Blick zur Seite! Was droht Tirol infolge der Fahrverbote?

Österreich gehört zu einem der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen! Das gilt auch für etliche Motorradfahrer, die das Cruisen in den gebirgsreichen Regionen und auf den ausgedehnten Pässen lieben. Darauf hat sich die Gastronomie vollends eingestellt. Kommunen und Gemeinden haben sich mächtig ins Zeug glegt, um die Motorradfahrer als Zielgruppe zu gewinnen. Sie sind mobil und fahren in der Regel einen hohen Umsatz. Statt Salat gibt es Steak, statt Apfelschorle gibt es das eine oder andere Bier mehr. Kurzum, die Motorradfahrer sind eine feste wirtschaftliche Größe.

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Das droht zu kippen!

Die Entscheidung in Tirol einige Strecken ab dem 10. Juni nun mit einem Fahrverbot infolge einer Streckensperrung zu belegen, wird aller Voraussicht aber nicht nur die Region treffen, die von den Fahrverboten direkt erfasst ist, sondern sich auch auf andere Gebiete in ganz Österreich auswirken. Nur so kann man die spontanen Reaktionen etlicher Motorradfahrer interpretieren, die eine derartige Entscheidung als Affront gegen die gesamte Szene ansehen und in Zukunft das Land generell meiden wollen. Motto? Wer sowas zulässt, bekommt meine Kohle nicht mehr.

Das haben auch etliche regionale Gastronomen erkannt und sich ebereits in den Social Networks gemeldet und versuchen ihre Kernzielgruppe darauf einzuschwören, das es ja auch über die gesperrten Strecken hinaus unzählige schöne Zufahrtswege gibt, auf denen man anständig cruisen kann. Ich wage zu bezweifeln, das diese Bestrebungen tief genug greifen, auch wenn etliche Protestierer sich letztlich dann doch erneut für diese Region entscheiden werden. Fakt ist, sie werden Federn lassen. Und das in Zeiten des Sars-2 und seiner erheblichen Regulierungen!

Während die meisten Gastrobetriebe das evtl. über andere Zielgruppen kompensieren können, ist das bei denen auf Biker spezialisierten Betrieben kaum möglich. Die bekommen jetzt eine weitere Klatsche. Froh darüber mit geringerer Kapazität überhaupt wieder agieren zu können, was noch lange keine Gewinne ausmacht, müssen sie nun die nächste bittere Pille schlucken. Ich bin gespannt darauf, ob es seitens dieser Betreibe konstituiert zu heftigen Protesten kommt. Der Logik folgend haben sie an sich keine andere Wahl, denn Nordtirol ist vermutlich nur der Anfang.

Fazit!

Ich hatte vor dieses Jahr einige Tage in Hinterglemm auf einer Alm zu verbringen. Auch ich habe direkt mit Ablehnung reagiert und meiner Lady gesagt, da fahren wir nicht hin, obwohl Hinterglem gar nicht nicht betroffen ist. Keine Ahnung, ob ich da noch mal in mich gehe. Derzeit aber ist Östereich für mich jedenfalls weit weg. Trotzdem muss das jeder Motorrdfahrer für sich genau abwägen, denn sollte das Fahrverbot gekippt werden, ich rechne ganz fest mit Klagen dagegen, sind die Lieblingspoints eventuell nicht mehr da, wenn man in einigen Jahren wieder frei cruisen darf. Wenn!

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.