Bikers for Freedom e.V.: Die Helm-Aktion in Stuttgart!

Was die Schweizer können, können wir Schwaben schon lange. Keine Ahnung, ob das der erste Gedanke von Helmut Eiberger vom Bikers for Freedom e.V. war, aber Fakt ist, die Helmaktion der Schweizer Motorradfahrer vor dem Schweizer Bundeshaus im August hatte ihm derart gefallen, dass er diese adaptierte und für den 19.09. ebenfalls zu einem stillen Protest gegen die Forderungen des Bundesrates aufrief. Der Grundgedanke bestand darin, dass möglichst viele Motorradfahrer ihren Helm auf dem Schillerplatz niederlegen und so auf friedliche und stille Art klar zum Ausdruck bringen, was sie von der Drucksache 125/20 halten, nämlich nichts!

Leider lief die Stuttgarter Aktion von helmut nicht so erfolgreich, die die vorherige Demo!

Was ging ab?

Leider nicht viel. Denn kaum mehr als 100 Motorradfahrer fühlten sich motiviert, dem Ruf von Helmut und seinem Team zu folgen. Wenn man das mit den vorangegangenen Demos vergleicht, wirkt das Ergebnis regelrecht niederschmetternd. Ja, es ist dünn, aber keinesfalls unerwartet. Der politische Prozess zieht sich in die Länge, es scheint keine klaren Verhältnisse zu geben, die Motorradfahrer selber distanzieren sich und grenzen sich teilweise sogar selber aus, kurzum, die Motorradszene ermüdet so langsam.

Ich denke, der bikers for Freedom e.V. hätten auch jedem Motorradfahrer Geld bieten können, das Ergebnis wäre kaum besser ausgefallen. Ein Helm liegt auf dem Schillerplatz, ganz toll, da kann ich ja nicht einmal eine gescheites Selfie von machen, um mir im Fratzenuch den Revoluzzer auf zwei Rädern zu geben. Tja, alles nicht so einfach. Mich überrascht das nicht, denn schon die Demo in Vechta hat mir klar aufgzeigt, aus welchem Holz die meisten Motorradfahrer geschnitzt sind. Von 5.000 Demonstranten waren am Ende zur Kundgebung selber noch gefühlte 500 am Start. Das ist frustierend, zeigt es doch, wie wenig nachhaltig der Protestgedanke bei vielen tatsächlich verankert ist.

Der Stuttgarter Helm-Protest wurde leider nicht so gut angenommen. Da hatte ich mehr erwartet!

Wo andere sich den Arsch aufreissen, um überhaupt Aktionen ins Leben zu rufen, sind die meisten Motorradfahrer reinweg nur ein Konsument, der berieselt werden möchte. Auch die Teilnahme an den Votings für das Positionspapier hat das klar aufgezeigt, denn trotz einer klaren Mehrheit für das Papier, war die Teilnahmebereitschaft selber nicht gerade prickelnd. Insofern hat mich das Ergebnis jetzt in Stuttgart keineswegs überrascht. Anmelder, Redner und Team waren motiviert, es war alles gut organsiert, was fehlte waren halt die Teilnehmer.

Das Thema Fahrverbote wird m. E. bald einschlafen, denn die Motorradfahrer werden ihre Lust auf Protest verlieren. Am Ende bleiben vermutlich einige neue Vereine übrig, die dann um die Gunst der Politik und ihrer Mitglieder kämpfen, den Pöbel auf der Straße aber auch recht schnell vergessen und lieber ihr eigenes Ding durchziehen. Doch das ist wieder ein anderes Thema. Oder doch nicht?

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Fazit!

Am 19.09 wurde in Stuttgart der organisatorische Aufwand des Bikers for Freedom e.V. nicht belohnt. So wie ich den Anmelder jedoch einschätze, wird er die Nummer realistisch auswerten und dann ggf. wieder angreifen. Es wäre zu hoffen! Die machen da in Baden-Würtemberg einen guten Job.

Kontakt: https://www.facebook.com/bikersforfreedom

Autor: Lars Petersen

Über 30 Jahre Erfahrung als Vertriebsmann. Davon 9 Jahre Anzeigenleiter bei der Borgmeier Media Gruppe GmbH in Delmenhorst. Ü50, Vater, Musiker ( Singer ) und MC-Mitglied. Karre? 99er Harley Davidson Road King KM pro Jahr? Das reicht schon! Mein Credo? Geht nicht, gibt es nicht!! Machen, nicht labern! Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass er seine Tätigkeit mit der höchst möglichen Neutralität und Objektivität ausführt und die Inhalte im Online-Magazin nur von ihm entschieden wird. Besonderes: Veranstalter von Bikes, Music & More Vol.1 bis 5. - Das Biker-Festival in Delmenhorst sowie der Biker Meile im Rahmen des Delmenhorster Autofrühlings.