Fahrverbote, Streckensperrungen & Co – Was kommt 2022?

Persönliche Gedanken!

Die neue Regierung konsituiert sich derzeit, die Ressorts sind quasi verteilt. Ob damit der Druck auf Motorradfahrter hinsichtlich der Forderung nach einem temporären Fahrverbot oder mehr Streckensperrungen wächst oder abnimmt, lässt sich aktuell nicht einschätzen. Persönlich gehe ich davon aus, dass sich an der Gesamtsituation nichts ändert, der Druck sogar eher zunimmt.

Die Klimadebatte liegt wie ein großflächiger Mantel über den Einzelforderungen. Im Bereich der Diskussion um Motorradlärm geht es ja auch schon lange nicht mehr nur um den Verkehrslärm als solches, sondern sehr wohl um die Verkehrstransformation hin zu elektrischen Antrieben. Und da die Grünen nun in der Verantwortung stehen müssen wir mit allem rechnen.

Motorraddemos sind wictig. Ihre Wirkung verpufft aber schnell, wenn keine Nachbearbeitung stattfindet..

Was kommt in 2022?

Hendrik Wüst, ein maßgeblicher Treiber der Drucksache 125/20, ist neuer Landesfürst in NRW. Die dortigen Biker können also damit rechnen, der Mann wird Gas geben und die Bestrebungen der Kommunen und Gemeinden hin zu weiteren Streckensperrungen klar untersützen. Und da er dem menschenmäßig größten Bundesland vorsteht, dürfte sein Einfluss auf andere Bundesänder in der MPK ganz sicher zunehmen. Insofern wird es auch im nächsten Jahr Grund genug geben auf die Straße zu gehen. Wir werden also wieder demonstrieren. Doch das alleine reicht nicht.

Jeder für sich, aber hier eben miteinander.

Support für die Vereine?

Demos sind ein Muss, aber sie können kaum den politischen Kurs beeinflusssen, denn Politik wird in Konferenzräumen gemacht. Ob in Berlin oder anderswo 10.000 Biker sich ein bildgewaltiges Stelldchein geben, den Fachausschus interessiert das herzlich wenig. Was ihn aber interessiert sind Interessenvertretungen, die mit echter Expertisé der Poltik nachhaltig auf den Nerv gehen und diese mit Eingaben und Nachfragen konfrontieren. An dieser Stelle ist die Biikerszene schon mal einen Schritt weiter gekommen.

„Hochschalten – Dialog statt Verbot“ ist eine Initiative verschiedener Gruppierungen und m. E. unterspützenswert.

Mit der Initivative Hochschalten – Dialog statt Verbot wurde eine Plattform geschaffen, auf der sich nahezu alle maßgeblichen Vereine und Interessenvertretungen gemeinsam unter einem Dach präsentieren und austauschen. Damit verfügt man nun über eine deutlich höhere interne und externe Reichweite. Aber, gemessen an der Anzahl an zugelassenen Bikes ist die Gesamtzahl der echten Untersützer einfach immer noch zu gering. Man muss ja kein Mitglied in den Vereinen werden, aber man sollte zumindestens die Vereine in ihren Bestrebungen untersützen, wenigstens jedoch nicht ohne triftigen Grund blockieren, einfach nur, weil man gerade Lust verspürt diesen verbal eins auszuwischen.

Bei mir erhalten die Vereine stetig eine Plattform, um ihre Anliegen zu kommunizieren. Allerdings musste ich in der Vergangehenheit feststellen, dass bis auf wenige Ausnahmen dieses Angebot so gut wie gar nicht genutzt wird. Wenn ich nicht selber pro aktiv auf die Leute zugehe passiert da kaum etwas. Hier sollte man ggf. mal erneut über den Aspekt Medienarbeit nachdenken. Je mehr Leute erreicht werden, desto höher ist auch die Chance neue Miitglieder zu gewinnen, aktive wie passive. Eine kurze Mail oder eine Info über den Messanger reicht meistens aus, damit ich mich dem Anliegen widme.

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Fazit!

Die Demos sind und bleiben wichtig. Hier rechne ich jedoch in 2022 mit weiteren Ermüdungserscheinungen in der Szene selbst. Unabhängig davon empfehle ich die Kampagne Hochschalten – Dialog statt Verbot stärker zu beobachten, darin die einzelnen Vereine und deren Arbeit näher kennen zu lernen und diese ggf. mit Spenden oder einer Mitgliedschaft zu untersützen, sofern man deren Philosophie teilt.

Ihr kennt die Intiviative Hochschalten – Dialog statt Verbot noch nicht? Ab in den Kontakt: https://www.facebook.com/dialogstattverbot

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.