Um Motorradkontrollen ging es nicht, nein, dieses Mal wurden die Corona-Auflagen kontrolliert bzw. durchgesetzt, insbesondere die 50-Meter-Vorgabe zum Bikertreff selbst. Das hätte man m. E. auch anders und genauso effektiv regeln können, aber es ist ja nun wahrlich nicht das erste Mal, dass die Rennleitung massiv aufschlägt, um ein Zeichen zu setzen.

Ob es nur vereinzelte Verstöße gab oder gleich mehrere, ist nicht bekannt, aber der Aufmarsch von derart vielen Beamten schreckt ab und so ist es kein Wunder, dass jetzt schon die ersten Biker diesen und auch andere Treffs in Zukunft meiden wollen. Sie möchten damit den potentiellen Kontrollen aus dem Weg gehen.

Erst kürzlich kam es zu einem massiven Einsatz der Rennleitung bei einem Bikertreff in Essen.

Beliebte Treffs meiden?

Wer sich selber an die Regeln hält, darf generell davon ausgehen, dass er von polizeilichen Maßnahmen nicht tangiert wird und das es zu keinen Sanktionen kommt. Ist das so? In der Realität oftmals nicht, denn alleine die neu geschaffenen PAG’s geben den Beamten einige Instrumente an die Hand, die selbst bei einem korrektem Verhalten des Bikers zu einer Kontrolle und auch anderen Maßnahmen führen können. Im dritten Rocker Talk hatten wir explizit darüber gesprochen, wirklich verstanden hatten das nur wenige.

Oftmals reicht es schon, dass es sich um einen beliebten Treff handelt. Die jeweilige Haushaltsregel, das Alkoholverbot, ggf. sogar ein Versammlungsverbot, ein Treff ist für mich übrigens keine Versammlung i. S. d Versammlungsgesetzes, Möglichkeiten polizeilich einzuschreiten gibt es etliche, ob die Maßnahme verhältnismäßig ist steht allerdings auf einem völlig anderen Blatt. Wer nicht vor hat die Rules zu brechen, sollte dennoch in jedem Fall weiterhin seinen Lieblingstreff anfahren und sich von derlei Aktionen keinesfalls abschrecken lassen.

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Wo kommen wir denn hin, wenn wir alleine aufgrund der potentiellen Möglichkeit einer Kontrolle uns selbst in der freien Entscheidung beschneiden? Sorry, das ist für mich ein klarer Widerspruch zu dem Freiheitsgedanken eines Bikers. Wir alle dürfen für uns in Anspruch nehmen, dass wir nur für das eigene Fehlverhalten, aber nicht für das Fehlverhalten anderer Personen gemaßregelt werden.

Checkt in Zukunft einfach vorab die Lage in der jeweiligen Landesverordnung und richtet euch darauf ein, das es in der Saison 2021 überall zu regiden und teilweise massiven Kontrollen kommt, die eben nicht zwingend etwas mit den Motorrädern und deren technischer Beschaffenheit zu tun haben. Die Haushaltskassen sind stark strapaziert, da muss wieder Kohle reinkommen und ein Verstoß gegen Corona-Auflagen bringt mal so richtig Zaster. Letztlich muss es aber jeder für sich entscheiden.

Empfehlung? Bleibt standhaft und behandelt die Beamten so, wie ihr auch behandelt werden wollt. Selbst ein Verstoß gegen Regeln gibt keinem das Recht euch über Gebühr mit Maßnahmen zu belegen. Es gilt das Prinzip der Verhältnismäßgkeit und meistens sagt einem schon das Bauchgefühl, ob diese noch gewahrt ist.

PAG NRW für Interessierte: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=3120071121100036031

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.